Inflation durch Konjunkturprogramme

Hallo,

man liest immer öfter, dass es durch die Konjunkturprogramme zu Inflation, vielleicht sogar zu Hyperinflation kommen könnte.

Wieso eigentlich? Bei einem Teil des Geldes, von dem da die Rede ist, handelt es sich um Garantien, das Geld fließt also möglicherweise gar nicht. Und das Geld, das fließt, das wird doch wohl nicht neu gedruckt und zusätzlich in den Markt genommen? Ich denke, es stammt doch aus der vorhandenen Geldmasse?

Grüße
Carsten

Hallo,

man liest immer öfter, dass es durch die Konjunkturprogramme
zu Inflation, vielleicht sogar zu Hyperinflation kommen
könnte.

Hallo,

keine Ahnung, ich gehe auch nicht von einer schrecklichen Hyperinflation aus.

Mit dieser Meinung befinden wir uns in besten Kreisen, die hoch bis zu dem Wirtschaftsnobelpreis gehen.

Was will man mehr?

Grüße
kcj

Hallo,

Wieso eigentlich? Bei einem Teil des Geldes, von dem da die
Rede ist, handelt es sich um Garantien, das Geld fließt also
möglicherweise gar nicht.

das galt für einen großen Teil der Hilfe für die deutschen Kreditinstitute. Das ist aber nur ein Bruchteil der beschlossenen bzw. bereits ausgezahlten Staatsgelder.

Und das Geld, das fließt, das wird
doch wohl nicht neu gedruckt und zusätzlich in den Markt
genommen? Ich denke, es stammt doch aus der vorhandenen
Geldmasse?

a) Es geht nicht um das gedruckte Geld, sondern um die Geldmenge. b) Die Zentralbanken haben erhebliche Mengen Geld in den Markt geschoben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das kaufkraftwirksam wird.

Gruß
Christian

Hallo,

Garantien, oder auch Bürgschaften, wurden vom Staat garantiert. Das ist kein wirkliches Geld, das in den Umlauf gebracht wird, sondern nur ein potenzielles Volumen, mit dem der Staat zur Not einspringen würden. Dann gibt es noch Konjunkturpolitik mit ihren Paketen, bei denen der Staat einfach seine staatliche Nachfrage erhöht oder durch spezielle, meist einmalige Transferlleistungen an die Haushalte und Unternehmen, die Nachfrage fördert. Man setzt so auf akzelerative und multiplikative Effekte, die die Wirtschaft zumindest kurz- oder mittelfristig wieder ankurbeln soll. Zum dritten erleichtern die Zentralbanken die Kreditaufnahme, durch niedrigere Zinsen. Ein spezieller Trick, zu dem die FED vor Kurzem griff, ist die Übernahme von Wertpapieren außerhalb des eigentlichen Wertpapierpensionsgeschäfts, über die normalerweise die Kreditvergabe geregelt wird. Solche Maßnahmen können dann stark inflationsantreibend wirken, wenn die Kredite wirklich angenommen und vor allem in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden, also real investiert werden.

Eine Ausweitung der Geldmenge ohne reellen Gegenwert, also Inflation, greift erst, wenn die geldpolitischen Maßnahmen auch von der Wirtschaft aufgenommen werden.

Ich sehe eher das Problem einer Stagflation. Das ist eine Mischung aus Stagnieren und Inflation. Die Wirtschaft steckt längst in einer Rezession, das heißt, es gibt nicht nur Stillstand, sondern Rückschritt. Gleichzeitig wird die Geldmenge ausgeweitet, das geschieht dadurch, dass das Geld aktuell zum Löcher stopfen verwendet wird. Eine Stagflation ist wirtschaftlich äußerst schwierig zu lösen, so etwas hatten wir zuletzt während der Ölkrise, allerdings vergleichwsweise in harmlosen Umfang zu dem, was jetzt passieren könnte.