Hallo zusammen, ich habe mal folgende Frage zu Planungsrechnungen:
In einer 8 Jahresplanung plant man ab dem 2. Jahr die Gewinne nach Prozent vom Umsatz, bspw. +3%. Die Unmsätze ab dem 2. Jahr sollen nur noch durch die Inflation steigen, sagen wir 2% p.a.
Somit werden die Gewinne dann jedes Jahr um 2% steigen, allein aus Inflation.
Ist so etwas realistisch?
Welche Prämissen könnten einer solchen Fortschreibung der Gewinne zu Grunde liegen?
Müssten die Gewinne nicht kostant bleiben, wenn Inflation in den Kosten von Unternehmen annahmegemäß 1:1 an den Kunden weitergereicht wird?
Danke im Voraus
Hallo Sukram,
nein, das ist nicht realistisch, da die Inflation eine Geldentwertung darstellt, die nicht nur die Gewinne steigen lässt, sondern auch die Kosten. Somit bleibt der Saldo im Prinzip der gleiche. Das Problem ist auch, daß der Umsatz nicht automatisch steigt, sondern die Preise müssen dafür erhöht werden. Aus Wettbewerbssituationen heraus ist dies nicht immer zeitgleich möglich. Die Kosten hingegen steigen automatisch, können aber nicht im selben Maße weitergegeben werden. Das bedeutet, daß die Gewinne sogar tendenziell zurückgehen. Die Inflation bewirkt also einen Nachteil für das Unternehmen. Wenn das Unternehmen die Inflation jedoch bewusst einkalkuliert, kann es dennoch davon profitieren, und zwar indem es Fremdkapital aufnimmt. Dann kann es damit arbeiten und die Schuldenlast verringert sich um die Höhe der Inflationsrate.
Viele Grüße
Pictonkiwi