Info´s über ADS gesucht

Unser Sohn (8 Jahre) hat vermutlich ADS.
Nun suchen wir Info´s und Thrapiemöglichkeiten über diese Krankheit.
Auch Adressen von Selsthilfegruppen im Raum Darmstadt-Heidelberg wären interessant.

Im Voraus schon mal danke …

Hallo, Ottmar!

Hier im Forum wurde schon mehrfach - in unterschiedlichen Brettern - zu diesem Thema diskutiert. Wenn du die Archiv-Suche bemühst, wirst du sicher noch den einen oder anderen hilfreichen Thread finden. Dort wurden auch schon diverse Links erwähnt, wo du weitergehende Informationen bekommen kannst. Ansonsten ist hier noch eine recht umfangreiche Linkliste:

http://www.schulratgeber.de/ADS/adressenads.htm

Letzter Tipp: Gib den Begriff z.B. bei

http://www.google.de

ein - die Trefferquote ist ziemlich hoch.

Viel Erfolg und viel Glück für euren Sohn,
Sams

Hallo Ottmar,

kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Viele ADSler sind auch Messies bzw. Messies haben oft auch ADS. Du kannst sicherlich bei Dir in der Nähe eine Selbsthilfegruppe finden oder Dich an Friedrich aus messies-online.de wenden.

Untersucht wird hier erst ca. die letzten 20 Jahre, steckt also noch in den Kinderschuhen. Ärzte geben gerne Ritalin. Kinder haben zu funktionieren.

Unlängst sah ich einen Fernsehbericht in dem es über die unbekannten Nebenwirkungen und mögliche Spätschäden von Ritalin ging, denn es ist ja noch gar nicht wirklich erwiesen, woran der Mensch hier genau erkrankt ist. Gesprochen wird zwar von Dopamin und Transmittertoffen, doch was genau passiert, so klar weiß das scheinbar noch niemand.

Ich habe mich damit etwas beschäftigt, dazu gibt es auch manche Literatur, z.B. „Die Chaosprinzessin“. Auffällig scheint zu sein, daß es sich hierbei oft um sehr sensible, künstlerisch-kreative Menschen handelt, die sich leicht ausnutzen lassen, Bewegungs-Legastheniker. Oftmals scheint auch eine Verunsicherung bei der jungen Mutter vorgelegen zu haben, sodaß das Kind bzw. der spätere Erwachsene die übertragene Unsicherheit durch Kontrollmechanismen versucht zu kompensieren, sprich hier gibt es auch häufiger Zwangsverhalten und Suchtverhalten (Essen, Alkohol).

Wie gesagt, hier gibt es noch keine wirklich gesicherten Daten, doch Du kannst auch mal bei http://www.messies-selbsthilfe.de nachschauen. Überdies bin / war ich selbst Messie, und zwar ein extremer Informations-Junkie, und habe dies in 1 1/2 Jahren mit Homöopathie aufgelöst, gleichwohl die Struktur noch heute da ist und da es sicherlich auch noch was zu arbeiten gibt (z.B. Perfektionismus, teils noch Konzentrationsschwierigkeiten,…).

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ottmar,

mit diesem Problem hatte ich auch zu kämpfen. Mein Sohn war etwa im gleichen Alter. Was uns sehr geholfen hat, war eine totale Ernährungsumstellung. Verzicht auf jegliche Zusatzmittel (Farbstoffe, Konservierungsstoffe) sehr reduziert habe ich Zucker, Eiweiß, usw. Kurz gesagt, fast alles selbst hergestellt und genau kontrolliert. Ich denke mal es sprengt die Seite wenn ich alle Maßnahmen aufführe, evtl. könnten wir uns da per Mail mal kurzschließen. Fakt ist das diese Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Psychologischen Theraphie sehr geholfen haben. Ritalin wurde auch damals (1986) von einigen Ärzten verschrieben, allerdings hab ich nicht viel davon gehalten, weil meiner Ansicht nach das Suchtppontenzial nicht einzuschätzen war und auch wohl heute noch nicht eingeschätzt werden kann.
Gruss Inge

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ottmar,

ich möchte einen Artikel über Ritalin nachschieben, habe mehr schon Ädäquates im Fernsehen darüber gehört:

UnsPressemitteilung:

Fachverbände warnen vor unsachgemäßer medikamentöser Behandlung von Kindern

Hyperaktivität – ist das Medikament Ritalin eine gefährliche Droge?

Nahezu eine Million Kinder in Deutschland, davon achtzig Prozent Jungen, leiden unter Hyperaktivität (ADS). Sie sind zappelig und unkonzentriert und häufig in ihrer psychischen Entwicklung, schulischen Bildung und sozialen Integration gefährdet. Dass besorgte Eltern nichts unversucht lassen möchten um ihren betroffenen Kindern zu helfen, versteht sich von selbst. Dazu gehört u.a. auch die Behandlung mit dem pharmazeutischen Wirkstoff Methylphenidat (Ritalin).

In den vergangenen Jahren ist Ritalin jedoch in den Verdacht geraten, eine Droge mit erheblichem Suchtpotenzial und schädlichen Nebenwirkungen zu sein. „In Phoenix müssen sich inzwischen Eltern Entziehungstherapien unterziehen, nachdem sie das Ritalin ihrer Kinder schluckten. Die US-Drogenbehörde DEA hat das Medikament in die selbs Stufe der Bekämpfungsagenda wie Kokain und Methadon aufgenommen“ (Süddeutsche Zeitung, 10.04.01). Das ist umso besorgniserregender, als der Gebrauch von Ritalin in den letzten zehn Jahren weltweit stetig, in einigen Ländern bis zu 100% im Jahr, gestiegen ist.

In ihrem neuen Buch „Hyperaktivität. Warum Ritalin keine Lösung ist“ erläutert Barbara Simonsohn alternative Heilkonzepte. Sie stellt die Ergebnisse Ritalin-kritischer Untersuchungen dar und zeigt, wie Eltern und Lehrer hyperaktiven Kindern mit unbedenklichen Therapien wirkungsvoll helfen können.

München, den 11. Mai 2001

Goldmann Verlag

-Presseabteilung –

Barbara Simonsohn

Hyperaktivität

Warum Ritalin keine Lösung ist

Goldmann Verlag, Originalausgabe

290 Seiten, DM 17,–/Euro 8,50

ISBN 3-442-14204-0 Buch anschauen

Ciao,
Romana

Hi,

Nachtrag zu Ritalin:

http://www.ritalin-kritik.de/

Ciao,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ottmar!
Hab das Buch leider verliehen, daher kann ich Dir nur empfehlen:
Schau mal im Amazon und such nach „Zwanghaft zerstreut“. Das Buch fand ich sehr informativ.

Liebe Grüße
Uschi