INFO: Steuersparmodelle vor dem Ende

Hallo,

was haben wir gelacht über Film-, Leasing- und Windkraftfonds, die sich allein aufgrund der hohen Verlustzuweisungen in den ersten Jahren rechneten bzw. rechnen sollen. Wer jetzt noch so ein Ding kaufen will, sollte sich beeilen: Schlag Mitternacht endet der Spaß. Verlustverrechnungen sind dann nur noch mit Gewinnen aus demselben Fonds möglich.

http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/build…

Mögliche Folgen: Weniger Hollywoodfilme und weniger Windkraftanlagen. Da beides in meinen Augen sowieso keinen sittlichen Nährwert hat, bleiben die negativen Auswirkungen für die Menschheit aus meiner Sicht eher gering.

Gruß,
Christian

zu früh gefreut
Moin,

da haben dir die Grünen wohl erstmal einen Strich durch die Rechnung gemacht:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,384242,00.html

Immer schön pusten, damit sich alle Windräder drehen…

Nils

Hi,

da haben dir die Grünen wohl erstmal einen Strich durch die
Rechnung gemacht:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,384242,00.html

hab ich schon gesehen. Da fällt einem nichts mehr zu ein. Die ganze Zeit nach dem Abbau von Subventionen schreien, aber wenn es mal die eigene Klientel trifft…

Aber egal, dann regelt das die nächste Regierung. Das ganze geht ja eh auf eine Einigung zw. SPD und Union im Frühjahr zurück.

Gruß,
Christian

Servus Christian,

ich muss gestehen, dass ich die Windkraftanlagen durchaus auch als Wirtschaftsmotor in Deutschland ansehe. Zumindest wenn ich deren Wirkung im Bereich der Zulieferer, Bau- und Planungsunternehmen sowie der Maschinenbauer selbst sehe.

Das die Förderung in irgendeiner Art und Weise anders erfolgen sollte, auch klar. Daher find ich eigentlich den Gedanken nicht so schlecht, dass die Gewinne aus den Anlagen mit Verlusten aus den Anlagen verrechnet werden können. Weil auf lange Sicht ist es doch eine einträgliche Geldquelle. Nur eben nicht so kurzfristig wie bisher, oder sehe ich es falsch?

Gruß
Marco

Windkraft
Hallo,

Windkraftanlagen produzieren derzeit für >8 Cent je KW/h und die Technik ist definitiv ausgereizt. Moderne Gaskraftwerke liegen bei 2-4 Cent je KW/h. Da ist jenseits der steuerlichen Förderung nichts mehr zu holen. Dazu kommt, daß man Wind nicht so gut vorhersagen kann wie Sonne, so daß man immer einige konventionelle Kraftwerke mitlaufen lassen muß, falls der Wind nicht so kommt, wie man das gern hätte.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

für die Produktionskosten gebe ich dir recht. Ich denke jedoch mehr und mehr auch an unsere Umwelt, und der Wind ist halt da. Beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen bleiben immer Dinge übrig, die unsere Umwelt nicht wirklich gut verträgt.

Wie hat neulich ein Wissenschaftler mal gesagt: vor 20 Jahren hatten wir ein Ziel als Obergrenze des CO2-Ausstoßes. Wenn wir den heutigen um 50% reduzieren, können wir das Ziel vielleicht noch erreichen.

Und der Wind der ist an einigen Stellen einfach vorhersehbarer, wie anderswo. Von daher sollte man dort gezielt bauen. Ist aber nur meine Meinung.

Gruß
MArco

Guetn morgen Marco,

für die Produktionskosten gebe ich dir recht. Ich denke jedoch
mehr und mehr auch an unsere Umwelt, und der Wind ist halt da.
Beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen bleiben immer Dinge
übrig, die unsere Umwelt nicht wirklich gut verträgt.

unbestritten, nur ist Windkraft nicht die richtige Lösung – zumindest nicht für Deutschland.
In Kürze die Punkte:

Zu geringe Prognosegenauigkeit. Die Sonneneinstrahlung kann man in Summe auf Tage hinreichend genau vorhersagen. Beim Wind reicht es nicht einmal für einige Stunde. Die Konsequenz: Konventionelle Kraftwerke müssen in Bereitschaft gehalten werden und kurzfristig herrauf- oder heruntergefahren werden, was in vielerlei Hinsicht Geld kostet.

Ausgereizte Technik, daher keine weitere Senkung der Prouktionskosten zu erwarten. Auch hier das Gegenteil bei der Solarenergie.

Ungleichmäßige Produktion bei fehlender Speichermöglichkeit; wenn der Wind da ist, ist er da, wenn nicht, ist er weg. Dummerweise erfolgt das selten analog zum Bedarf. Alternative: Solarthermalkraftwerke.

Hinzu kommen noch ästhetische Aspekte, der hohe Verschleiß, die teure Wartung usw. usf. Für Deutschland kann die Lösung also nicht Windkraft heißen. Daß die Grünen daran hängen, ist lediglich ideologisch motiviert – oder resultiert aus nackter Unwissenheit.

Gruß,
Christian

P.S.
Gehört zwar nicht ganz hierher, ist aber m.E. auch ein guter Hinweis für die, die hier alle paar Tage nach dubiosen Anlagemöglichkeiten in dem Bereich fragen.

Windei?
Hallo Marco,

ich muss gestehen, dass ich die Windkraftanlagen durchaus auch
als Wirtschaftsmotor in Deutschland ansehe. Zumindest wenn ich
deren Wirkung im Bereich der Zulieferer, Bau- und
Planungsunternehmen sowie der Maschinenbauer selbst sehe.

Du müßtest uns bitte noch erklären, wie der mit Abstand größte Hersteller Vestas Teil des deutschen Wirtschaftsmotors sein soll. Vestas ist ein dänisches Unternehmen, das in Dänemark entwickelt und produziert. Deren Transporte verstopfen unsere Autobahn, getankt wird vermutlich auch nicht bei uns, zum Aufstellen bringen die zum größten Teil ihr dänisches Personal mit.

Wenn die Windnutzungssteuer eingeführt wird, rollt der Rubel, aber so steh ich etwas auf dem Schlauch, dein Argument nachzuvollziehen.

Gruß
Nils

Hallo Nils,
da es wesentlich mehr Hersteller gibt, als Vestas, sehe ich das nicht so dramatisch. Der Anteil der deutschen Zulieferer bei Vestas ist dennoch gegeben. Das weiß ich, weil ich einen der Zulieferer als Kunde kenne.
Darüber hinaus weiß ich eben auch durch den Kunden, dass der Anteil der deutschen Produktion > 40% weltweit ist.

Gruß
Marco

Hallo Christian,

ich denke nicht zwingend, dass die Geräte in Deutschland aufgestellt werden sollten. Wenn dann eher Off-Shore. Aber die deutschen Beliefern nun die windgünstigeren Gebiete und daher entstehen in aller Regel auch hier Arbeitsplätze. Und der Strom wird an günstiger gelegenen Orten erzeugt, sodass die weltweite Rechnung etwas besser gestellt wird.
Mag aber auch sein, dass ich es dennoch zu positiv sehe.

Gruß
Marco