Informatikstudium: für wen

Hallo zusammen,

da ich mir einige Kommentare zum Informatikstudium allgemein durchgelesen habe und auch Erfahrungsberichte gelesen habe stellt sich für mich jetzt die Frage, ob ich dafür geeignet bin.
Ich weiß ja mittlerweile, das ich Mathe brauche :wink:, also: angenommen das ich jetzt zum Abitur hin in Mathematik (LK) durchschnittlich 11 Punkte von 15 habe, aber auch teilweise 12 und 13 möglich sind: schaffe ich dann auch ein Informatikstudium (+gut)?
(So wie ich das jetzt sehe schon. Trotzdem.)

mfg TLF

Moien

Ich weiß ja mittlerweile, das ich Mathe brauche :wink:

Wenn du an einer Uni studieren willst: ja. An einer FH ist es weniger krass.

Allerdings ist nach meinen Erfahrungen an der Uni KL und der FH Trier die Aussage „Mathe ist alles“ falsch. Man braucht eine Einstellung, eine Art zu denken wie sie viele Mathematiker haben. Aber nicht jeder der Mathe im Abi gut kann tickt so. Logisches Denken in abstrakten Gebilden ist wichtiger als gute Integrieren können.

, also:
angenommen das ich jetzt zum Abitur hin in Mathematik (LK)
durchschnittlich 11 Punkte von 15 habe, aber auch teilweise 12
und 13 möglich sind: schaffe ich dann auch ein
Informatikstudium (+gut)?

Fällt es dir leicht eine Aufgabe in der Mathe zu abstrahieren und dann umzusetzen ?

Hast du überhaupt Interesse an Rechnern und kannst du dir vorstellen später Tage, Wochen vor der Flimmerkiste zu sitzen und an was rumzuschrauben ?

Willst du die praktische Seite (Angewandte Informatik) oder die theoretische Seite ((Kern)-Informatik kennenlernen ?

Hast du schonmal programmiert ? Und wenn ja: fällt es dir leicht oder ist es schwer und unverständlich für dich ?

cu

Hallo.

Mathematik ist gewiß für Informatiker wichtig, aber weitaus nicht so wichtig wie zum Beispiel für Ingenieure oder Physiker.

Eines mußt Du Dir vor Augen halten: Die reine theoretische (mathematische) Informatik ist ein wirklich hartes Brot. Doch zum Info-Studium gehört noch viel mehr.

An der Elektrotechnik kommst Du in Ansätzen nicht drumherum; wenigstens ein Semester „Grundlagen“ wirst Du hören.

Dazu kommen praktisch weite Teile eines großen Teilgebietes der Elektrotechnik: Informationstechnik. Die Art und Weise wie Informatiker Informationstechnik betreiben wird von eben diesen „technische Informatik“ genannt und ist mit Sicherheit eines der interessanteren Themen.

Schlußendlich gibt es immer noch das „wunderbare“ informatische Modellieren, kurz Programmieren genannt. Das wirklich Dumme an der Informatik ist eben, daß man auch das können muß. Zumeist erwartet man nach den 5 Jahren Studium gute und anwendungsbereite Kenntnisse mehrerer Programmiersprachen, einiger Datenbanken et cetera.

Speziell wegen diesem letzten Punkt kam Informatik für mich nie in Frage, weil Programmieren einfach sowas von (subjektiv!) demotivierend, fade, richtiggehend langweilig … ist.

Wenn Du Dich also schlecht in Eigenregie vor dem heimischen Bildschirm mit merkwürdigen Aneinanderreihungen von Buchstabenkombinationen :wink: herumquälen kannst, vergiß das Informatikstudium sofort. Zwar erlernt man die Sprachen sicherlich in praktischen Einheiten, doch es ist eben darüber hinaus so Einiges an Arbeit hineinzustecken.

Mir war das schon als Nebenfach im Grundstudium zutiefst zuwider und Du solltest diesen Punkt des Infostudiums keinesfalls unterschätzen.

Du könntest ja auch, wie bereits oft erwähnt wurde, inter- und metadisziplinäre Studiengänge ansteuern.
Informationssystemtechnik kannst Du Dir als ein Beispiel ruhig zu Gemüte führen.

MfG

Hallo,

da ich mir einige Kommentare zum Informatikstudium allgemein
durchgelesen habe und auch Erfahrungsberichte gelesen habe
stellt sich für mich jetzt die Frage, ob ich dafür geeignet
bin.

Die Frage kannst Du am besten damit beantworten, wenn Du darüber nachdenkst, was Dir Spaß macht und was nicht. Ein Studium – und hoffentlich der daraus folgende Beruf – sollen Freude machen, sonst quält man sich ein Leben lang!

Ich weiß ja mittlerweile, das ich Mathe brauche :wink:, also:
angenommen das ich jetzt zum Abitur hin in Mathematik (LK)
durchschnittlich 11 Punkte von 15 habe, aber auch teilweise 12
und 13 möglich sind: schaffe ich dann auch ein
Informatikstudium (+gut)?

Meiner Erfahung nach sind Mathematik, wie sie an Schulen betrieben wird (Bayern eingeschlossen) und Mathematik im Studium disjunkt :smile: Ich würde mir da keine Sorgen machen. Wichtig ist, dass man bei den Übungen am Ball bleibt. Mir hat z.B. gute Literatur geholfen, miese Vorlesungen und nicht vorhandenes Vorwissen auszugleichen.

Wenn Du eine gute Lerngruppe findest, dann ist alles weitere kein Problem, solange Du es halbwegs interessant findest.

Vielleicht hilft es, wenn Du Dich einfach mal in eine Vorlesung mit hineinsetzt? Das fällt insbesondere in den „Massenveranstaltungen“ der ersten Semester kaum auf. Du kannst anschließend mit ein paar Studenten ins Gespräch kommen.

Gruß

Fritze

(auch zu pumpkins post)

Eines mußt Du Dir vor Augen halten: Die reine theoretische
(mathematische) Informatik ist ein wirklich hartes Brot. Doch
zum Info-Studium gehört noch viel mehr.

ja, glücklicherweise

Schlußendlich gibt es immer noch das „wunderbare“
informatische Modellieren, kurz Programmieren genannt. Das
wirklich Dumme an der Informatik ist eben, daß man auch das
können muß. Zumeist erwartet man nach den 5 Jahren Studium
gute und anwendungsbereite Kenntnisse mehrerer
Programmiersprachen, einiger Datenbanken et cetera.

Tja im Grunde ist das der einfachste Punkt für mich (ich wollte jetzt nicht soweit ausholen), denn das Programmieren / Modellieren etc. sind für mich dagegen DAS tolle an Informatik :wink:
Und ich kann es auch; ich hatte jetzt wegen dem Punkt eher gefragt, der für mich so der Entscheidungspunkt war: für oder wider die Informatik :wink:

Mir war das schon als Nebenfach im Grundstudium zutiefst
zuwider und Du solltest diesen Punkt des Infostudiums
keinesfalls unterschätzen.

Du könntest ja auch, wie bereits oft erwähnt wurde, inter- und
metadisziplinäre Studiengänge ansteuern.
Informationssystemtechnik kannst Du Dir als ein Beispiel ruhig
zu Gemüte führen.

Also so wie es aussieht werde ich wohl Informatik + Nebenfach Medieninformatik machen.
Wenn ich dann mal fertig bin, werde ich immer noch sehen ob ich dann irgendwann mal noch weiter in Richtung Design oder so gehe …

Danke an euch für eure Meinung, für mich heißt das: ich werde es wohl versuchen.

mfg TLF

Hiho

Wenn Du eine gute Lerngruppe findest, dann ist alles weitere
kein Problem, solange Du es halbwegs interessant findest.

Wenn du das so sagst :smile:, es interessiert mich schon, ich lass mich wahrscheinlich bloß sehr nervös machen von anderen Leuten, die über den Matheanteil stöhnen.

Vielleicht hilft es, wenn Du Dich einfach mal in eine
Vorlesung mit hineinsetzt? Das fällt insbesondere in den
„Massenveranstaltungen“ der ersten Semester kaum auf. Du
kannst anschließend mit ein paar Studenten ins Gespräch
kommen.

Ich werd demnächst mal eine Verwandte ausfragen, mal sehen was die noch so erzählt.

Danke auch an dich,
mfg TLF

Hallo,

Also so wie es aussieht werde ich wohl Informatik + Nebenfach
Medieninformatik machen.

Das klingt sehr nach Fachhochschule. Ich habe bei Fachhochschulen so meine Bedenken. Der Abschluss ist günstigstenfalls zweitklassig und das oft zu hörende Vorurteil, es ginge dort praxisbezogener zur Sache, ist ein Trugschluss. Es ist nicht praxisnäher, aber dafür mehr „huschi pfuschi“, d.h. die Theorie wird zwar geboten und abgefragt, aber nicht in der Tiefe erklärt. Für viele Studenten ist das eher verwirrend, als verständnisfördernd.

Gruß

Fritze

Hi

Also so wie es aussieht werde ich wohl Informatik + Nebenfach
Medieninformatik machen.

Das klingt sehr nach Fachhochschule.

nix is!, Uni Lübeck http://www.medieninformatik.uni-luebeck.de/.

Ich habe bei
Fachhochschulen so meine Bedenken. Der Abschluss ist
günstigstenfalls zweitklassig und das oft zu hörende
Vorurteil, es ginge dort praxisbezogener zur Sache, ist ein
Trugschluss. Es ist nicht praxisnäher, aber dafür mehr „huschi
pfuschi“, d.h. die Theorie wird zwar geboten und abgefragt,
aber nicht in der Tiefe erklärt. Für viele Studenten ist das
eher verwirrend, als verständnisfördernd.

Gruß

Fritze