Informationen im Erbfall

Guten Tag!

Angenommen der letzte Elternteil stirbt und man hat keinerlei Ahnung, ob derjenige Schulden oder Vermögen hat und ist als Kind Erbe.

Ist ein Erbe eine Überraschungstüte und man muss va banque spielen, wenn man das Erbe annimmt oder ausschlägt?

Oder kann man vor dem Annehmen des Erbes in Erfahrung bringen, wie es um die finanziellen Verhältnisse des Erblassers bestellt ist?

Danke für Informationen!

Gruß, Fogari

Hallo,

für das/die Kind/er ist das nicht unbedingt eine „Überraschungstüte“, denn die Kinder wissen zumindest die Höhe der Renten, evtl. Sparguthaben, Immobilie, Versicherungen /Sterbegeldversicherungen und können daher sehr gut abschätzen, ob da etwas übrig bleibt.

Achtung, selbst wenn das Erbe ausgeschlagen wird, ist der Familienangehörige dennoch zu den Beerdigungskosten verpflichtet.

Ob die Hausbank direkt nach dem Todesfall dem „Kind“ Mitteilung über evtl. Vermögenswerte machen wird, mag bestritten werden.

Es gibt aber Hinweise an die Kinder, die man vielleicht irgend wann einmal gehört oder nicht zugeordnet hat nach dem Motto: wenn ich einmal sterbe, ist meine Beerdigung schon bezahlt; das deutet auf bereits bestehenden Vertrag mit einem Bestatter oder Sterbegeldversicherung hin; man kann aber auch einmal einfach fragen nach dem Motto: "Du Vater, hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn es passiert? Wer sollte sich denn darum dann kümmern?
***Oftmals kommen da die ersten Gespräche in Gange und die Eltern werden plötzlich redselig; das liegt daran, dass diese sich schon darüber Gedanken gemacht haben, aber es nicht fertig bringen, mit dem Kind darüber den ersten Schritt zu gehen…

***ich schreibe hier aus Erfahrung"****

si

si

Sorry, aber…

für das/die Kind/er ist das nicht unbedingt eine
„Überraschungstüte“, denn die Kinder wissen zumindest die Höhe
der Renten, evtl. Sparguthaben, Immobilie, Versicherungen
/Sterbegeldversicherungen und können daher sehr gut
abschätzen, ob da etwas übrig bleibt.

Darf ich fragen woher du das wissen willst???

Ich, bspw., hab noch nie etwas darüber erfahren, wieviel mein Vater verdient, ob er Geld spart oder seine Rente komplett ausgibt.

Meine Eltern hätten uns nie nie nie erzählt, wieviel Geld sie haben oder nicht haben, egal wie alt sie und wir geworden sind.

Die Frage habe ich daher für den fiktiven Fall gestellt, dass Kinder nicht wissen, wieviel Geld der Vater hat.

Also: Ist das Erbe eine Überraschungstüte, oder kann man - bevor man es annimmt oder ausschlägt - erfahren, ob man Schulden oder Vermögen erbt?

Achtung, selbst wenn das Erbe ausgeschlagen wird, ist der
Familienangehörige dennoch zu den Beerdigungskosten
verpflichtet.

Damit hat das fiktive Kind dieses Vaters keinerlei Probleme.

Ob die Hausbank direkt nach dem Todesfall dem „Kind“
Mitteilung über evtl. Vermögenswerte machen wird, mag
bestritten werden.

Wie sieht denn die rechtliche Lage aus.

Die Formulierung „mag bestritten werden“ ist ja äußerst unklar: Meinst du damit, dass DU das bestreiten würdest? Oder wie?

Es gibt aber Hinweise an die Kinder, die man vielleicht irgend
wann einmal gehört oder nicht zugeordnet hat nach dem Motto:
wenn ich einmal sterbe, ist meine Beerdigung schon bezahlt;

Gut, das hat der fiktive Vater mal angedeutet, das sagt ja aber nichts darüber aus, ob er sonst Schulden oder Vermögen hat.

***Oftmals kommen da die ersten Gespräche in Gange und die
Eltern werden plötzlich redselig; das liegt daran, dass diese
sich schon darüber Gedanken gemacht haben, aber es nicht
fertig bringen, mit dem Kind darüber den ersten Schritt zu
gehen…

***ich schreibe hier aus Erfahrung"****

Sorry, aber deine persönliche Erfahrung nützt mir hier gar nichts, da der o.g. fiktive Vater seinen fiktiven Kindern niemals etwas über Geld erzählen würde, und da wird sich, je älter er wird, auch nichts dran ändern.
Er informiert auch seine fiktiven Kinder nicht über die fiktiven Mieteinnahmen des Hauses und regelt alles nach Gutdünken oder sagen wir Gutsherrenart.

Ich dachte, hier im Rechtsbrett könne ich die Frage juristisch relevant beantwortet bekommen?

Wär schön, wenn du dazu noch einen Versuch starten könntest.

Und Glückwunsch zu deinen redseligen Eltern. Jeder Jeck is anners.

Gruß, Fogari

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Hab ich nicht vor einigen Tagen hier im Forum gelesen, dass es eine Möglichkeit gibt ein Erbe nur bedingt anzutreten? Muss mal suchen.

vnA

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für das/die Kind/er ist das nicht unbedingt eine
„Überraschungstüte“, denn die Kinder wissen zumindest die Höhe
der Renten, evtl. Sparguthaben, Immobilie, Versicherungen
/Sterbegeldversicherungen und können daher sehr gut
abschätzen, ob da etwas übrig bleibt.

Darf ich fragen woher du das wissen willst???

***Es sind nicht meine persönlichen Erfahrungen mit meinen Eltern sondern meine Erfahrungen in einem großen Bekanntenkreis, wobei da sicherlich auch „das Alter der Kinder“ eine Rolle spielt.

Ich, bspw., hab noch nie etwas darüber erfahren, wieviel mein
Vater verdient, ob er Geld spart oder seine Rente komplett
ausgibt.

***Dann scheint der fiktive Vater keinerlei Probleme, kein Gesprächsbedarf und/oder kein Vertrauen zu haben,…****

Meine Eltern hätten uns nie nie nie erzählt, wieviel Geld sie
haben oder nicht haben, egal wie alt sie und wir geworden
sind.

***Es gibt Eltern, die so reagieren und es gibt Eltern, die den Wunsch und den Bedarf haben, mit ihren Kindern zu besprechen, wie der letzte Abgang gestaltet werden sollte, wie wo und was danach zu regeln wäre,…

Also: Ist das Erbe eine Überraschungstüte, oder kann man -
bevor man es annimmt oder ausschlägt - erfahren, ob man
Schulden oder Vermögen erbt?

***Wenn man den Versicherungsvertreter oder den Banker der Eltern kennt und man diese bewegen kann, etwas anzudeuten, ohne sich strafbar zu machen,…
Eine Auskunftsstelle oder ähnliches dafür gibt es definitiv nicht, da kann auch kein Anwalt helfen.

der o.g. fiktive Vater seinen fiktiven Kindern :niemals etwas über Geld erzählen würde, und da wird sich, je :älter er wird, auch nichts dran ändern.

Er informiert auch seine fiktiven Kinder nicht über die
fiktiven Mieteinnahmen des Hauses und regelt alles nach
Gutdünken oder sagen wir Gutsherrenart.

***Nun so schlimm ist es ja dann nicht, wenn es eine Immobilie mit Mieteinnahmen gibt; wenn natürlich die Heizung noch mit Briketts befeuert wird, es dass „hässlichste Haus“ in der Straße ist,…

Ich dachte, hier im Rechtsbrett könne ich die Frage juristisch
relevant beantwortet bekommen?

***Ja, es gibt keine Auskunftsstelle, man hört sich um und sieht genau hin, und wenn der Vater „nach Gutsherrenart“ tätig ist, könnte man von einem verantwortungsbewussten Vater reden können, der seine Entscheidungen selber trifft, weil er alleine dafür Verantwortlich ist und vielleicht seine Kinder damit nicht belasten möchte.

si

Danke!
Du brauchst mir hier in keinem Brett mehr zu antworten.

Das gaukelt nur anderen vor, ich hätte schon verwertbare Antworten bekommen.

Gruß

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Hab ich nicht vor einigen Tagen hier im Forum gelesen, dass es
eine Möglichkeit gibt ein Erbe nur bedingt anzutreten? Muss
mal suchen.

Anscheinend kann man die Haftung auf das Erbe beschränken.

Ich würde mit den Begriffen Erbe bedingt antreten o.ä. googlen und die Seiten der Rechtsanwälte lesen. Wenn man solche Seiten hier verlinkt, wird das als Werbung gewertet und gelöscht.

für das/die Kind/er ist das nicht unbedingt eine
„Überraschungstüte“, denn die Kinder wissen zumindest die Höhe
der Renten, evtl. Sparguthaben, Immobilie, Versicherungen
/Sterbegeldversicherungen und können daher sehr gut
abschätzen, ob da etwas übrig bleibt.

Darf ich fragen woher du das wissen willst???

***Es sind nicht meine persönlichen Erfahrungen mit meinen
Eltern sondern meine Erfahrungen in einem großen
Bekanntenkreis, wobei da sicherlich auch „das Alter der
Kinder“ eine Rolle spielt.

Hmm, komisch. Ich kenne weder den Verdienst, noch ob und welche Versicherungen meine Mutter hat. Auch meine Geschwister wissen das nicht. Mein Mann wußte das von seiner Mutter auch nicht, das hat er erst erfahren, als er zu ihrem Betreuer ernannt wurde.

Ich bin 41, bin ich jetzt zu jung oder zu alt um das zu erfahren?

***Dann scheint der fiktive Vater keinerlei Probleme, kein
Gesprächsbedarf und/oder kein Vertrauen zu haben,…****

Hä? Was geht es mich an, was meine Eltern verdienen oder mit ihrem Geld machen. Umgekehrt wissen meine Eltern auch nicht, was ich verdiene oder welche Versicherungen ich habe. Warum auch?

***Es gibt Eltern, die so reagieren und es gibt Eltern, die
den Wunsch und den Bedarf haben, mit ihren Kindern zu
besprechen, wie der letzte Abgang gestaltet werden sollte, wie
wo und was danach zu regeln wäre,…

Auskunftsstelle, man hört sich um und
sieht genau hin, und wenn der Vater „nach Gutsherrenart“ tätig
ist, könnte man von einem verantwortungsbewussten Vater reden
können, der seine Entscheidungen selber trifft, weil er
alleine dafür Verantwortlich ist und vielleicht seine Kinder
damit nicht belasten möchte.

Wo war eigentlich der rechtliche Rat?

Gruß
Tina

Hallo,

wir wollen hier nicht eine Diskussion anfangen, ob eine 41-jährige das Einkommen der Eltern und deren wirtschaftliche Situation kennen muss ; es gibt Eltern, die mit ihren Kindern darüber sprechen und es gibt Elten, die tun das nicht; es gibt Eltern, die kennen die wirtschaftliche Situation der eigenen Kinder und es gibt Eltern, die dies nicht kennen.
Das alles hat nicht mit „gestörten Eltern-Kinder-Beziehungen“ zu tun.

si

***Es sind nicht meine persönlichen Erfahrungen mit meinen
Eltern sondern meine Erfahrungen in einem großen
Bekanntenkreis, wobei da sicherlich auch „das Alter der
Kinder“ eine Rolle spielt.

Hmm, komisch. Ich kenne weder den Verdienst, noch ob und
welche Versicherungen meine Mutter hat. Auch meine Geschwister
wissen das nicht. Mein Mann wußte das von seiner Mutter auch
nicht, das hat er erst erfahren, als er zu ihrem Betreuer
ernannt wurde.

Ich bin 41, bin ich jetzt zu jung oder zu alt um das zu
erfahren?

***Dann scheint der fiktive Vater keinerlei Probleme, kein
Gesprächsbedarf und/oder kein Vertrauen zu haben,…****

Hä? Was geht es mich an, was meine Eltern verdienen oder mit
ihrem Geld machen. Umgekehrt wissen meine Eltern auch nicht,
was ich verdiene oder welche Versicherungen ich habe. Warum
auch?

***Es gibt Eltern, die so reagieren und es gibt Eltern, die
den Wunsch und den Bedarf haben, mit ihren Kindern zu
besprechen, wie der letzte Abgang gestaltet werden sollte, wie
wo und was danach zu regeln wäre,…

Auskunftsstelle, man hört sich um und
sieht genau hin, und wenn der Vater „nach Gutsherrenart“ tätig
ist, könnte man von einem verantwortungsbewussten Vater reden
können, der seine Entscheidungen selber trifft, weil er
alleine dafür Verantwortlich ist und vielleicht seine Kinder
damit nicht belasten möchte.

Wo war eigentlich der rechtliche Rat?

Gruß
Tina

Hallo,

wir wollen hier nicht eine Diskussion anfangen, ob eine
41-jährige das Einkommen der Eltern und deren wirtschaftliche
Situation kennen muss ; es gibt Eltern, die mit ihren Kindern
darüber sprechen und es gibt Elten, die tun das nicht; es gibt
Eltern, die kennen die wirtschaftliche Situation der eigenen
Kinder und es gibt Eltern, die dies nicht kennen.
Das alles hat nicht mit „gestörten Eltern-Kinder-Beziehungen“
zu tun.

Dann sind wir ja einer Meinung, schön zurückgerudert.

Hab ich nicht vor einigen Tagen hier im Forum gelesen, dass es
eine Möglichkeit gibt ein Erbe nur bedingt anzutreten? Muss
mal suchen.

Hallo,

eine bedingte Erbannahme ist Unsinn. Sowas gibt es - zumindest in Deutschland - nicht.

ml.