Informationsaustausch mit Überlichtgeschwindigkeit

Hallo,
man stelle sich eine Stange vor mit einer Länge von einem Lichtjahr, aufgehängt an einigen Siemens-Lufthaken. Das eine Ende ist hier auf der Erde, das andere Ende halt ein Lichtjahr entfernt anliegend an einer Klingel. Nun schiebt man den Stab auf der Erde ein Stück nach vorne und instantan klingelt es ein Lichtjahr entfernt.

Mal abgesehen davon das die Konstruktion schwierig wäre, wo ist der Fehler ? Da sich Informationen nicht mit Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten können, kann das kaum klappen oder so nicht gemeint sein.

Hallo,
man stelle sich eine Stange vor mit einer Länge von einem
Lichtjahr, aufgehängt an einigen Siemens-Lufthaken. Das eine
Ende ist hier auf der Erde, das andere Ende halt ein Lichtjahr
entfernt anliegend an einer Klingel. Nun schiebt man den Stab
auf der Erde ein Stück nach vorne und instantan klingelt es
ein Lichtjahr entfernt.

Mal abgesehen davon das die Konstruktion schwierig wäre, wo
ist der Fehler ?

Die Bewegung setzt sich in der Stange mit deren Schallgeschwindigkeit fort und die ist viel langsamer als das Licht.

Die Bewegung setzt sich in der Stange mit deren
Schallgeschwindigkeit fort und die ist viel langsamer als das
Licht.

Schallgeschwindigkeit: 360 m/s
Licht geschwindigkeit: bin mir nicht ganz sicher entweder 3,9 Millionen oder 390.000 m/s

Hallo!

Schallgeschwindigkeit: 360 m/s

Schallgeschwindigkeit im Festkörper! Diese kann um ein Vielfaches höher sein als die Schallgeschwindigkeit in der Luft. (Die wäre übrigens 340 m/s, nicht 360 m/s)

Licht geschwindigkeit: bin mir nicht ganz sicher entweder 3,9
Millionen oder 390.000 m/s

Weder noch: 300 Mio. m/s.

Michael

Hi Sebber,

Schallgeschwindigkeit: 360 m/s

höchstens für ein Gas

Licht geschwindigkeit: bin mir nicht ganz sicher entweder 3,9
Millionen oder 390.000 m/s

nicht ganz

ein paar Werte

Schallgeschwindigkeit in Stahl 5100 m/s
Schallgeschwindigkeit in Holz 4000 m/s
Schallgeschwindigkeit in Wasser (0°C) 1485 m/s
Schallgeschwindigkeit in Luft (0°C) 332 m/s
Lichtgeschwindigkeit in Luft oder Vakuum 299.792.458 m/s

aus: http://www.christian-doppler.com/CD_FONDS/WELLEN.HTM

Gandalf

Hallo,

Mal abgesehen davon das die Konstruktion schwierig wäre, wo
ist der Fehler ?

Die Bewegung setzt sich in der Stange mit deren
Schallgeschwindigkeit fort und die ist viel langsamer als das
Licht.

Hallo, guten morgen.

Mal anders gedacht. Wir hängen die gedachte Stange in den Weltraum, dann erübrigt sich sogar der obligatorische Siemens-Lufthaken.

Im Weltraum ist es kalt genug, das Helium flüssig wird. Und sogar noch kälter. Dann träte doch die Bose-Einstein-Theorie auf den Plan, die Materie der Stange besteht nicht mehr aus Atomen oder deren noch kleineren Bestandteilen sondern aus Bosonen.

Bose-Einstein-Kondensate sind makroskopische Quantenobjekte, in denen die einzelnen Atome vollständig delokalisiert sind. Die Wahrscheinlichkeit jedes Atoms, es an einem bestimmten Punkt anzutreffen, ist also überall innerhalb des Kondensates gleich.

Wäre dann nicht die Zeit aufgehoben, der Begriff „Lichtgeschwindigkeit“ obsolet geworden?

Nur so, zum Nachdenken.

Rudi

Hallo Rudi,

Mal anders gedacht. Wir hängen die gedachte Stange in den
Weltraum, dann erübrigt sich sogar der obligatorische
Siemens-Lufthaken.

Richtig.

Bose-Einstein-Kondensate sind makroskopische Quantenobjekte,
in denen die einzelnen Atome vollständig delokalisiert sind.
Die Wahrscheinlichkeit jedes Atoms, es an einem bestimmten
Punkt anzutreffen, ist also überall innerhalb des Kondensates
gleich.

Wäre dann nicht die Zeit aufgehoben, der Begriff
„Lichtgeschwindigkeit“ obsolet geworden?

Nur so, zum Nachdenken.

Ääh, deine Stange hat dann aber immer noch eine Ruhemasse.
(Mal abgesehen von anderen Problemen)

MfG Peter(TOO)

Hallo Rudi,

Bose-Einstein-Kondensate sind makroskopische Quantenobjekte,
in denen die einzelnen Atome vollständig delokalisiert sind.

womit wiederum keinerlei Informationsaustausch möglich ist und die ART nicht verletzt wird.

Gandalf

Hallo,

man stelle sich eine Stange vor mit einer Länge von einem
Lichtjahr, aufgehängt an einigen Siemens-Lufthaken. Das eine
Ende ist hier auf der Erde, das andere Ende halt ein Lichtjahr
entfernt anliegend an einer Klingel. Nun schiebt man den Stab
auf der Erde ein Stück nach vorne und instantan klingelt es
ein Lichtjahr entfernt.

Mal abgesehen davon das die Konstruktion schwierig wäre, wo
ist der Fehler ? Da sich Informationen nicht mit
Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten können, kann das kaum
klappen oder so nicht gemeint sein.

Es wurde ja schon gesagt, daß das aufgrund der Teilchen-
struktur der Stange nicht zu erwarten ist - aber hier
drängt sich eine andere Frage auf:

Nehmen wir an, wir können so eine Stange herstellen
und ins Weltall befördern:

  • welche Temperatur würde die Stange annehmen (fernab von Galaxien)?
  • bei/ab welcher Länge würde die Stange spontan zerbrechen
      (aufgrund ihrer thermischen Energie und der
      Fluktuationsausbreitung in eindimensionalen Systemen)?

Fernerhin ist bekannt, daß es mindestens eine Übertragungsart
im Weltall gibt, die schneller als das Licht funktioniert -
und zwar hat sie der Theoretiker D. Adams bereits in den 70’ern
nachgewiesen. Versuche, diese Übertragungsgeschwindigkeiten
z.B. für Raumschiffantriebe zu nutzen, schlugen allerdings fehl.

Grüße

CMБ

Hallo,

Fernerhin ist bekannt, daß es mindestens eine Übertragungsart
im Weltall gibt, die schneller als das Licht funktioniert -

Genau: das Gerücht.
Oder ist das ein Gerücht?

Gruß
loderunner

Mal abgesehen davon das die Konstruktion schwierig wäre, wo
ist der Fehler ?

Hallo,

Man nehme an, dass es so eine Möglichkeit gäbe diese Konstruktion zu bauen, dass auf die Stange keine weiteren Kräfte einwirken würde und dass die Stange ein immer fester und immer gerader Körper wäre, so „schicke“ ich ja keine Schallwellen hindurch, sondern bewege den ganzen Körper ein Stückchen nach vorne. Anfang und Ende des Stabes bleiben also immer gleich weit von einander entfernt.

Die Klingel müsste meiner Meinung nach zur selben Zeit läuten.
Aber wäre wohl der Energieaufwand viel zu groß, vielleicht auch unendlich, um den Körper ein „Stückchen“ nach vorne zu bewegen.

Ich glaube daran, dass irgendetwas schneller sein kann als Licht. Es wäre dann eben vor dem Licht an einem Punkt angekommen. Wer weiß das wohl, wirklich beweisen kann das (im Moment) niemand.

Cygnus 59

Mal abgesehen davon das die Konstruktion schwierig wäre, wo
ist der Fehler ?

Hallo,

Man nehme an, dass es so eine Möglichkeit gäbe diese
Konstruktion zu bauen, dass auf die Stange keine weiteren
Kräfte einwirken würde und dass die Stange ein immer fester
und immer gerader Körper wäre, so „schicke“ ich ja keine
Schallwellen hindurch, sondern bewege den ganzen Körper ein
Stückchen nach vorne. Anfang und Ende des Stabes bleiben also
immer gleich weit von einander entfernt.

Die Klingel müsste meiner Meinung nach zur selben Zeit läuten.

wenn du etwas schiebst, was länger ist als die polizei erlaubt, dann bedeutet das, dass das signal, dass du am anfang schiebst, aufgrund der trägheit nur mit maximal schallgeschwindigkeit richtung ende wandert.
schiebst du mit überschall und es wäre eine unknickbare stange, macht das die stange nur bis dahin mit, bis die dämpfung die stange irgendwo auf unterschall bringt.
man bräuchte eine stange mit elastizitätsmodul 0, die euler nie in seine finger bekam und einstein ignorierte…dann vielleicht.

Ja, die Stange bewegt sich sehr langsam, meinetwegen mit 1m/min nach vorne.
Die Geschwindigkeit ist nicht das was ich meine, sondern die Information (Klingel klingelt durch Schub der Stange) ist innerhalb weniger Sekunden ein Lichtjahr entfernt verfügbar.
Also wäre die Information schneller als das Licht am Ende der Stange. Natürlich ist die Konstruktion unmöglich, aber das Prinzip Informationen können nicht schneller als das Licht sein, scheint hier nicht zuzutreffen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Bewegung setzt sich in der Stange mit deren
Schallgeschwindigkeit fort und die ist viel langsamer als das
Licht.

Ja, die Stange bewegt sich sehr langsam, meinetwegen mit
1m/min nach vorne.

Nein, nicht die Stange, sondern nur ein Teil der Stange. Der Impuls, den Du vorn hinein steckst, pflanzt sich in der Stange als Schallwelle fort und die bewegt sich nun einmal nur mit Schallgeschwindigkeit.

Natürlich ist die Konstruktion unmöglich, aber das
Prinzip Informationen können nicht schneller als das Licht
sein, scheint hier nicht zuzutreffen.

Hallo,
mit einer Unmöglichkeit begründest du eine Möglichkeit?
Grüße
Ulf

Hallo,

Ja, die Stange bewegt sich sehr langsam, meinetwegen mit
1m/min nach vorne.

Nein. Nur das Ende, das Du anstößt, bewegt sich. Die Elastizität der Stange bewirkt, dass die Bewegung zunächst mal die Stange staucht. Diese Stauchung bewegt sich mit Schallgeschwindigkeit die Stange entlang. Und das ist dann auch die Geschwindigkeit der Information.

Wenn Du nun davon ausgehst, eine Stange zu basteln, die absolut starr ist, hättest Du ein Gebilde, in dem die Schallgeschwindigkeit über der Lichtgeschwindigkeit läge. Und das ist noch niemand gelungen, weil es schlicht unmöglich ist. Was man sich auch überlegen kann, wenn man die Stange mal auf atomarer Basis anschaut - die einzelnen Atome müssten ja völlig starr sein. Nicht nur starr miteinander gekoppelt, sondern auch unelastisch in sich selber. Aber auch die Kräfte, die das Atom zusammenhalten, breiten sich nur mit Lichtgeschwindigkeit aus.
Gruß
loderunner

Hi,

Fernerhin ist bekannt, daß es mindestens eine Übertragungsart
im Weltall gibt, die schneller als das Licht funktioniert -
und zwar hat sie der Theoretiker D. Adams bereits in den
70’ern
nachgewiesen.

Quellen bitte, Nachweise!

Hallo,

Fernerhin ist bekannt, daß es mindestens eine Übertragungsart
im Weltall gibt, die schneller als das Licht funktioniert -
und zwar hat sie der Theoretiker D. Adams bereits in den
70’ern nachgewiesen.

Quellen bitte, Nachweise!

das dreibändige Werk gilt als Pflichtlektüre für Studenten der Naturwissenschaften, weshalb es häufig nachgedruckt wurde. Eine englischsprachige Gesamtausgabe aller fünf Teile gibt es etwa unter ISBN:0517149257 Buch anschauen.


PHvL

Hallo,

Fernerhin ist bekannt, daß es mindestens eine Übertragungsart
im Weltall gibt, die schneller als das Licht funktioniert -
und zwar hat sie der Theoretiker D. Adams bereits in den
70’ern nachgewiesen.

Quellen bitte, Nachweise!

das dreibändige Werk gilt als Pflichtlektüre für Studenten der
Naturwissenschaften, weshalb es häufig nachgedruckt wurde.
Eine englischsprachige Gesamtausgabe aller fünf Teile gibt es
etwa unter ISBN:0517149257 Buch anschauen.

…, dass das nicht Bestandteil eines Films von Monty Phyton war.