Hallo,
bitte klärt mich als Außenstehende mal auf, wie es in den Lehrerzimmern zugeht 
Bisher war ich immer der Meinung, wenn eine Klasse einem neuen Lehrer „übergeben“ wird, tauscht man unter Kollegen auch Infos aus. So kenne ich das zumindest in meinem Beruf, nur dass ich es mit erwachsenen Kunden zu tun habe.
Außerdem stelle ich mir vor, wäre ich Lehrer und bekäme neue Schüler, würde ich mir schon aus Neugier die Schulakten vornehmen und einen Blick hineinwerfen. In der Regel steht ja sowieso nur bei wenigen Schülern etwas besonderes drin, aber ich wäre „vorgewarnt“.
Ich denke dabei auch an wirklich wichtige Infos: Asthma, ADS, Klassenspringer, Wiederholer, Diabetes, usw.
Jetzt stelle ich - wie auch einige Bekannte von uns - fest, dass dies wohl gar nicht so gehandhabt wird.
Die KL meiner ältesten Tochter war völlig erstaunt, als sie in einem anderen Zusammenhang von einem „Knick“ in der Laufbahn erfuhr - und ich war erstaunt, dass sie das nicht wußte *g*. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, deswegen gleich ein Gespräch mit der KL zu suchen. In diesem Fall ist es nicht weiter schlimm, außerdem gab es einen Schulwechsel, kann also vorkommen, dachte ich.
Bei meiner jüngeren Tochter aber fand die Übergabe an derselben Schule statt, aber die aufnehmende Lehrerin wußte von den „speziellen“ Schülern auch nichts. Nicht missverstehen, ich meine jetzt nicht persönliche Sympathien oder negative Erfahrungen, dass Schüler XY nie die Hausaufgaben macht - DAS erfahren die neuen Lehrer ja aus dem Schulalltag
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Im Bekanntenkreis gab es dann noch Probleme mit dem Lehrer nicht bekannten Asthma (das aber in der Schulakte stehen müßte).
Findet denn so ein schlechter Informationsfluss statt ? Oder sind das Zufälle, wobei ich Fälle aus 4 Schulen kenne ?
Bedeutet das, dass ich eine chronische Krankheit bei jedem Lehrerwechsel persönlich nochmal ansprechen muss ? Das kostet doch sowohl Eltern als auch Lehrer unnötig Zeit, dazu gibt es doch die Schulakte, oder irre ich mich ?
Danke vorab, viele Grüße,
Inselchen
