Informationsfluss unter Lehrern

Hallo,

bitte klärt mich als Außenstehende mal auf, wie es in den Lehrerzimmern zugeht :wink:

Bisher war ich immer der Meinung, wenn eine Klasse einem neuen Lehrer „übergeben“ wird, tauscht man unter Kollegen auch Infos aus. So kenne ich das zumindest in meinem Beruf, nur dass ich es mit erwachsenen Kunden zu tun habe.

Außerdem stelle ich mir vor, wäre ich Lehrer und bekäme neue Schüler, würde ich mir schon aus Neugier die Schulakten vornehmen und einen Blick hineinwerfen. In der Regel steht ja sowieso nur bei wenigen Schülern etwas besonderes drin, aber ich wäre „vorgewarnt“.

Ich denke dabei auch an wirklich wichtige Infos: Asthma, ADS, Klassenspringer, Wiederholer, Diabetes, usw.

Jetzt stelle ich - wie auch einige Bekannte von uns - fest, dass dies wohl gar nicht so gehandhabt wird.

Die KL meiner ältesten Tochter war völlig erstaunt, als sie in einem anderen Zusammenhang von einem „Knick“ in der Laufbahn erfuhr - und ich war erstaunt, dass sie das nicht wußte *g*. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, deswegen gleich ein Gespräch mit der KL zu suchen. In diesem Fall ist es nicht weiter schlimm, außerdem gab es einen Schulwechsel, kann also vorkommen, dachte ich.

Bei meiner jüngeren Tochter aber fand die Übergabe an derselben Schule statt, aber die aufnehmende Lehrerin wußte von den „speziellen“ Schülern auch nichts. Nicht missverstehen, ich meine jetzt nicht persönliche Sympathien oder negative Erfahrungen, dass Schüler XY nie die Hausaufgaben macht - DAS erfahren die neuen Lehrer ja aus dem Schulalltag :wink:.

Im Bekanntenkreis gab es dann noch Probleme mit dem Lehrer nicht bekannten Asthma (das aber in der Schulakte stehen müßte).

Findet denn so ein schlechter Informationsfluss statt ? Oder sind das Zufälle, wobei ich Fälle aus 4 Schulen kenne ?

Bedeutet das, dass ich eine chronische Krankheit bei jedem Lehrerwechsel persönlich nochmal ansprechen muss ? Das kostet doch sowohl Eltern als auch Lehrer unnötig Zeit, dazu gibt es doch die Schulakte, oder irre ich mich ?

Danke vorab, viele Grüße,

Inselchen

Hallo Inselchen,

also, bin keine Lehrerin (noch nicht), dafür bekomme ich aber bei meinem Freund ein paar Sachen mit. Der arbeitet allerdings an einer englischen Schule. Bisher war es immer so, dass er von der Direktorin oder auch der ehemaligen Lehrerin solche Unterlagen bekommen hat. Also die Schulakten seiner neuen Klasse. Ausserdem noch einen Zettel wo Dinge draufstehen wie „B. sollte nicht mit C. zusammen sitzen“, „A. hat Schwierigkeiten in Englisch ist aber sehr gut in Mathe.“…
Ob er über die Krankheiten informiert wird, weiss ich nicht, ich nehme es aber mal an. Einfach aus Sicherheitsgründen oder weil auch verhaltensauffällige und (geistig) behinderte Kinder in seiner Klasse sind, die dann Unterstützung durch eine andere Lehrkraft während des Unterrichts bekommen.
Aber ob das in Deutschland auch so ist, weiss ich nicht.

Schönen Gruß
Kel

Hallo Inselchen,
da unsere beiden nun einige Schulwechsel hinter sich haben,
kann ich vielleicht ein bisschen aus dem Naehkaestchen plaudern.
Als wir im September zum ersten Mal bei einer deutschen Schule (wenn auch im Ausland) antraten, wurde grosses Aufhebens ueber die Schulakte gemacht. Sie kam versiegelt von der amerikanischen Schule (so wie sie auch versiegelt von der britischen zur amerikanischen Schule kam und vorher von der zimbabwischen). Noch nie haetten sie Kinder mit einer so dicken, ausfuehrlichen Schulakte bekommen. Da ich das nicht beurteilen konnte, habe ich nachgefragt, was da denn drin waere, was sonst nicht drin waere, und bekam die zwei dicken Packen in die Hand gedrueckt. Da war wirklich sehr viel Info drin - von Tests (bezuegl. Lernschwaechen und so - z.T. die Tests selbst, nicht nur die Auswertung), die alten Zeugnisse, besondere Vermerke (aber nicht disziplinarischer Natur, das waere nur der Fall gewesen bei sehr schlimmen Verfehlungen), Fehlzeiten (Blinddarmop). Bei der deutschen Schule total unbekannt.
Und obwohl unsere Jungs nur zu sechst in der Klasse sind, ist es scheinbar nicht normal, dass Infos wirklich zwischen den Lehrern ausgetauscht werden – ich hab inzwischen gemerkt, dass ich zu jedem Lehrer einzeln hinlaufen muss (sie sind in der 7. und haben nun also unterschiedliche Fachlehrer) und gewisse Sachen erklaeren. An den Reaktionen merke ich, dass das absolut unueblich ist und bei Siebtklaesslern bereits als gluckende Mutter ausgelegt wird.

Liebe Gruesse
Elke

Hallo,

bitte klärt mich als Außenstehende mal auf, wie es in den
Lehrerzimmern zugeht :wink:

Kalt, bei uns geht die Heizung nicht richtig, es sind immer nur ca. 17-18 Grad.

Bisher war ich immer der Meinung, wenn eine Klasse einem neuen
Lehrer „übergeben“ wird, tauscht man unter Kollegen auch Infos
aus. So kenne ich das zumindest in meinem Beruf, nur dass ich
es mit erwachsenen Kunden zu tun habe.

Nein, nicht unbedingt, das kann so sein aber nicht immer. Manchmal ist es auch gut, unvoreigenommen zu sein.

Außerdem stelle ich mir vor, wäre ich Lehrer und bekäme neue
Schüler, würde ich mir schon aus Neugier die Schulakten
vornehmen und einen Blick hineinwerfen. In der Regel steht ja
sowieso nur bei wenigen Schülern etwas besonderes drin, aber
ich wäre „vorgewarnt“.

Ich denke dabei auch an wirklich wichtige Infos: Asthma, ADS,
Klassenspringer, Wiederholer, Diabetes, usw.

Diese Ifos bekommst du nicht alle aus der Akte. Nur Verweise etc. stehen drin. Krankheiten stehen in der Regel nicht drin. Ist das nun gut oder schlecht? Ich habe kürzlich so nebenbei im Gespräch mit eionem familienmitglied eines Schülers erfahren, dass er Epileptiker ist. Ich wäre froh, wenn ich so etwas vorher wüsste und nicht erst nach ein paar Monaten, nachdem ich den Schüler bereits habe. Leider fanden es die Eltern und der Schüler offenbar nicht notwendig, mich darüber zu informieren.

Jetzt stelle ich - wie auch einige Bekannte von uns - fest,
dass dies wohl gar nicht so gehandhabt wird.

Die KL meiner ältesten Tochter war völlig erstaunt, als sie in
einem anderen Zusammenhang von einem „Knick“ in der Laufbahn
erfuhr - und ich war erstaunt, dass sie das nicht wußte *g*.
Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, deswegen gleich ein
Gespräch mit der KL zu suchen. In diesem Fall ist es nicht
weiter schlimm, außerdem gab es einen Schulwechsel, kann also
vorkommen, dachte ich.

Bei einem Schulwechsel erfähjrt man so gut wir nichts über das „Vorleben“ der Schüler. Ich sehe auch keine Noten der zuführenden Schule.

Bei meiner jüngeren Tochter aber fand die Übergabe an
derselben Schule statt, aber die aufnehmende Lehrerin wußte
von den „speziellen“ Schülern auch nichts. Nicht
missverstehen, ich meine jetzt nicht persönliche Sympathien
oder negative Erfahrungen, dass Schüler XY nie die
Hausaufgaben macht - DAS erfahren die neuen Lehrer ja aus dem
Schulalltag :wink:.

Im Bekanntenkreis gab es dann noch Probleme mit dem Lehrer
nicht bekannten Asthma (das aber in der Schulakte stehen
müßte).

Wie kommst du denn darauf? Warum müsste das dort stehen?

Findet denn so ein schlechter Informationsfluss statt ? Oder
sind das Zufälle, wobei ich Fälle aus 4 Schulen kenne ?

Meiner Meinung nach völlig normal. Wäre es anders würden sich vielleicht viele Eltern über den Datenstaat und Schnüffelie beschweren.

Bedeutet das, dass ich eine chronische Krankheit bei jedem
Lehrerwechsel persönlich nochmal ansprechen muss ? Das kostet
doch sowohl Eltern als auch Lehrer unnötig Zeit, dazu gibt es
doch die Schulakte, oder irre ich mich ?

Ja, genau das bedeutet es. Woher bitte soll ich als aufenehmede Schule wissen, was die abgebende Schule weiss. Ich habe keine Ahnung, wer Diabetiker und Epileptiker usw. ist.

Hallo Inselchen!

Wie der Informationsfluss funktioniert, das hängt nach unseren Erfahrungen deutlich vom Lehrer ab.

Es gibt Exemplare, die bekommen noch nicht mal das Eintragen der Entschuldigungen bei Krankheit geregelt, während andere Lehrer darin sehr sorgfältig sind.

Unser Sohn hat mittlerweile diverse Lehrerwechsel hinter sich, wir hatten meistens engagierte Lehrer, die sich auf dem „kleinen Dienstweg“ (Kaffeepause im Lehrerzimmer) austauschten.

Allerdings denke ich, dass es Aufgabe der Eltern sein muss, die Lehrer z.B. über chronische Erkrankungen/Medikation/Besonderheiten zu informieren.

Wobei ich persönlich es in unserem Fall von der Situation bzw. Person des Lehrers abhängig mache, ob ich etwas vom ADS unseres Sohnes sage oder nicht.

Grundsätzlich meine ich aber, dass z.B. Epilepsie, Diabetes, Herzerkrankungen, schwere Allergien etc. und andere, ggf. lebensbedrohliche Erkrankungen unbedingt sowohl in der Schulakte stehen müssen, als auch jedem Lehrer des Kindes sofort gesagt werden sollten!

Angelika

Hallo Michael,

laß mich jetzt doch bitte noch mal wiederholen…

Informationen aus der vorhergehenden Schule stehen nicht in eurer Schulakte, werden auch nicht übernommen - alles, über was ich die vorhergehende Schule informiert habe, Krankheiten, Lernschwächen o.ä. muß ich also an jeder neuen Schule wieder erwähnen… das wird dann in dieser Schulakte notiert und ist fürdie Lehrkräfte einsehbar.

Wie ist es aber nun beim schulinternen normalen Klassenwechsel von sagen wir Klasse 5 in Klasse 6… Muß ich da dann auch wieder kommen und alles erzählen oder wird das dann weitergegeben? Wie sieht es innerhalb einer Klasse aus? Weiß der Religionslehrer, was der Chemielehrer, was der Englischlehrer über z.B. die Krankheiten der Schüler weiß?

Weil - dann kann ich ja gleich ein Dossier anlegen, kopieren und am Schuljahresanfang an jede Lehrkraft übergeben - kein Thema, mach ich, ich muß es nur wissen… (Erklärungsversuch: meine kleine Tochter ist seit sie 4 Jahre ist Diabetikerin. Und, daß eine Lehrkraft das nicht weiß, geht gar nicht! Der Sohn meiner Freundin ist Legastheniker, das müssen die Lehrer auch wissen…)

Viele fragende Grüße

Uschi

Hallo,

bitte klärt mich als Außenstehende mal auf, wie es in den
Lehrerzimmern zugeht :wink:

Kalt, bei uns geht die Heizung nicht richtig, es sind immer
nur ca. 17-18 Grad.

Bisher war ich immer der Meinung, wenn eine Klasse einem neuen
Lehrer „übergeben“ wird, tauscht man unter Kollegen auch Infos
aus. So kenne ich das zumindest in meinem Beruf, nur dass ich
es mit erwachsenen Kunden zu tun habe.

Nein, nicht unbedingt, das kann so sein aber nicht immer.
Manchmal ist es auch gut, unvoreigenommen zu sein.

Außerdem stelle ich mir vor, wäre ich Lehrer und bekäme neue
Schüler, würde ich mir schon aus Neugier die Schulakten
vornehmen und einen Blick hineinwerfen. In der Regel steht ja
sowieso nur bei wenigen Schülern etwas besonderes drin, aber
ich wäre „vorgewarnt“.

Ich denke dabei auch an wirklich wichtige Infos: Asthma, ADS,
Klassenspringer, Wiederholer, Diabetes, usw.

Diese Ifos bekommst du nicht alle aus der Akte. Nur Verweise
etc. stehen drin. Krankheiten stehen in der Regel nicht drin.
Ist das nun gut o

der schlecht? Ich habe kürzlich so nebenbei

im Gespräch mit eionem familienmitglied eines Schülers
erfahren, dass er Epileptiker ist. Ich wäre froh, wenn ich so
etwas vorher wüsste und nicht erst nach ein paar Monaten,
nachdem ich den Schüler bereits habe. Leider fanden es die
Eltern und der Schüler offenbar nicht notwendig, mich darüber
zu informieren.

Jetzt stelle ich - wie auch einige Bekannte von uns - fest,
dass dies wohl gar nicht so gehandhabt wird.

Die KL meiner ältesten Tochter war völlig erstaunt, als sie in
einem anderen Zusammenhang von einem „Knick“ in der Laufbahn
erfuhr - und ich war erstaunt, dass sie das nicht wußte *g*.
Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, deswegen gleich ein
Gespräch mit der KL zu suchen. In diesem Fall ist es nicht
weiter schlimm, außerdem gab es einen Schulwechsel, kann also
vorkommen, dachte ich.

Bei einem Schulwechsel erfähjrt man so gut wir nichts über das
„Vorleben“ der Schüler. Ich sehe auch keine Noten der
zuführenden Schule.

Bei meiner jüngeren Tochter aber fand die Übergabe an
derselben Schule statt, aber die aufnehmende Lehrerin wußte
von den „speziellen“ Schülern auch nichts. Nicht
missverstehen, ich meine jetzt nicht persönliche Sympathien
oder negative Erfahrungen, dass Schüler XY nie die
Hausaufgaben macht - DAS erfahren die neuen Lehrer ja aus dem
Schulalltag :wink:.

Im Bekanntenkreis gab es dann noch Probleme mit dem Lehrer
nicht bekannten Asthma (das aber in der Schulakte stehen
müßte).

Wie kommst du denn darauf? Warum müsste das dort stehen?

Findet denn so ein schlechter Informationsfluss statt ? Oder
sind das Zufälle, wobei ich Fälle aus 4 Schulen kenne ?

Meiner Meinung nach völlig normal. Wäre es anders würden sich
vielleicht viele Eltern über den Datenstaat und Schnüffelie
beschweren.

Bedeutet das, dass ich eine chronische Krankheit bei jedem
Lehrerwechsel persönlich nochmal ansprechen muss ? Das kostet
doch sowohl Eltern als auch Lehrer unnötig Zeit, dazu gibt es
doch die Schulakte, oder irre ich mich ?

Ja, genau das bedeutet es. Woher bitte soll ich als
aufenehmede Schule wissen, was die abgebende Schule weiss. Ich
habe keine Ahnung, wer Diabetiker und Epileptiker usw. ist.

Hi Uschi,
bei so etwas Gravierendem wie Diabetes wuerde
ich wirklich jeden Lehrer einzeln informieren und
auch nachhaken, ob die wirklich wissen, was das in
der Praxis heisst. Der Sohn einer Freundin - auch
Diabetiker - ist schon mal umgekippt (Koma), weil
eine Lehrerin ihn zu Sport ohne Drink/Essen gezwungen
hat („Jetzt stell dich nicht so an!“)
Aber auch Legasthenie wuerde ich jedem Lehrer erzaehlen -
BEVOR die erste Klassenarbeit runterbenotet wurde und man
um die Anerkennung der Legasthenie kaempfen muss.

Gruesse
Elke

Hallo Elke,

zur Zeit, sie ist jetzt 8, ist das auch kein Problem mehr, sie hat jetzt eine wirklich engagierte und kompetente Lehrerin - und ich? ich erzähl es jedem der es hören will, oder auch nicht, in der Schule (die sind mittlerweile auch fast alle geschult!)… Problematisch wird es dann, wenn’s Kind die „Nullbock“-Phase, die wohl die meisten jugendlichen Diabetiker durchmachen, erreicht, irgendwann zwischen 10 und 15 Jahren - und mir androht mich zu enterben, wenn ich in der Schule auftauche! Es wird auch von allen wissenden Stellen empfohlen, das Kind das selbst regeln zu lassen (wenn’s irgend geht zumindest). Da wäre es halt schön, es hätte sich in der jeweiligen Schule schon rumgesprochen, daß das Kind das hat und ich muß nicht vor der gesammelten Klasse da auftauchen - das wär ja so was von peinlich für’s Kind :wink: und ich laufe nur noch zu den entsprechenden neuen Lehrkräften.

Das mit der Legasthenie ist auch so eine Sache. Meine Freundin hat die entsprechende (ich nenn’s jetzt mal) Bescheinigung abgegeben und dennoch wußte zwar der Zuständige in der Schule, nicht aber der Deutschlehrer, oder der Englischlehrer Bescheid - geschweige denn die anderen Lehrkräfte. Jeden einzeln? Auch das muß man wissen.

Aber nun gut - wir machen uns kundig und setzen uns mit den Lehrern auseinander. Überwiegend sind diese auch wirklich verständnisvoll/interessiert. Wir hatten aber auch schon ganz andere Fälle…:frowning:

Deswegen fand ich die Frage, was so „abgeht“ im Lehrerzimmer auch so interessant :wink:.

Danke für Deine Antwort und hoffentlich kippt meine „Süße“ nie um…
(Geht’s dem Sohn Deiner Freundin jetzt wieder gut?)

Liebe Grüße

Uschi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Michael,

danke für die Infos :wink:

Manchmal ist es auch gut, unvoreigenommen zu sein.

Das sehe ich absolut ein wenn es darum geht, dass Schüler X der Klassenclown ist, Schülerin Z immer abschreibt und ähnliches - jeder Schüler sollte auch die Chance haben, aus seiner Schublade herauszukommen. Mir ging es aber primär nicht um solche Infos, zumal sie reichlich subjektiv sind.

Diese Ifos bekommst du nicht alle aus der Akte. Nur Verweise
etc. stehen drin. Krankheiten stehen in der Regel nicht drin.
Ist das nun gut oder schlecht? Ich habe kürzlich so nebenbei
im Gespräch mit eionem familienmitglied eines Schülers
erfahren, dass er Epileptiker ist. Ich wäre froh, wenn ich so
etwas vorher wüsste und nicht erst nach ein paar Monaten,
nachdem ich den Schüler bereits habe. Leider fanden es die
Eltern und der Schüler offenbar nicht notwendig, mich darüber
zu informieren.

Du interpretierst das nun als Nachlässigkeit der Eltern, denn sie hätten Dich informieren müssen. Ich war bisher davon überzeugt, dass so etwas in der Schulakte steht. Möglicherweise hätte ich den KL meines Kinder darüber aufgeklärt, aber kann ich dann sicher sein, dass alle Fachlehrer informiert sind (das fragen sich ja wohl noch mehr Eltern) ?

Bei einem Schulwechsel erfähjrt man so gut wir nichts über das
„Vorleben“ der Schüler. Ich sehe auch keine Noten der
zuführenden Schule.

Ich bin da etwas zwiespältig, wie ich das finden soll *grübel*.

Im Bekanntenkreis gab es dann noch Probleme mit dem Lehrer
nicht bekannten Asthma (das aber in der Schulakte stehen
müßte).

Wie kommst du denn darauf? Warum müsste das dort stehen?

Ich bin nur 'ne Mutter *g*, ich habe noch nie eine Schulakte gesehen.

Findet denn so ein schlechter Informationsfluss statt ? Oder
sind das Zufälle, wobei ich Fälle aus 4 Schulen kenne ?

Meiner Meinung nach völlig normal. Wäre es anders würden sich
vielleicht viele Eltern über den Datenstaat und Schnüffelie
beschweren.

Das mag sein, so habe ich es noch nicht betrachtet.

Bedeutet das, dass ich eine chronische Krankheit bei jedem
Lehrerwechsel persönlich nochmal ansprechen muss ? Das kostet
doch sowohl Eltern als auch Lehrer unnötig Zeit, dazu gibt es
doch die Schulakte, oder irre ich mich ?

Ja, genau das bedeutet es. Woher bitte soll ich als
aufenehmede Schule wissen, was die abgebende Schule weiss. Ich
habe keine Ahnung, wer Diabetiker und Epileptiker usw. ist.

Damit ist meine Frage geklärt. Ein „Dossier“, wie jemand anderes vorgeschlagen hat, ist vielleicht gar nicht so abwegig :wink:. Den Sinn einer Schulakte kann ich allerdings dann nicht erkennen.

Viele Grüße,

Inselchen

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Hallo Uschi,

Klingt schon gut, wie ihr das anpackt. Man muss halt in diesem Fall als Eltern wirklich ein bisschen mehr darauf achten.
Ich verstehe die Angst vor der „Rebellenphase“ - aber was in dieser Zeit der Kontakt zur Schule betrifft, so merke ich erst jetzt so langsam, wie unterschiedlich das in Deutschland zu den internationalen SChulen, die ich bisher kannte, gehandhabt wird. Meine Soehne sind zwar auch nicht mehr soooo begeistert, wenn ich an der Schule bin, aber da viele Muetter dort stundenweise mithelfen, ist es mehr oder weniger normal (im Gegenteil, trotz allem Gemotze finden sie es auch cool, dass die Mutter mit den Lehrern per Du ist und die groesseren Schueler sie kennen). Und gerade in so einer Atmosphaere kann man einfach schnell abchecken, wenn was schieflaeuft - ganz anders an der deutschen Schule, die zum Teil schon so laeuft, dass man den Eindruck hat: Eltern werden nur als Stoerpotential gesehen.

Viel Glueck des WEiteren
Elke

PS: Ja, dem Jungen geht es wieder gut – war ja schon 10 Jahre her. ABer nach dem „Un/Umfall“ hatten die Lehrer in der Schule einen Mordsrespekt und es wurden fuer alle Lehrer eine Infoveranstaltung gehalten und zwar zu Beginn jeden Jahres.

Hallo,

Du interpretierst das nun als Nachlässigkeit der Eltern, denn
sie hätten Dich informieren müssen. Ich war bisher davon
überzeugt, dass so etwas in der Schulakte steht.
Möglicherweise hätte ich den KL meines Kinder darüber
aufgeklärt, aber kann ich dann sicher sein, dass alle
Fachlehrer informiert sind (das fragen sich ja wohl noch mehr
Eltern) ?

Ich habe nur Schüler aus einer zuführenden Schule. Diese meldet an und grantiert keine Krankheiten und dergleichen weiter. Wir sind ja immerhin zwei völlig verschiedene Schulen, teilweise sogar in verschiedenen Bundesländern.

Bei einem Schulwechsel erfähjrt man so gut wir nichts über das
„Vorleben“ der Schüler. Ich sehe auch keine Noten der
zuführenden Schule.

Ich bin da etwas zwiespältig, wie ich das finden soll
*grübel*.

Vermutlich sind die Noten irgendwo bei uns an der Schule bekannt, ohne die gäbe es ja keine Aufnahme, da ein Schnitt von so und so verlangt wird. Aber ICH als KL sehe nur ein Datenblatt. Adresse, Geburtstdatum, Bisherige Schule, Ansprechperson. Das war es. Wenn es ein Wiederholer ist, dann sehe ich natürlich sämtliche Androhungen des vergangenen Jahres, z. B. angedrohter Schulausschluss. Ich sehe auch wenn ein Kind im Heim war, das Jugenamt aktiv wurde oder dergleichen. ABER: Warum das Kind ihm Heim war, das erfahre ich nicht. Ich kann es auch nur indirekt aus Unterlagen entnehmen.

Ich bin nur 'ne Mutter *g*, ich habe noch nie eine Schulakte
gesehen.

Tja, das ist nicht so ausführlich wie du denkst.

Damit ist meine Frage geklärt. Ein „Dossier“, wie jemand
anderes vorgeschlagen hat, ist vielleicht gar nicht so abwegig
:wink:. Den Sinn einer Schulakte kann ich allerdings dann nicht
erkennen.

Der Sinn ist schon klar, ich muss ja wissen, wen ich vor mir habe. Wie alt etc. Vielleicht machen andere Schulen eine ausführlichere Akte, kann ich mir aber höchstens im Grundschulbereich doer dergleichen vorstellen. Bei uns im Sekundarbereich II wäre es sich nicht angebracht reinzuschreiben, ob Schüler XY verhaltensauffällig ist oder nicht. Das merke ich sehr schnell.

M. Schm.

Tip (so war’s bei mir)
Hallo zusammen,

ich bin zwar kein Lehrer und nun auch kein Schüler mehr, kann aber dennoch von der sehr geglückten Lösung an meiner alten Schule berichten:
Dort gab es neben der normalen Schulakte noch eine Krankenakte, in der die Schüler oder deren Eltern einmal zu Beginn der Schulzeit bestehende chronische Erkrankungen, Allergien, etc. angegeben haben (oder eben später, falls noch was dazu kommen sollte). Diese Akten wurden im Sekretariat aufbewahrt, um im Notfall diese Akte auch den Schulsanitätern (ebenfalls Schüler) zugänglich zu machen. Da diese Akten im PC verwaltet wurden, bekam jeder Lehrer zu Beginn des Schuljahres eine Notiz, ob er Schüler mit einem Eintrag in der „Krankenakte“ hatte. Ob er diese Info dann auch nutzte, war seine Sache.

Das fand ich echt ein gutes Szstem!!

Grüsse, Nina