Infos über Katzen für Anfänger

Hallo,

ich überlege mir schon seit längerer Zeit, ob ich mir eine Katze zulege.
Leider habe ich überhaupt keine Erfahrung mit Haustieren und möchte mich vorher informieren, was da so alles auf mich zukommen kann, und was ich beachten muss.
Deshalb meine Frage:
Habt ihr irgendwelche brauchbaren Literaturtipps oder Internetseiten zum Thema Katzenhaltung für Anfänger?
Ich habe natürlich auch schon ein bisschen gegoogelt, aber die Informationen waren bisher entweder total abschreckend (hier bei www: Katzen „übergeben“ sich auf dem Balkon, kratzen überall, wo es etwas zu kratzen gibt) oder vollkommen euphorisch. Deswegen würden mir etwas neutrale Berichte (wenn ihr versteht, was ich meine) ganz gut tun.

Vielen Dank für eure Hilfe,
Booze

Hi

Habt ihr irgendwelche brauchbaren Literaturtipps oder
Internetseiten zum Thema Katzenhaltung für Anfänger?
Ich habe natürlich auch schon ein bisschen gegoogelt,

Hast Du Dir auch die FAQs in diesem Brett angesehen?
Da findest Du eine Menge zum Thema Katzen. In der FAQ:2191 einiges an Literatur zur Katzenhaltung.

euphorisch. Deswegen würden mir etwas neutrale Berichte (wenn
ihr versteht, was ich meine) ganz gut tun.

Einige Katzenthreads sind ja noch hier im Brett nachzulesen. Als Einstieg zur Katzenhaltung ist es sicherlich nicht schlecht, wenn Du Dir diese zu Gemüte führst.
Denn da tauschen meist Sklaven von Katzen Erfahrungen aus, was für einen Anfänger u.U. auch interessant sein könnte.

Gruß
Edith

Denn da tauschen meist Sklaven von Katzen Erfahrungen aus, was
für einen Anfänger u.U. auch interessant sein könnte.

Sehr lustig :smile: Kürzlich schrieb irgendwo mal jemand, er gehöre zum „Personal einer Katze“…

Levay

Hi

Sehr lustig :smile: Kürzlich schrieb irgendwo mal jemand, er
gehöre zum „Personal einer Katze“…

Wobei Personal wenigstens etwas bezahlt bekommt.

Der Katzensklave dagegen darf hingegen zahlen *g*

Was er aber gerne macht, denn die Fellnasen belohnen die Bemühungen ab und zu mit Schmeicheleinheiten :wink:

Gruß
Edith
*teilzeitkatzensklave*

was da so alles auf mich zukommen kann

Ganz einfach: Du wirst das Drecksvieh hassen wie die Pest, aber wenn Du grade ausholst um danach zu treten, glotzt es Dich an und Du wirst wieder weich. :smile:

Hallo Katzenfreunde,

Sehr lustig :smile: Kürzlich schrieb irgendwo mal jemand, er
gehöre zum „Personal einer Katze“…

Wobei Personal wenigstens etwas bezahlt bekommt.
Der Katzensklave dagegen darf hingegen zahlen *g*

ihr wisst doch, was Tucholsky gesagt hat:

„die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun.“ [K. Tucholsky, Der Katzentrust]
hier nachzulesen:
http://www.textlog.de/tucholsky-katzentrust.html

Viele Grüsse an alle Katzen und ihre Sklaven
Klaus Bernstein

Hallo zukünftiger Knecht :wink:

Mache es doch ganz einfach. Gehe dort hin wo viele Katzen sind. Eine Katze sucht dich aus, und nimmt dich als neue Katzenmama, auch wenn Du ein Mann sein solltest. Damit ist schon geklärt wer ab sofort das Sagen hat.

Der Spruch, “Hunde haben ein Herrchen, Katzen ihre Angestellten“, sollte alles sagen.

An Literatur kannst Du lesen was Du willst, deine Katze ist doch ganz anders, also vergiss es einfach, mit einer Ausnahme. Gehst Du in ein fremdes Land, lernst Du die Sprache, hast Du eine Katze, musst Du ihre Sprache lernen, darüber kaufst Du dir ein Buch. Katzen drücken viel mit ihren Körper und vor allem ihren Ohren und Schwanz aus. Tauschen Körpergerüche aus. Katzen wollen wie Katzen behandelt werden, nicht wie Menschen.

Was Du anschaffen musst kann dir ein Zoohändler sagen, hängt auch davon ab ob es eine Hauskatze ist, oder ob sie Freilauf hat ( erst nach mindestens einer Woche ). Kaufe Futter, aber verschiedene Sorten, aber nicht viel, das Schleckermaul frisst nicht alles. Denk dran Du wirst erzogen das richtige Futter zu besorgen. Sagt ob sie Trockenfutter mag, oder überhaupt nicht, oder doch nass und trocken.

Katzenspielzeug, meine Drei haben keine Lust damit zu spielen, die spielen mit dem was sie wollen, z.B. mit meinem alten Gürtel. Sie suchen sich das Spielzeug, und wenn es ein Socken ist. Also ruhig mal etwas liegen lassen was sich eignen könnte. Sehr beliebt sind auch Körbe und Kartons wo sich die Herrin reinschnuckeln kann.

Das war es eigentlich, wo Du Sisalmatten aufhängen musst, sagt dir die Katze und den Rest auch noch, wenn Du ihre Sprache verstehst.

Solange Du dich der Katze unterordnest ist alles bestens, und überhaupt nicht kompliziert.

Gruß

hartmut

Hallo Booze,
also wer sich ein Tier anschafft, muss sich ganz klar über Dreck in der Wohnung sein. Seien es nun Haare oder die nassen Pfoten bei Freigängern die im Regen Heim kommen, Dreck gibt es immer. Außerdem leiden bei manchen Tieren Möbel und Tapeten…ABER meine Tiere geben mir soviel, ich möchte nicht einen missen müssen…das entschädigt mich für alles…
Wichtig ist wo und wie Du wohnst, ob Du Freigang gewähren kannst und willst, oder nur eine reine Wohnungskatze, die es auch gibt. Und zu Zweit ist Katzenhaltung eigentlich besser, es sei denn, Du entscheidest Dich für einen Einzelgänger aus dem Tierheim.
Viel Spass mit dem neuen Famillienmitglied :wink:
Margit

Im Herbst 2002 haben wir eine etwa 6 Monate alte Streunerin aufgenommen. Eine äußerst hübsche dreifarbige Katze. Sie folgt uns inzwischen fast wie ein Hund (außer es raschelt im Gebüsch). Sie mag uns, aber besteht auf ihrem Recht auf Freiheit. Sie hat Freigang (aufgrund des starken Lastverkehrs zum Betrieb am Ende der Straße nur nach Feierabend). Sie hat nur einmal ins Haus gekotzt. Da war ich morgens etwas hektischer als sonst und sie war irritiert und hat ihr Frühstück geschlungen. Und dann hat sie es direkt vor mich auf die Arbeitsfläche neben der Spüle gekotzt. Inzwischen hat sie sich daran gewöhnt, dass es auch mal hektischere Tage gibt. Sie braucht aber dennoch beim Fressen ihre Ruhe. Wir bemühen uns, nicht an ihr vorbeizulaufen, wenn sie frisst. Ich liebe sie, bin insofern wie die meisten Katzenhalter absolut euphorisch. Aber sie macht auch Dreck, wenn sie draußen mal wieder durch einen Bagger spaziert ist und mit Öl und Diesel eingeschmiert ist, durch Schlamm gerannt ist und dann wieder rein kommt und es sich im Wäschekorb auf der frisch gewaschenen Wäsche gemütlich macht oder direkt auf das Bett springt. Sie kratzt an der Tapete, auf den Sitzflächen unserer Stühle und würde auch am neuen Sofa kratzen, wenn wir das nicht unterbinden würden. Sie sagt mir, wann sie kuscheln, wann sie fressen und wann sie raus will. Sie hat mir sogar schon mal befohlen, ins Bett zu gehen, weil sie unbedingt dort unter der Decke an meinem Bauch liegen wollte. Das hat mich doch schon ziemlich beeindruckt.

Ein halbes Jahr, nachdem wir sie (oder sie uns) adoptiert hatte(n), wollten wir ihr einen Spielgefährten geben und haben aus dem Tierheim einen kleinen roten Kater geholt (13 Wochen alt). Erst war sie stinkig, dann hat sie mit ihm gespielt. Dann kam er in die Pubertät und sie wurde krank. Sie wurde gesund gepflegt, er wurde kastriert (sie wurde kastriert, als sie ein viertel Jahr bei uns war). Es hat sich dann herausgestellt, dass wir ihr keinen Gefallen taten mit dem Katerchen. Sie mag andere Katzen nicht. Ist nach „Feindkontakten“ draußen (z. B. mit dem jungen Nachbarskater) immer sehr gestresst und faucht dann unseren Kater an, wenn er nur in Sichtweite kommt. Aber ansonsten haben sich die beiden arrangiert und sich draußen das Territorium aufgeteilt. Sie spielen nur nicht miteinander. Der Kater kotzt übrigens sehr oft, mal auf die Terrasse, mal vor’s Bett, mal in den Keller, mal ins Wohnzimmer. Er ist extrem verfressen und lernt es einfach nicht, dass die Moschussekrete von Waldspitzmäusen dieselben ungenießbar machen. Er klaut uns auch das Essen vom Tisch, frisst sehr gern schwefelhaltiges (getrocknete Früchte, Möhren, Radieschen, Meerrettich, Paprika, etc.). Er nagt an Brot und Kuchen und eigentlich ist nichts vor ihm sicher (außer normales Obst). Aber wir vergöttern ihn. Wenn nichts Essbares in der Nähe ist, kann man alles mit ihm machen. Er lässt sich am Bauch kraulen, fängt sofort an zu schnurren und die Augen zu schließen, wenn er hochgehoben wird und ist zudem noch wunderschön. Und man kann ihn dressieren, weil er so verfressen ist. Er beherrscht die Kommandos „sitz!“ und „Männchen!“.

Bei der nächsten Renovierung werden die Zimmer etwas katzenfreundlicher gestaltet: An den typischen Kratzstellen werden große Sisalkratzbretter angebracht, in der Hoffnung, dass sie lieber am Sisal als an der nach frischer Farbe riechenden Tapete kratzen. Kaufen wir neue Möbel, denken wir auch an Rückzugsmöglichkeiten für die Katzen (beim neuen Sofa eben Kratzbaum mit vielen Aussichtsplattformen und so ein Höhlentürmchen in der Nähe, damit die Katzen ihre eigenen Orte hat und nicht das Sofa als ihren Liegeplatz annehmen).

Wir haben zwei Katzenklos, bislang zwei Kratzbäume, zwei Höhlentürme und jede Menge Spielzeug. Wir haben zwei getrennte Futterplätze. Für den Kater im Flur und für die Katze in der Küche. Der Kater hat absolutes Küchenverbot (weil halt nichts vor ihm sicher ist). Er kann Türen öffnen, selbst wenn die Klinke nach oben gestellt ist. Er würde sicher auch lernen, wie man normale Küchenschränke öffnet. Die Küche ist immer abgeschlossen, wenn wir nicht in der Küche sind. Das bedeutet für die Katze, dass sie eingeschlossen ist, wenn sie frisst, und für uns, dass wir sie dort nie vergessen dürfen, weil sie sonst eventuell dort irgendwohin sich erleichtern muss. Aber es ist ihr immer noch lieber, als dauernd von uns oder dem Kater gestört zu werden. Sie hat die Küche als Rückzugsgebiet akzeptiert, in das der Kater nicht darf. Sie möchte auch manchmal hinein, obwohl sie nicht fressen will. Ansonsten wollen die Katzen aber fast immer in demselben Raum sein wie wir.

Bis denne
Schnoof

oT: im ‚Original‘
Häufig gesehen auf Plaketten:

_ Dogs have owners, cats have staff. _

Hallo zurück,

Katzen sind die besseren Juristen.

Mein Kater z.B. hat erst lange nicht akzeptiert, dass er nicht auf den Küchentisch durfte. Relativ schnell hat er kapiert das zu lassen, wenn ich in der Küche bin. „Du hast mir nicht gesagt, dass das auch gilt, wenn du nicht dabei bist…“ war danach die Ausrede. Also gut, umformuliert, es klappte dann, auch wenn ich nicht da war.
Dann ist meine damalige Freundin eingezogen. Neues Spiel. „Wieso, du hast nicht gesagt, dass das auch gilt, wenn noch jemand in der Wohnung ist.“ Ok, neu formuliert.
Dann sind wir umgezogen. Zurück auf LOS, alles von vorn. „Wieso sollte klar sein, dass das auch in dieser Wohnung gilt?“ Wie gesagt, Katzen sind die besseren…

Mit anderen Worten: Konsequenz, Konsequenz, Konsequenz: dein Mantra für das Zusammenleben mit deiner neuen Katze.
Der Rest: Ihre Sprache lernen, denn sie wird sich weigern deine zu verstehen, wenn DU was von ihr willst. Wenn SIE was will, spricht sie perfekt Menschisch, ist doch klar.
Ansonsten probieren, die Welt aus ihren Augen zu sehen: womit wolltest du spielen an ihrer Stelle, was wäre lecker, was interessant? Wo würdest du raus oder reinschlüpfen als neugierige Katze usw.

Übrigens, eine Katze, die NIE mehr im Napf hat, als sie spontan frisst, wird nicht mäkelig. Wenn du versuchst, dir ihr Wohlwollen über Futter zu erkaufen, wird sie allerdings den Spieß umdrehen und dich mit dem Napf hinter ihr herkriechen lassen.

Übrigens ein sehr gutes Buch zum Thema:

„Die unverstandene Katze“
http://www.amazon.de/Die-unverstandene-Katze-Ferdina…

Knecht :wink:

Der Spruch, “Hunde haben ein Herrchen, Katzen ihre
Angestellten“, sollte alles sagen.

Solange Du dich der Katze unterordnest ist alles bestens, und
überhaupt nicht kompliziert.

Das seh ich entschieden anders! :wink: Unterordnung muss nun wirklich nicht sein, gesunder gegenseitiger Respekt und Achtung voreinander sind m.E. die besten Voraussetzungen für das Entstehen von Liebe zwischen Katze und Mensch.

Gruß
Burkh

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Er kann Türen öffnen, selbst wenn die
Klinke nach oben gestellt ist. Er würde sicher auch lernen,
wie man normale Küchenschränke öffnet. Die Küche ist immer
abgeschlossen, wenn wir nicht in der Küche sind.

Hallo,

so einen Kater haben wir auch der Türen aufmachen kann. Eine geschlossene Türe wird nicht akzeptiert.
Da es aber nicht sinnvoll ist das Katzen auch die Wohnungstüre aufmachen, haben wir dort die Klinke durch einen Drehknopf ersetzt. Ständig abschließen ist doch lästig.

Gruß

hartmut

Wenn du versuchst, dir ihr
Wohlwollen über Futter zu erkaufen, wird sie allerdings den
Spieß umdrehen und dich mit dem Napf hinter ihr herkriechen
lassen.

Kennst Du meine Frau? :wink:

Das seh ich entschieden anders! :wink: Unterordnung muss nun
wirklich nicht sein, gesunder gegenseitiger Respekt und
Achtung voreinander sind m.E. die besten Voraussetzungen für
das Entstehen von Liebe zwischen Katze und Mensch.

So extrem ist es natürlich nicht. Sie haben eben ihren eigenen Willen. Aber vieleicht mag ich deshalb Katzen so.

Gruß

hartmut

so einen Kater haben wir auch der Türen aufmachen kann. Eine
geschlossene Türe wird nicht akzeptiert.
Da es aber nicht sinnvoll ist das Katzen auch die Wohnungstüre
aufmachen, haben wir dort die Klinke durch einen Drehknopf
ersetzt. Ständig abschließen ist doch lästig.

Ja, schon, aber gerade die Küche betritt man oft mit einem Berg von Geschirr oder neuen Lebensmitteln in den Händen/Armen, und zumindest ich könnte dann keinen Drehknauf betätigen. Da belasse ich es lieber bei der Klinke. Bei der Haustür ist es kein Problem. Erstens hat der Kater noch nicht raus, wie man Türen öffnet, die sich nach innen öffnen, zweitens ist die Haustür einfach zu schwer für unseren Kleinen.

Bis denne
Schnoof

Hi,

raus, wie man Türen öffnet, die sich nach innen öffnen,
zweitens ist die Haustür einfach zu schwer für unseren
Kleinen.

man kann Türklinken auch hochkannt anbringen. Dann kann die Katze nicht mehr draufspringen, selber kann man sie aber mit dem Ellbogen aufmachen, wenn nötig. :smile:

Gruß
Cess

Danke!
Hallo,

vielen Dank für eure zahlreichen Beiträge.
Wenn ich mir das so recht überlege, dann bleibe ich wohl doch lieber Solo. Obwohl sie ja wirklich sehr süß sein können, befürchte ich, dass es mir schwer fallen würde, so bestimmte Eigenarten einer Katze zu ertragen (vor allem was das Kratzen an Möbeln, das überall herumspringen oder den Dreck betrifft).

Schöne Grüße,
Booze

Zitat aus meinem ersten Posting hier:
„Er kann Türen öffnen, selbst wenn die Klinke nach oben gestellt ist.“

Da hilft nix außer das Abschließen oder die Küche strengstens im Auge behalten. Er hat nach dem Senkrechtstellen einen Monat gebraucht, um Zufallstreffer zu landen, ein viertel Jahr später waren’s keine Zufallstreffer mehr.

Bis denne
Schnoof

Ups,

Zitat aus meinem ersten Posting hier:
„Er kann Türen öffnen, selbst wenn die Klinke nach oben
gestellt ist.“

übersehen - blödes Vieh. :smile:

Gruß
Cess

übersehen - blödes Vieh. :smile:

Oder besonders kluger Kater. :o) Jedenfalls weiß ich nun, dass es auch bei Katzen sowas wie Rechts- und Linkshänder gibt. Am Wohnzimmer steht die Klinke auch senkrecht. Dort muss man die Klinke nach links drücken (also mit der rechten Pfote treffen), in der Küche genau anders rum. Das Wohnzimmer hat er ratzfatz rausgehabt. Für die Küche hat er halt vier Monate gebraucht. Manchmal trifft er die Küchenklinke immer noch nicht richtig, aber er weiß genau, worauf es beim Bewegungsablauf ankommt.

Bis denne
Schnoof