Infos und Tipps zur ABI-Vorbereitung?

Hallo Ihr,

also ich habe jetzt alle Arbeiten geschrieben und fange jetzt an fürs Abitur in knapp 1 1/2 Monaten an zu lernen.

Ich wollte mal fragen, ob vielleicht wer Tipps und Tricks wüsste um so gut wie möglich lernen zu können?`

Also wie lernt oder habt Ihr fürs Abi gelernt?

usw.

Wenn jemand Tipps und Tricks wüsste, dann wäre ich sehr zufrieden.

Auf jeden Fall schon mal vielen Dank im Voraus,

euer Abiturient Andreas

Hi Andreas!

Um Dir genauer antworten zu können, wäre es eigentlich ganz gut zu wissen,
a) in welchem Bundesland Du Abi machst (-> zentrales Abitur?), und
b) in welchen Fächern? Was hast Du denn für Leistungs- und Grundkurse? (Oder wurde das schon wieder abgeschafft? Au weh… ist wohl doch schon länger her bei mir als ich wahrhaben will :wink:)

Also ich hab in Bayern Abitur gemacht, und obwohl es da angeblich schwieriger ist, hat das zentrale Abitur doch einen Vorteil: Man kann die Abi-Aufgaben der letzten zwanzig jahre gesammelt incl. Lösungen kaufen. (gleicher Verlag, von dem auch die Abit-Trainings-Bücher sind).
Ich habe dann für mein Abi in Bio und Mathe einfach stur die Abitur-Aufgaben der letzten Jahre durchgemacht. Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem sich die Aufgaben wiederholen. Dann kann eigentlich fast nix mehr schiefgehen. (Aber Achtung, dafür musst Du schon mit mehr als ein zwei Nachmittagen rechnen!!)
Das Ganze war auch insofern relativ effektiv, da man mit der Art der Aufgabenstellung vertraut wurde und außerdem noch ein Gefühl für die Zeit bekommen hat, die man zum bearbeiten braucht!

In den „geisteswissenschaftlichen“ Fächern wie Englisch und Deutsch hab ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz gewusst, was ich tun sollte… Englisch ist es ganz gut, wenn man vielleicht ein paar Bücher liest und anhand derer ein paar Übersetzungs-Übungen macht. In Deutsch sollte man sich vermutlich nochmal die Literaturgeschichte durchsehen…

Insgesamt noch ein Tip: Fang möglichst früh mit möglichst wenig Druck an. Mit der Zeit wirst Du so immer sicherer und kannst die regelmäßig unter den Schülern ausbrechende Massenpanik vor solchen Terminen ein wenig von außen belächeln :wink:

Hoffe, ich konnte Dir schon mal ansatzweise helfen,
viel Glück,
Norah

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Ich hab zwar „nur“ mein Fachabi gemacht (allerdings auch in Bayern), hab aber genau nach dem gleichen Prinzip gelernt.
Hab saemtliche Pruefungen die in den Abibuechern (muesste der Stark Verlag sein, wenn mich nicht alles taeuscht) drin waren geloest. In meinem Horrorfach Physik sogar zweimal komplett durch.
Wichtig ist dass du die Aufgaben unter Pruefungsbedingung loest. Also exakt die gleiche Zeit und die gleichen Hilfsmittel und nicht zwischen drin in der Loesung spicken. Hinterher hab ich das Zeug entweder selber korrigiert oder einen Spezl korrigieren lassen. Wichtig ist dann vor allem schauen wo die Fehler waren und verstehen was du falsch gemacht hast.
Da wir 4 Pruefungsfaecher hatten hab ich immer an einem Tag z.B. Englisch und Mathe und am naechsten Physik und Deutsch gemacht. Das war vom Pensum und der Konzentration her bei mir gut zu schaffen. Hab ich mehr Pruefungen an einem Tag gemacht, hab ich mich selber nur zu sehr reingestresst.
Viel Erfolg !!
Gruss Claudia

Danke erst mal für die vielen Antworten.

Hier erst einmal meine Leistungskurse (=die Fächer in denen ich mein Abitur schreibe)

  1. Mathematik
  2. BWL (=Betriebswirtschaftslehre)
  3. Englisch (werde ich abstufen, d.h. weniger Aufgaben, weniger Sachtext, keine Stilmittelanalyse und weniger Übersetzung)

Ich mache im Saarland Abitur und ich habe mir jetzt schon vorgenommen, für jedes Fach ab nun zu pauken. Eins pro Tag und wenns geht jeden Tag ein anderes. Bin eigentlich recht gut in der Schule gewesen muss man ja schon fast sagen und dürfte da eigentlich nix anbrennen. Mein Abi hab ich auch schon durch die Vornoten in der Tasche, müsste jetzt im Abi schon super Blackout haben.

Danke auch noch für die ganzen Tipps. Wenn Ihr nun durch meine weiteren Informationen, weiter Tipps habt, dann schreibt nur weiter fleisig eure Tipps. Ich bin für jeden dankbar, da ich eh schon jemand bin, der sich zu viel Stress macht, obwohl er es eigentlich behutsam angehen könnte und nix zu befürchten hat.

MfG Andreas

Allgemeiner Tipp
Hallo, Andreas!

Ich habe gerade mein Abitur gemacht bzw. nur noch die mündliche Prüfung vor mir, und zwar in Rheinland-Pfalz, wo wir auch drei Leistungskurse haben. Einen allgemeinen Tipp möchte ich Dir geben, der mir im Nachhinein als richtig und sinnvoll erscheint:

Nimm das Abitur nicht zu ernst!

Ich habe mir die ganze Prozedur vor den Arbeiten wesentlich furchtbarer vorgestellt als sie schließlich war. Gleichzeitig hat mich zum Glück meine Faulheit gehindert, zehn Stunden am Tag zu lernen, was einige getan haben, die jetzt teilweise nur um 0,1 besser stehen als ich. Das steht nicht dafür! Bei den meisten hat sich herausgestellt, dass sie jeweils notenmäßig in ihrem gewohnten Rahmen geblieben sind. Ein paar haben natürlich ins Klo gegriffen oder unerwartet geglänzt. Am Besten Du bereitest Dich so vor, dass Du über jedes behandelte Thema eine reguläre Kursarbeit schreiben könntest – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Niveausprung wurde von den allerwenigsten als extrem empfunden, und in meinen Arbeiten hatte ich auch nicht den Eindruck, dass man sich darauf konkret vorbereiten kann. Entweder Du hast in den letzten 13 Jahren die Abstraktions- und Transferfähigkeit erlernt oder eben nicht, da hilft auch kurzfristiges Pauken wenig. Wenn Du die Methoden an sich beherrschst, kannst Du nicht wesentlich angespannter als vor einer Kursarbeit in die Abiturarbeiten gehen. Gegen den Zeitdruck, über den die meisten geklagt haben, kannst Du mit Lernen wenig tun. Bei > 85% derjenigen, die ihr Abitur verpatzen, führe ich das auf blanke Faulheit zwischen 11/2 und 13/1 zurück. Wenn Du vernünftige Vornoten hast, kann Dir wenig passieren, was sich nicht noch durch mündliche Prüfung(en) abfangen ließe. Ich hatte mir am Anfang einen Schnitt von 2,5-2,7 ausgerechnet und bin jetzt ohne übermäßigen Aufwand bei mindestens 2,3 gelandet.

However: Ich wünsche Dir viel Glück!

Gruß
Christopher

4 „Gefällt mir“

Hallo Andreas,

ich hatte Mathe und Französisch als Leistungsfächer, also ähnliche Kombination (auch wenn’s keine LK’s und GK’s mehr gibt, zumindest bei uns in BW).

Ich hatte damals (ui klingt das lange her, war aber erst 99) einen Mathe-Vorbereitungskurs besucht, denn da gibt es in Stuttgart ein!! Institut, die echt super Kurse geben (die meisten sind aber echt nur Schrott). Dort haben wir den gesamten Stoff aufgearbeitet und zwar absolut systematisch. Zur eigentlichen Abi-Vorbereitung hab ich dann nur noch 2 Mal 1/2 Tag gelernt und das hat dann zu 14 Punkten (sprich 1,0) gereicht. Und den Fehler, der mich die 15 Punkte (bzw. 1+) gekostet hat, den hätte ich auch mit wochenlangem Lernen begangen. Sprich: Lern lieber jetzt, dann kannst du direkt vor dem Abi viel relaxter an die Sache rangehen.

Schau doch mal, ob du so eine systematische Zusammenstellung des Stoffs irgendwoher bekommst (ich habe meine leider wie jedes Jahr bereits verliehen).

Für Englisch würde ich dir raten, dass du dir für den Landeskundeteil mal eine Zusammenfassung auf deutsch schreibst, da bist du dann schneller im Lernen und auch im Überfliegen (wichtige Vokabeln aber gleich mitlernen). Ansonsten die schon erwähnten Stark-Herftchen, die helfen echt gut weiter (schau dir evtl. auch die von anderen Bundesländern mal an, teilweise werden die Jahre später fast 1:1 übernommen…).

Ganz, ganz viel Erfolg wünscht dir

Nina

Hallo erst einmal alle,

danke für die vielen Antworten und ich hoffe auf weitere Tipps und Tricks. Also ich habe jetzt schon angefangen zu wiederholen. Habe mir das Buch „Romeo&Juliet“ geschnappt und habe mal angefangen zu lesen und schreib mir da ne Grobübersicht.

Was meintest du Nina, mit Landeskundeteil für Englisch? Ich schau mich auch mal um, ob ich irgendwo solch ein Vorbereitungskurs für Abitur finden kann.

Ich hoffe es wird nicht schief gehen, denn ich bin so einer, der sich umsonst Stress macht und nachher total verwirrt ist nur, weil er sich so ein Druck macht, den er gar nicht nötig hat.

MfG Andreas

PS: Wenn jemand gute Seiten im Netz kennt … NUR HER DAMIT!

-)

Vorbereitungskurs ist Geldverschwendung
Tach Andreas,

Was meintest du Nina, mit Landeskundeteil für Englisch? Ich
schau mich auch mal um, ob ich irgendwo solch ein
Vorbereitungskurs für Abitur finden kann.

Offensichtlich läßt du dich doch ein wenig nervös machen. Aber mal im Ernst, wieso in drei Himmels namen sollte ein nicht total unfähiger Schüler einen Vorbereitungskurs benötigen?
Das erste mal bekommt man den Stoff doch in der Schule vorgekaut, und im Buch kann man sich die Sache so lange wieder reinziehen, bis man alles verstanden hat.
Ich verstehe ja, daß manche vor allem mit Mathe nicht klar kommen (Obwohl, eigentlich nehme ich es nur zur Kenntnis.) , aber das scheint doch weder bei dir noch bei Nina der Fall zu sein, oder?
Da ist es doch wesentlich sinnvoller, eventuell unklare Dinge sich autodidaktisch beizubringen, oder sich mit Klassenkameraden zu treffen, die die besagten Stellen verstanden haben.
Diese abwertende Haltung meinerseits ergründet sich vor allem auch in bezug auf ein mögliches Studium später: Da sind die Vorlesungen oft nur noch grobe Anhaltspunkte für das, was man können muß - und es gibt auch keine Zusatzkurse wo du dir bestimmten Stoff zum dritten oder vierten mal vortragen lassen kannst, wozu auch?

Gruß
L.

P.S.: An Nina:
Glaubst du allen Ernstes, daß der Kurs dir in dem Sinne etwas gebracht hat, als daß du ohne ihn nicht in der Lage gewesen wärest, eine Einser-Prüfung zu schreiben?

Hallo Andreas,

auch ich halte einen Vorbereitungskurs für reine Geldverschwendung.
Das sinnvollste Mittel ist immer noch lernen - lernen - und nochmals lernen !
Mein Abitur ist zwar schon heftig lange her aber an die Schufterei davor kann ich mich auch noch nach 28 Jahren gut erinnern: ich habe mir Fach für Fach ( Biologie, Geschichte, Deutsch und Kunst ) vorgenommen und jeweils ca. 20 Seiten dazu aufgeschrieben. Nachdem ich meine Aufzeichnungen mit denen meiner Freunde verglichen habe, habe ich diese ca. 20 Seiten immer mehr verkürzt bis ich nur noch ein Din A4 Blatt - doppelseitig beschrieben - übrig hatte.
Die Woche vor dem Abitur habe ich dann diese Seiten soweit gekürzt das am Ende pro Fach ein 9 x 9 cm größer Zettel herauskam. Den hätte ich auch gut zum Spicken nehmen können - habe ihn zwar mit zur Schule genommen (um auch noch im letzten Moment nachzulesen ), ihn aber - aus Sicherheitsgründen - kurz vor der Prüfung im Klo versenkt.
Also : lernen, lernen und nochmals lernen !

Viel Glück wünscht Dir
Katinka

Hallo Lohengrin, hallo Andreas,

ich finde nicht, dass ein Vorbereitungskurs Geldverschwendung ist! Aber es kommt auf den jeweiligen Schüler und die Situation an. Ich wäre ohne Vorbereitungskurs für Mathe (übrigens auch in Stuttgart von diesem Institut) hoffnungslos durchs Mathe-GK-Abitur gefallen. Das lag aber daran, dass unser Mathelehrer sich überhaupt keine Mühe gegeben hat, irgendwas zu erklären oder auch nur ein „Grundrezept“ für die Lösung eines bestimmten Aufgabentyps zu geben. Die Folge waren dann auch regelmäßig Durchschnitte bei Klausuren von 4-6 Punkten (ca. Note 4). Bei diesem Kurs wurde dann alles noch einmal systematisch erklärt und eine Musterlösung für jeden Aufgabentyp gegeben (1. mach dies, 2. mach das,…) und so bin ich dann doch noch zu einer ganz passablen Note in Mathe gekommen.
Für mich war dieser Kurs das absolut richtige, und ich würde es jederzeit wieder machen.

Viele Grüße,
Annegret

Mathe nach Hausfrauenart
Hallo Annegret,

4). Bei diesem Kurs wurde dann alles noch
einmal systematisch erklärt und eine Musterlösung für jeden
Aufgabentyp gegeben (1. mach dies, 2. mach das,…)

keine Ahnung, wie es funktioniert, aber stur Rezepte befolgen.

Tschuess Marco.