Hallo liebe Experten,
ich benötige genauere Informationen zu den Geldpolitischen
Instrumenten der EZB / nationalen Zentralbanken.
Dazu habe ich mehrere Fragen, die teilweise mit einem
einfachen Ja oder Nein beantwortet werden können.
Sollten die genauen Antworten diesbezüglich in einer
Literatur (bitte keine Zeitungsartikel) zu finden sein,
würde ich sehr gerne die Quellenangaben inkl. Artikel/Seite
wissen.
Ich habe die Veröffentlichungen der EZB (Geldpolitik der EZB,
Durchführung der Geldpolitik der EZB) bereits teilweise studiert.
In typischen Fachbüchern (z.B. Mankiw, Stobbe etc.) habe ich keine
Antworten gefunden.
Durch verschiedene Instrumente der EZB wird Zentralbankgeld
geschöpft. Diese (letztendlich) Kredite sind an Zinsen gebunden.
Sehe ich das richtig, dass diese Zinsen mit Zentralbankgeld
bezahlt werden müssen?
1a.
Werden durch diese Zinszahlungen nicht letztlich die
Reserven der Geschäftsbanken verringert?
Übernimmt diese Aufgabe der Zentralbank-Geldschöpfung in
Deutschland die Deutsche Bundesbank?
Wo in der Bilanz der entsprechenden Zentralbank finde
ich die Buchung der Zinsgewinne?
Wo kann ich mir diese Bilanzen organisieren?
Stimmt es, dass es für unsere Regierung letztendlich
möglich ist, deutsche Staatsanleihen direkt an die
Zentralbank zu verkaufen? (Gegen Zins versteht sich??)
Wenn ja, wo finde ich diese Buchung in der Bilanz
der Zentralbank? Und, wo und in welcher „staatlichen Bilanz“
finde ich diese Buchung?
Stimmt es, dass die Zentralbank-Zinsgewinne an die
öffentlichen Haushalte gezahlt werden?
Auch hier, wenn ja, wo finde ich diese Buchungen?
Finde ich das im Bundeshaushalt? Wenn ja, wo?
In welcher Höhe?
Falls „der Staat“ Zentralbank-Kredite hat, wo finde
ich diesen Posten? Wie hoch sind diese Kredite?
Angenommen die Zentralbank kauft Staatsanleihen
in Höhe von 100 Milliarden Euro mit einem Zinssatz
von 2%. Werden dann diese 2 Milliarden Euro Zinsen
jedes Jahr in den Bundeshaushalt als Einnahme verbucht?
Wo finde ich exakte Informationen, wie hier welches
Geld fließt? Besonders die Zinsen interessieren mich.
Wäre doch komisch, wenn der Staat Kredite bei der
Zentralbank nimmt und die Zinsen die er zahlt gleich wieder
gutgeschrieben bekommt, oder?
Habe ich einen ganz groben Denkfehler?
Mein Professor weicht mir aus „Zinsen, ich sehe Probleme
wo es keine gäbe…“.
Wer kennt sich hier denn wirklich mit dem Thema aus?
Hat jemand zufällig Kontakte zur EZB, zu jemanden der sich
WIRKLICH auskennt?
Kennt jemand zufällig einen hervorragenden VWL-Professor
mit dem man sich ausgiebig unterhalten kann?
Alles was ich bisher gefunden habe ist „Wischi-Waschi“.
Jeder, mit dem ich mich unterhalten hatte, weicht aus.
„Geld… davon gibts doch genug, es ist einfach da. Zinsen…
das ist alles kein Problem.“
Oder, die meisten Leute haben sowieso keinen blassen Schimmer
wie diese Geldpolitik funktioniert.
Wenn sogar ein relativ großer Teil von Studenten sich an simplen
Geldmultiplikatoren schwer tut, nicht mal ein Gefühl
für Mengen hat und Zins, Zinseszins und Exponential-
funktionen nicht wirklich versteht… mit wem kann man mal reden?
Oder, wo kann ich mir diese Informationen besorgen?
Nach was muss ich im Netz suchen?
Wenn nicht mal Mitarbeiter der Bundesbank das System verstehen,
wer verstehts?
Wenn sogar die Bundesbank nur mit Lari-Fari Antworten kommt,
mit wem kann ich reden? Wer checkts?
Die große Frage:
Reißen sich die Banken mit diesem Geldsystem letztlich
alles unter ihre Nägel und lassen sie uns „erblindete“
hoffnungslos im Hamsterrad rennen?
Und, wer sind „die“, die Banken, die Eigentümer?
Es gibt im Netz eine Menge Infos wie es angeblich ist
und dass es ja so sei wie in meiner großen Frage
gefragt. Doch, ich hätte gerne die Beweise.
Tut mir Leid, dass es so lang geworden ist,
aber dieses Thema beschäftigt mich schon seit
über zwei Jahren und ich komme nicht wirklich weiter.
Und in den bisherigen Artikeln im W-W-W findet
man auch keine Antworten. Alles nur wie vom
Lehrbuch abgeschrieben.
Ich danke jedem, der sich die Zeit nimmt, sich
hiermit zu befassen!
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