Infrarotfotos mit der Digicam

Hallo allseits,

ich muss öfters mal heiße Stellen auf Computermainboards aufspüren, und das Resultat von Kühlungsmaßnahmen dokumentieren. Die Idee ist nun, einfach mit der Digicam eine Serie Infrarotfotos zu knipsen. Die Kamera (Olympus SP-550UZ) ist Infrarot-empfindlich (kann Fernseher-Fernbedienung blinzeln sehen), und hat vorne im Objektiv ein Innengewinde mit etwa 38mm Durchmesser (sagt die Schiebelehre). Stativ ist ebenfalls vorhanden.

Fragen: wird das klappen? Ich habe da so was im Hinterkopf von wegen dass Infrarotlicht wegen anderer Brechungseigenschaften unscharfe Bilder ergibt? Muss ich checken, ob die Kamera irgendeine spezielle Einstellmöglichkeit bietet? Gibt es Filter für dieses Gewinde? Gibt es bei den Filtern Qualitätsunterschiede? Kann jemand eins empfehlen? Hat schon jemand versucht, so eine Leiterplatte zu knipsen und wie war das Resultat? Gibt es Beispielfotos?

…Armin

Moien

Die Idee ist nun, einfach mit der Digicam eine
Serie Infrarotfotos zu knipsen.

Die meisten Digicams haben recht gute und effektive IR-Filter. Normale Wärmestrahlung in Bereichen von 50-120°C kommt da nicht durch.

Wenn du den IR-Filter raus bekommst und einen Filter für sichtbares Licht einbaust hast du immernoch das Problem der automatischen Anpassung an die Lichtverhältnisse. Die Bilder wären unter einander endweder gar nicht vergleichbar oder man müsste schon vor dem ersten Bild Belichtungszeit, Blende, ISO,… festlegen.

(kann Fernseher-Fernbedienung blinzeln sehen)

Die senden zwar im IR-Bereich aber Wämrestrahlung von heissen Bauteilen liegen doch in einem etwas anderen IR-Bereich. Und IR-LED sind verflucht hell.

cu

Andere Wellenlängen. NICHT GUT.

Wenn du den IR-Filter raus bekommst und einen Filter für
sichtbares Licht einbaust hast du immernoch das Problem der
automatischen Anpassung an die Lichtverhältnisse.

Meine Olympus schlachten? Niemals :smile:

Die Bilder
wären unter einander endweder gar nicht vergleichbar oder man
müsste schon vor dem ersten Bild Belichtungszeit, Blende,
ISO,… festlegen.

Soweit ich weiß kann man bei dem Teil so ziemlich alles manuell einstellen. Das sollte die Vergleichbarkeit gewährleisten.

Die senden zwar im IR-Bereich aber Wämrestrahlung von heissen
Bauteilen liegen doch in einem etwas anderen IR-Bereich. Und
IR-LED sind verflucht hell.

S****. Wäre zu schön gewesen um wahr zu sein :smile:

Danke für die schnelle Antwort!

Armin.

cu

Moin,

Für Dein Vorhaben nicht brauchbar, denk ich.

Meine Olympus schlachten? Niemals :smile:

Besser ist es. :wink:

Beispiel: Ab ~4750€ aufwärts:
Wärmebildkameras > ­­­Auswahltabelle Thermografie
http://www.fluke.de/comx/show_product.aspx?pid=16&lo…

Ab 1500€ aufwärts:
http://www.mercateo.com/q?query=w%E4rmebildkamera&so…

Danke für die schnelle Antwort!
Armin.

cu

mfg
W.

Hallo Armin!

Zu Analogzeiten als man Objektive noch von Hand fokusierte, gabs an manchen eine Infrarot-Markierung. Das war eine zweite Markierung neben der normalen Entfernungs-Markierung. Wenn man mit Infrarotfilm arbeitete konnte man dann erst normal fokusieren, Entfernung am Objektiv ablesen und diese Entfernung dann auf die Infrarot-Markierung stellen.

Ich habe mal eine Seite im Internet gefunden, wo detailiert beschrieben, wie man eine Canon EOS 300 zur Infrarot-Kamera umbaut. Mit Bildern zu jedem Arbeitsschritt. Die Filterscheibe über dem Sensor wurde duch eine andere ersetzt und auch der Fokuspunkt wurde manipuliert, damit es für IR passt. Diese Kamera war dann natürlich nicht mehr für normale Aufnahmen zu gebrauchen.
Wenn du aber viel im IR Bereich arbeiten willst, etwas handwerkliches Geschick hast und eine günstige EOS 300 bei E-Bay schießen kannst, dann wäre das vielleicht was für dich.

Du kannst dir auch eine Kamera umbauen lassen oder eine Umgebaute kaufen. Kommt halt drauf an, was dir der Gag wert ist. Ist alles auf jeden Fall billiger, als eine Profi-IR-Kamera, die mehrere tausend Euronen kostet.

Wenn dich das interessiert, dann kannst du mal danach googeln. Lässt sich bestimmt leicht finden.

Liebe Grüße,

Thomas.

Infrarotfotos Infrarot
Hallo Armin,

ich muss öfters mal heiße Stellen auf Computermainboards
aufspüren, und das Resultat von Kühlungsmaßnahmen
dokumentieren.

das was man mit Digis (und damals mit IR-Filmen) ablichtet, hat mit dem, was man mit speziellen Wärmebildkameras macht nichts zu tun.

Warum sollte man diese Wärmebildkameras aufwendig mit flüssigem Stickstoff oder Peltier-Element kühlen, und viel Geld für die Hardware ausgeben, wenn man das mit jeder x-beliebigen Digi machen könnte?

Die Digis registrieren IR-Strahlung, die etwa 200 K (+/-) entsprechen, Licht hat so ganz grob den Bereich um 5000 K

Um besagte 50 bis 150 °C zu registrieren muß man ganz anders ran.

In Deinem Fall dürfte es wohl am günstigsten sein, sich so ein Ding zu mieten. Wunder Dich nicht, daß die Linsen undurhcsichtig sind, die sind, wenn ich mich recht erinnere aus Silizium.

Gandalf

Projekt beendet, Danke für die Infos!
Eure Infos mit einem Satz zusammengefasst: es geht nicht.

Also weiterhin mit Finger und digitalem Thermometer arbeiten. Schade. Ein Foto wäre so einfach gewesen …

…Armin

Fehler!!!
Hallo Armin,

Die Digis registrieren IR-Strahlung, die etwa 200 (natürlich) 2000 K (+/-)
entsprechen, Licht hat so ganz grob den Bereich um 5000 K

Gandalf

auch nicht ganz
Hallo,

Die Digis registrieren IR-Strahlung, die etwa 200

(natürlich) 2000 K (+/-)

Erstmal zur Klärung.
Die Si-Chips selber haben bei ca. 850-920nm ihre max. Empfindlichkeit
(wen man den IR-Filter wegnimmt). Oberhalb von 1000nm geht es mit
der Empfindlichkeit rasant gegen Null. Das liegt also nur knapp
neben dem sichtbaren Licht (bis ca 700nm).

Ab ca. 600-700°C (also ca. 1000K) kann man aber schon das
Glühen mit dem Auge erkennen. Dann ist natürlich im nahen IR
noch mehr zu detektieren, auch wenn Wellenlänge für max.
Leuchtdichte bei ca. 5um liegt.

entsprechen, Licht hat so ganz grob den Bereich um 5000 K

Naja, das zielt wohl auf die Farbtemp. einer weißen Lichtquelle
(Sonne=ca.6000K) ab?

Aber um die Lichtemission eines Körpers als helles Licht zu sehen,
reichen deutlich niedrigere Temp.
Andernfalls wären Glühlampen als Lichtquelle untauglich (ca. 3600K),
wobei die natürlich auch im IR sehr kräftig leuchten und die
Wellenlänge für max. Leuchtdichte noch bei ca. 700um liegt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiensches_Verschiebungs…
Gruß Uwi

Hallo,

ich muss öfters mal heiße Stellen auf Computermainboards
aufspüren, und das Resultat von Kühlungsmaßnahmen
dokumentieren. Die Idee ist nun, einfach mit der Digicam eine
Serie Infrarotfotos zu knipsen. Die Kamera (Olympus SP-550UZ)
ist Infrarot-empfindlich (kann Fernseher-Fernbedienung
blinzeln sehen),

Die IR-LED leuchten typisch bei 880-920nm.
Genau in dem Bereich sind auch die Foto-Chips max. empfindlich.
Bei ca. 1100nm sehen die aber schon nix mehr.

Fragen: wird das klappen?

Kaum, wenn überhaupt, dann bei absoluter Dunkelheit und Langzeit-
belichtung (einige Stunden?).

Wird aber nix bringen, weil das thermische Rauschen alles überlagert.
Bei 100°C (ca. 370K) ist die max. Emissions bei ca. 8-10um.
Bei 900nm kommt zwar auch noch was an, aber nur sehr sehr wenig
(einige Promille).
Dabei muß man aber beachten, daß die Emission mit der 4. Potenz
zur Temp. zunimmt. Bei Temp. unter 400k ist da also eh nur sehr
wenig zu erwarten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Gesetz
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiensches_Verschiebungs…
Gruß Uwi

Ich habe da so was im Hinterkopf von
wegen dass Infrarotlicht wegen anderer Brechungseigenschaften
unscharfe Bilder ergibt? Muss ich checken, ob die Kamera
irgendeine spezielle Einstellmöglichkeit bietet? Gibt es
Filter für dieses Gewinde? Gibt es bei den Filtern
Qualitätsunterschiede? Kann jemand eins empfehlen? Hat schon
jemand versucht, so eine Leiterplatte zu knipsen und wie war
das Resultat? Gibt es Beispielfotos?

…Armin