Hallo liebe wer-weiss-was-Mitglieder,
wir modernisieren in nächster Zeit ein kleines Reihenmittelhaus aus den 60er Jahren. Nun wurde uns eine Infrarotheizung vorgeschlagen. Wer kann uns von seinen Erfahrungen damit berichten. Welche Nachteile gibt es?
Danke für Eure Antworten schon im Vorraus!
Gruss Jasmin
Hi,
wenn Du vorher eine Nachtspeicherheizung drinne hattest ist die Infrarotvariante, eigentlich wie alle Stromheizungen, zwar besser als die Nachtspeicherlösung, aber nicht wirklich effektiv und de facto sehr teuer.
Selbst wenn die Hersteller der Geräte selbstverständlich anderer Meinung sind.
Da auf Dauer auch überall die Nachtstromtarife wegfallen, wird es noch einmal teurer. Die, im Verhältnis zu Gas, Öl und anderen Energieträgern, nur moderat gestiegenen Strompreise mögen stimmen. Dieser Umstand ändert aber nichts an dem niedrigen Wirkungsgrad von Elektroheizungen.
Also irgendeine andere Energieträgerform wählen.
Gruß
Kuddenberg
Hallo,
im Sektor von Elektroheizungen tummeln sich eine Menge Anbieter,
die überteuertes Zeugs mit schwachsinnigster Werbung und
Behauptungen zu Wirkprinzipen verbreiten, die absoluter
physikalischer Nonsens sind.
Die Aussagen zu Kosten und Verbräuchen werden natürlich regelmäßig
sehr schön gerechnet.
Wer unbedingt elektrisch heizen will, sollte sich entweder eine
herkömmliche Speicherheizung zulegen, damit man wenigstens etwas
preiswerteren Nachstrom nutzen kann oder gleich die Variante
nehmen, die bei den Anschaffungskosten wenigstens noch richtig gut
spart -> also ganz normale Ölraditoren oder ähnliches, wo
an für ca. 2kW Nennleistung ca. 100-150€ bezahlt.
Sowas ist aber eher nur als kurzfristige bzw. Übergangslösung
zu empfehlen.
Wer allerdings für das kommenden Jahrzehnt plant (darüber hinaus
weiss sowieso niemand, was kommen wird), sollte von rein elektrischer Heizung doch eher Abstand nehmen.
Gruß Uwi
wir modernisieren in nächster Zeit ein kleines
Reihenmittelhaus aus den 60er Jahren. Nun wurde uns eine
Infrarotheizung vorgeschlagen. Wer kann uns von seinen
Erfahrungen damit berichten. Welche Nachteile gibt es?
Danke für Eure Antworten schon im Vorraus!
Gruss Jasmin
Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Der Wirkungsgrad, wenn aus Strom Wärme gemacht wird, ist katastrophal!! Die Nachtstromtarife fallen weg, und dann? Ausserdem, mal aus der Sicht eines Heizunsbauers-
Infrarotwärme ist Strahlungswärme, ähnlich wie Sonnenstrahlen. Die werden als warm empfunden, wenn sie auf die Haut treffen, oder werden zu Wärme, wenn sie auf Gegenständ treffen. Da die Ausrichtung von Infrarotgeräten, die ich zugegeben nicht kenne, ausser den Kleinheizern aus dem Bad, aber immer nur punktuell sein kann,wir die Wärmeverteilung im Raum mehr als fürchterlich sein…
OT Strom zu Wärme wandeln
Hallo Heizerer,
Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen.
warum nicht, ich auch.
Der Wirkungsgrad,
wenn aus Strom Wärme gemacht wird, ist katastrophal!!
Mir geht es nur um diese Aussage, die ist m.E. falsch. Schau dir mal einen Tauchsieder an.
Gruß
Reinhard
niedrigen Wirkungsgrad von Elektroheizungen.
Hallo!
Die Elektroheizungen selbst haben nahezu 100% Wirkungsgrad.
Blos die Stromerzeugung nicht.
Also irgendeine andere Energieträgerform wählen.
Besser ist das. Wenn in irgendeinem Kraftwerk die Wärmemenge X eines Brennstoffes zu Strom umgewandelt wird, kommt bei Dir aus der Elektro-Heizung vielleicht 25% der Wärme heraus. Alles andere sind Verluste. Strom ist einfach zu schade, um den einfach zu verheizen.
Wenn Du Dir einen modernen Ölkessel in den Keller stellst, hast Du vielleicht 80% der Energie des Brennstoffes als Wärme in Deiner Wohnung.
Grüße, Steffen!
…Das Beispiel mit dem Tauchsieder wäre richtig, wenn die Wohnung voll Wasser wäre.
Bei Luft funktioniert das nicht. Die Infrarotstrahlen erwärmen Körper, aber nicht die umgebende Luft. Die Raumluft wird man nur indirekt erwärmen können.
Gruß
Kuddenberg
Hallo,
…Das Beispiel mit dem Tauchsieder wäre richtig, wenn die
Wohnung voll Wasser wäre.
Bei Luft funktioniert das nicht. Die Infrarotstrahlen erwärmen
Körper, aber nicht die umgebende Luft. Die Raumluft wird man
nur indirekt erwärmen können.
Na und? Das ist doch nur ein zeitliches Problem. Spätestens, wenn das Wasser wieder kalt geworden ist, hat es die Luft erwärmt. Energie verloren gegangen ist dabei aber genau gar keine. Sogar das Netzkabel und die Leitungen in der Wand haben zur Wärmeerzeugung beigetragen.
Die Umwandlung von Strom in Wärme besitzt meistens einen Wirkungsgrad von 100%. Überleg doch einfach mal, wo die Energie denn wohl sonst hin könnte. Sogar eine Glühlampe hat als Wärmeerzeuger schon einen Wirkungsgrad von 85%.
Das Problem ist die Erzeugung der elektrischen Energie. Da entstehen die Verluste, ein Kohlekraftwerk z.B. hat einen Wirkungsgrad von grade mal 45% (http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlekraftwerk#Verbesse…), weltweit im Mittel sind es sogar nur 31% (erster Absatz des gleichen Artikels).
Gruß
loderunner