'Inglorious bast.'

Schade eigentlich - der Film fing so vielversprechend an - Cristoph Waltz spielte einen raffinierten, intelligenten Nazi. Leider ging dem Drehbuch in den letzten 20 Minuten die Luft aus und Waltz musste in wenigen Minuten verblöden und der Film rutschte ins Infantil-Komödienhafte. Ein Bruch, der nicht mehr zu kitten war.
Wie gings euch in dem Streifen?
fragt
BRanden

Hi,

für mich war es ein klasse Film. Bei Tarantino muss man darauf gefasst sein, dass der Film in eine komplett andere Richtung kippt.
Neben den sehr guten Dialogen ist für mich Christph Waltz in dem Film der Schauspieler des Jahres. Charme und Bedrohung so dicht zusammen, das war klasse!

Gruss,
Herb

Hallo,

also ich muss leider sagen, dass ich den Film sehr schwach fand. Im TV hat man ja schon fast alle guten Szenen gesehen. Es ging mir auf den Keks, dass ich mir permanent eine „franz. Lovestory“ anschauen durfte, die total Öde war. Der Film hatte auch nicht wirklich was neues, was ein typischer Tarantino, „irgendein Genre + italio Western“. Das einzige worauf ich mich freute waren die Szenen von C.Waltz. Sein Schauspiel war ganz groß.

Gruß Sedat

Hi

für mich war es ein klasse Film. Bei Tarantino muss man darauf
gefasst sein, dass der Film in eine komplett andere Richtung
kippt.

Ja, klar, aber wenn er vom Spannenden ins Doof-Klamaukige rutscht, finde ich das schade.

Neben den sehr guten Dialogen ist für mich Christph Waltz in
dem Film der Schauspieler des Jahres. Charme und Bedrohung so
dicht zusammen, das war klasse!

Seh ich ja ähnlich. Der war großartig. Umsi schmerzlicher, dass das Drehbuch am Ende ihn so dämlich machen muss.
Gruß,
Branden

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Hi

Das einzige worauf ich
mich freute waren die Szenen von C.Waltz. Sein Schauspiel war
ganz groß.

Sehe ich auch so. Ich könnte mir vorstellen, dass Chr. Waltz auf dieses blöd Ende Enfluss nhemen wollte, aber an Tarantinos Entscheidung nicht vorbeikam.
Man kann ja auch schklecht sagen: „Hey, Tarantino, das Drehbuch kackt am Ende ganz grausam ab, welcher Spast ist denn da eingesprungen, als dein Drehbuchautor plötzlich verstorben ist?“ Man musste ja befürchten, dass Tarantino dieses Ende selber verzapft hat. Vielleicht hat er es auch seinen 3jährigen Enkel schrieben lasen, weil er keine Lust mehr hatte…
Gruß,
Branden

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Moin moin
Ich bin absolut deiner Meinung. Auch die Musik hat Tarantino wieder super ausgesucht. Da passte alles!
Bei jeder Szene mit Christoph Walz saßen wir erwartungsvoll grinsend da, welche Bosheit er wohl als nächstes aus dem Hut zaubern würde. Den charmanten Bösewicht hat er klasse gespielt.
Ich warte schon auf die DVD, um ihn mir im englischen Original anzusehen.
Nebenbei war das der erste Film, in dem mir Till Schweiger gefiel, dem ich normalerweise nichts abgewinnen kann.

mfg

Moin,

Ich warte schon auf die DVD, um ihn mir im englischen Original
anzusehen.

Ich habe den Film in den USA im Kino gesehen und frage mich gerade, was an der deutschen Version anders sein soll. Im Original wird in etwa gleichen Anteilen englisch, deutsch und französisch gesprochen.
Ist denn in der deutschen Version irgendwas synchronisiert?

Gruß
Christian

Hi,

ja, alles was in der Originalversion auf englisch gesprochen wird, ist in der synchro-version dann auf deutsch.

Fällt zum Beispiel in der ersten Basterdsszene auf, als Brad Pitt den deutschen Gefreiten verhört: Im Original dolmetscht Gedeon Burkhardt (wars glaub ich) zwischen Brad Pitt und dem Gefreiten, in der deutschen Version wiederholt er nur das was Pitt sagt auf eher kumpelhafte Art.
Die Originalversion lohnt sich meiner Meinung nach allein schon wegen dem von Pitt gesprochenen „Buon Giorno“ im Kino. Ich habe mich halb totgelacht bei seinem Akzent… hehe

Alles in allem fand ich den Film mehr als gelungen!
Verdummung von Christoph Waltz gegen Ende? Kann ich nicht nachvollziehen, sein Charakter holt für sich das bestmögliche aus der Situation raus und sichert seine Zukunft ab.

Klasse Film!

Gruß, Tab

Hi

Verdummung von Christoph Waltz gegen Ende? Kann ich nicht
nachvollziehen, sein Charakter holt für sich das bestmögliche
aus der Situation raus und sichert seine Zukunft ab.

Es war doch völlig absehbar, dass die zuvor von ihm geschundenen Nazijäger (Pitt & Co) diesen Vertrag nicht wirklich 1:1 einlösen würden. Dass ein Mann mit der Raffinesse wie dieser Judenjäger (Waltz) plötzlich so naiv ist zeugt von einem sehr mangelhaften psychologischen Verständnis beim Autor.
Ich finde es sehr schade, dass viele Ami-Filme sich so darum bringen, wirklich gut zu sein. Sie sind oftmals nicht schlecht, aber selten wirklich gut. Darüber könnte man jetzt lange diskutieren und ich könnte viele Beispiele bringen (nicht zuletzt den berühmten Film „Einer flog übers Kuckucksnest“, der auch ein sehr gutes Potential hatte, aber dann mit Alibi-Indianer, Ami-Kitsch-Sichtweise und ungenügendem Psychiatrie-Verständnis nur zum halbguten Film wurde), aber das würde hier wohl den Rahmen sprengen.
Wichtig ist mir hier nur, dass ihr bei den ingl.bast. versteht, worauf ich hinaus wollte.
Gruß,
Branden

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