Hallo, Molli und Eckard,
der Einfachheit halber verlinke ich mal auf eine
frühere Diskussion;
/t/ingwer-selber-ziehen/1151913
Ernte ist, wenn sich das Rhizom (der Wurzelstock) wesentlich
vergrößert hat.
… ich mache, wie gesagt gerade einen Feldversuch.
Erstens braucht man wirklich einen großen Blumentopf, nicht etwa einen Blumenkasten. Ingwer kann zwar ohne Weiteres flach gepflanzt werden - sollte sogar, denn die Wurzeln entspringen mit den Blättern, bzw. Blattstiehlen den Knospen.
Aber - die Wurzeln will gerne tiefe Saugwurzeln nach unten schicken.
Zweitens - als echtes Tropengewächs liebt Ingwer hohe Luftfeuchtigkeit und hat auch gegen gelegentliches Wasser im Übertopf nichts einzuwenden.
Wenn! die Erde im Topf dazwischen trocken werden kann
Achtung! extreme Spinnmilbengefahr!
Jo - außerdem wird Ingwer oooordentlich hoch.
Die Stängel stoßen bereits nach kurzer Zeit an den Sims über dem Fenster, außerdem sind sie stark knickanfällig.
Dafür, oh Wunder, treibt der Ingwer auf unserem Fensterbrett gerade zwei dicke Blütenstängel.
Heute morgen hat er aus der streitkolbenartigen Knospe eine erste Kleinblüte herausgeschoben.
ach und die zu erwartende Ernte … wird wohl von dieser Pflanz-Menge (1 Knolle aus dem Supermarkt) nichts werden.
Das kann man dann - ohne die Pflanze groß zu
schädigen um ein Stück verkleinern. Da es sich um ein lebendes
Pflanzenteil handelt ist die Lagerfähigkeit eher begrenzt.
das wiederum wage ich zu bezweifeln.
Wenn man sich die Ingwerstücke ansieht, die es zu kaufen gibt, haben die nur in seltenen Fällen deutlich sichtbar verheilte(verrocknete) Bruchkanten.
Kriegst Du so ein Fehlstück, schimmelt es auch gerne mal.
Wer seinen selbst gezogenen Ingwer zerlegen will, muss den Wurzelstock unbedingt ausgraben. Ich habe beim Umtopfen schmerzlich erfahren müssen, wie leicht man die feinen Saugwurzeln abreißt - . Und dann hast Du dem ganzen Stück ohne es zu wollen und zu sehen womöglich die Lebensader amputiert.
viele grüße
Geli