Inhalt (Privatarztrechnung)

Hallo,
habe mal eine Frage an Euch:
Wenn mir ein Arzt ein Medikament verschreibt, steht das irgendwie (also die Bezeichnung des Medikaments o.ä.) auf meiner Rechnung? Leide wieder unter Panikattacken und würde mir gerne wieder etwas verschreiben lassen, habe aber etwas Angst, dass meine Eltern das durch die Rechnung mitbekommen, ich bin über sie versichert.
danke schonmal,
viele grüße
jenny

hI jENNY

Wenn mir ein Arzt ein Medikament verschreibt, steht das
irgendwie (also die Bezeichnung des Medikaments o.ä.) auf
meiner Rechnung?

Nein, normalerweise nicht. Das Ausstellen eines Rezeptes wird ja in der Rechnung meist garnicht erwähnt und ist innerhalb der ärztlichen Beratung abgegolten.
Und selbst wenn eine Rezeptur (als alleinige Tat des Arztes an diesem Behandlungstag) auftauchen würtde, dann nicht inhaltlich, sondern höchstens formal, z.B. „Wiederholungsrezeit“.
Gruß,
Branden

Abgesehen davon gibt es sowas wie eine ärtzliche Schweigepflicht. Wenn das auf der Rechnunf stünde und du diese z.B. deiner Krankenkasse zusenden müsstest, dann würde diese Schweigepflicht verletzt. Geht schließlich keinen was an, was für Medikamente du nimmst.

Ich wünsche dir gute Besserung.

Abgesehen davon gibt es sowas wie eine ärtzliche
Schweigepflicht. Wenn das auf der Rechnunf stünde und du diese
z.B. deiner Krankenkasse zusenden müsstest, dann würde diese
Schweigepflicht verletzt. Geht schließlich keinen was an, was
für Medikamente du nimmst.

Hallo!

Ist das wirklich so? Dann könnten ja Ärzte Medikamente verschreiben, die
im Zusammenhang der Diagnose garnicht zugelassen sind. Oder wird zumindest überprüft, dass das Medikament so garnicht verschrieben werden könnte, zB an die Altersgruppe? Ich denke jetzt zB an das verschreiben von Homöopathika an Erwachsene oder etwa das Verschreiben von Verhütungsmitteln, wobei hier der Arzt ja immer ein Kassenrezept machen kann wegen einer medizinischen Indikation.

Ich frag mich nur, wie die Kasse dann was kontrollieren will?

VG, Stefan

Hallo,
also das mit der Krankenkasse ist unlogisch. Die Kasse
zahlt doch auch das Medikament und da ist es ganz logisch, dass
dann auch bekannt wird, wer dieses Medikament bekommen hat.
Gruss
Czauderna

Das kontrolliert ja in dem Moment schon die Apotheke, der ja ein Rezept vorliegen muss. Wenn denen Zweifel kommen, sind sie sogar verpflichtet, beim Arzt Rückfrage zu leisten.

Ach so, Danke

Hallo,

Das kontrolliert ja in dem Moment schon die Apotheke, der ja
ein Rezept vorliegen muss. Wenn denen Zweifel kommen, sind sie
sogar verpflichtet, beim Arzt Rückfrage zu leisten.

Woher soll denn die Apotheke wissen, welche Diagnose der Arzt gestellt hat? Was also genau soll die Apotheke kontrollieren? Natürlich kann die Krankenkasse, bei der ja irgendwann die Rezepte landen, einen Zusammenhang zwischen Diagnose (vom Arzt abgerechnete Untersuchung) und verschriebenem Medikament herstellen.

Gruß,
Doro

Abgesehen davon gibt es sowas wie eine ärtzliche
Schweigepflicht. Wenn das auf der Rechnunf stünde und du diese
z.B. deiner Krankenkasse zusenden müsstest, dann würde diese
Schweigepflicht verletzt. Geht schließlich keinen was an, was
für Medikamente du nimmst.

Aber die Art der Beschwerden stehen doch mit drauf, oder`? Z.B. „Rückenschmerzen“ oder so. Ich bekomme äußerst selten eine Rechnung (gottseidank) und suche jetzt die Letzte nicht extra raus :smile:

Ich wünsche dir gute Besserung.

Ich auch !!!

Boah, danke für die ganzen Antworten!! Ihr seid klasse :smile:

Also steht das ganz sicher ned drauf? Wie schaut es mit der Diagnose aus? Ich weiss zB, dass eine Psychologin teilweise die Diagnose draufschreiben muss, damit die Versicherung die Rechnung zahlt. Aber wenn ich einfach zu nem Allgemeinmediziner gehe, und dem kurz alles beschreibe und nach einem bestimmten Medikament frage, dann braucht er ja nicht wirklich eine Diagnose zu stellen…also wäre es ja schwachsinnig, das draufzuschreiben.

Und mit dem Rezept ist mir recht schnuppe. Das würde ich einfach selber zahlen (ist ned so teuer), dann braucht keiner was davon mitbekommen.

Danke nochmal für alles
Ganz LG
Jenny

Hallo Jenny,

da du ua über deine Eltern Privat-Versichert bist, steht auf der Arztrechnung:
Datum der Rezeptausstellung und die Kosten für das Rezept (ist ja nicht kostenlos, das Ausstellen).
Ausserdem erhälst du ja ein Privat-Rezept, wo selbstverständlich der Name des Medikaments draufstehen muß!
Um an das Medikament zu kommen, musst du das Medikament erstmal aus eigener Tasche bezahlen.
Es wird von der Apotheke quittiert und dann können deine Eltern es bei ihrer Versicherung einreichen (oder in deinem Fall ja nicht), und bekommen das Geld erstattet.
So ist es jedenfalls bei meiner privaten Versicherung.

Gute Besserung!
Liebe Grüße,
Maria

Antwort hatte sich überschnitten
Hi Jenny,

Normalerweise steht keine Diagnose drauf. Habe mir extra eben meine Rechnungen geholt, um zu gucken.
Vorsichtshalber würde ich es aber vorher abklären, entweder mit dem Doc oder der Sprechstundenhilfe/Ehefrau oder wer auch immer die Rechnungen ausstellt.

Jenny, es ist doch nichts Schlimmes, wenn deine Eltern erfahren würden daß du was nehmen mußt!

Weil der Sohn meines Doc`s genauso wie du handelte, liegt er jetzt mit Krebs in einer Klinik. Und das nur, um seine Eltern nicht zu beängstigen.

Alles Liebe und Gute!
LG,
Maria

Hallo Maria,

danke nochmal, auch für Deine Mühe. Nun, Du kennst meine Eltern nicht. Einmal ist es die Sache mit der Beängstigung, andererseits ist es auch ein komplettes Unverständnis ihrerseits.
Ich hatte immer leichte Angststörungsprobleme, die aber mein Leben nicht wirklich eingeschränkt haben. Seit einigen Monaten hat dies aber massive Ausmaße angenommen. Ich bin kein Mensch, der sich leichtfertig Medikamente verschreiben läßt. Leider habe ich in ein paar Wochen eine existenziell wichtige Prüfung und einfach Angst, dass ich währenddessen von Panikattacken heimgesucht werde…und das wäre wirklich schlimm. Ich wohne seit geraumer Zeit nicht mehr zu Hause (also bei meinen Eltern) und für sie gilt das Motto „was sie nicht unmittelbar sehen, ist nicht da“. Sie würden die Situation einfach nicht verstehen. Und dass ich für sowas, das sie nicht sehen können, Medikamente einnehme, wäre für sie „das Letzte“. Für sie wäre das alles „nur“ psychosomatisch und aufgrund der Stresssituation, in der ich mich befinde und würde eh von alleine wieder weggehen.

Das ist mein Problem. Natürlich ist das wichtigste, dass es mir gut geht, aber ich bin halt noch von ihnen (v.a. finanziell) abhängig und das letzte, was ich zZt brauche, ist Stress von ihnen aus. Ich habe einfach ungeheure Angst davor, und könnte damit nicht umgehen…ja, ich bin zZt etwas verkorkst :wink:

Danke nochmal für alles.
LG
Jenny

Hi,
ich kann das leider nicht bestätigen was Maria geschrieben hat. Normalerweise steht eine Diagnose auf der Rechnung. Oder zumindest sehr oft. Aber du könntest den Arzt ja bitten, keine Diagnose draufzuschreiben. Wenn er nicht dazu verpflichtet ist (das weiß ich nicht), wäre das doch sicher kein Problem.

Gruß
Nelly

Hallo Jenny,

wenn du privat versichert bist, bekommst du doch ohnehin sowohl Rechnung als auch Rezept in die Hand gedrückt (achte darauf, dass die Rechnung auch wirklich an dich und nicht an deine Eltern geschickt wird) und musst das Geld zunächst selber überweisen.

Dann lass doch einfach nach der Überweisung die beides in der Versenkung verschwinden (also nicht nur das Rezept sondern auch gleich die Arztrechnung). Dann sollte eigentlich keiner irgendwas mitbekommen.

Viele Grüßen,
Daniel

hi

Seit einigen Monaten hat dies aber massive Ausmaße angenommen.
Ich bin kein Mensch, der sich leichtfertig Medikamente verschreiben
läßt.

Bist du denn bei einem Psychotherapeuten in Behandlung ? oder wirklich nur bei einem Hausarzt ???

Meiner leidvollen Erfahrung nach kennen sich die meisten Hausärzte mit psychischen Erkrankungen nicht so wirklich gut aus …

Für sie wäre das alles „nur“ psychosomatisch

das ist es doch aber auch

Ich habe einfach ungeheure Angst davor,
und könnte damit nicht umgehen…ja, ich bin zZt etwas
verkorkst :wink:

eh - ja, das bist du - und deswegen brauchst du mMn auch nicht einfach irgendein Medikament zur Behandlung von Panikstörungen (das kann nämlich ganz tierisch in die Hose gehen…) - sondern vor allem auch professionelle therapeutische Behandlung und vor allen ein auf DICH abgestimmtes Präparat und nicht irgendeines

Und bei diesen Präparaten gibt es so himmelweite Preis-Unterschiede dass dir evtl. garnichts anderes übrigbleiben wird, als deinen Eltern zu sagen dass du diese Mittel nimmt, weil du sie nicht mehr bezahlen kannst …

Ich wünsch dir viel Glück

Gruß H.

Hallo Daniel,

wenn du privat versichert bist, bekommst du doch ohnehin
sowohl Rechnung als auch Rezept in die Hand gedrückt (achte
darauf, dass die Rechnung auch wirklich an dich und nicht an
deine Eltern geschickt wird) und musst das Geld zunächst
selber überweisen.

wie kommst du denn darauf, dass man eine Privatrechnung sofort in die Hand gedrückt bekommt? Meine Schwester und Mutter machen die Privatabrechnungen für die Arztpraxis meines Schwagers und dort wird quartalsweise abgerechnet und die Rechnungen versandt.

Und da Jenny, wie sie ausdrücklich bemerkt, über ihre Eltern versichert ist, wird die Rechnung dem Versicherten (Vater z.B.) zugesandt, nicht der Tochter.

Gruß
Nita

hallo,

Bist du denn bei einem Psychotherapeuten in Behandlung ? oder
wirklich nur bei einem Hausarzt ???

ich war bis vor 2 monaten in psychotherapeutischer behandlung…meine panikattacken tauchen verstärkt in stressigen zeiten auf. (so stark wie zZt jedoch noch nie…auf der anderen seite hatte ich aber noch nie soviel stress wie zZt) soll heissen, dass ich, glaube ich, unter normalen bedingungen schon irgendwie damit klarkomme.

vor einigen jahren hat mir ein therapeut für eine stressphase ein medikament aufgeschrieben, dass auch gut geholfen hat. dasselbe möchte ich gerne nochmal vorrübergehend. es macht nicht abhängig und ich habe es gut vertragen. deswegen würde ich zum hausarzt gehen.
ausserdem ist es nicht teuer.

lg
jenny