Initiativanschreiben Feedback & Ratschlag

Guten Freitagabend,

vielleicht gibt es hier 3-4 Mitlesende, die gute Erfahrung mit Initiativanschreiben, Initiativbewerbungen & allgemeinen Bewerbungen im Bereich Produktion/Fertigung haben…

Wie aus meinen letzten Beitrag, hervorging suche ich momentan eine neue Stelle und habe 2 neue Ideen bzw. Methoden.

Methode 1 ;
Wäre ein Versuch als Quereinsteiger in Richtung Handwerk > Maler od. Mitarbeiter im Sanitär, Heizung und Klima-Bereich
oder aber

Methode 2, die ich zuerst umsetzen würde.
Bei mir im Ort gibt es vereinzelte Firmen so 4-6 vielleicht sogar 6-7, bei denen die Möglichkeit besteht sich Initiativ als „Produktions-/Fertigungsmitarbeiter oder Maschinen-und Anlagenführer“ zu bewerben.

Warum Initiativ?

Weil es leider Firmen/Unternehmen oder AG sind die
keine
„Produktions-/Fertigungsmitarbeiter oder Maschinen-und Anlagenführer“ - zu mindestens aktuell nicht -
suchen, aber dennoch eine gute Möglichkeit besteht als dieses eingestellt zu werden.
Diese Firmen suchen erfahrene Verfahrensmechaniker, Elektriker für Betriebstechnik sowie
Werkzeugmechaniker, Feinwerkmechaniker oder Industriemechaniker, die wahrscheinlich schon etwas Erfahrung in Maschinenwartung, Instandhaltung, Maschinen einstellen mitbringen…

Ich hab vergangenes Wochenende 2 Sachen gemacht > zum einen eine Kurzfassung über die Firmen geschrieben, bei denen man sich Initiativ bewerben könnte, als Produktions-/Fertigungsmitarbeiter sowie ggfs. als Maschinen-und Anlagenführer >

Firma 1 ;
Unternehmen für Oberflächenveredelung und Dünnschichttechnologie. Es entwickelt Folien, Beschichtungen, Maschinen und Technologien, mit denen Produkte optisch hochwertiger, funktionaler und fälschungssicherer gemacht werden

Firma 2 ;
Familienunternehmen, das sich auf Präzisionsformenbau und Kunststofffertigung spezialisiert
Sie entwickeln und bauen Werkzeuge (Formen) und produzieren damit hochpräzise Kunststoffteile in großen Stückzahlen – zum Beispiel für die Automobil-, Medizin-, Elektronik- und Kosmetikbranche

Firma 3 ;
War schon mal kurzzeitig vor Ewigkeiten über eine Zeitfirma dort
traditionsreicher Hersteller von Munition und pyrotechnischen Komponenten. Das Unternehmen produziert vor allem Kleinkalibermunition für Jagd, Sport, Militär und Behörden sowie Zündelemente.

Firma 4;
Erfülle manche Punkte nur z.T.

Firma 5;
Erfülle manche Punkte nur z.T. oder gar nicht!

Firma 6;

Und zum anderen habe ich versucht ein
Initiativanschreiben anzufangen, das wie folgt wäre

Zum Beispiel für Firma 1 >
Sehr geehrte Frau/Herr XXX,

durch meine bisherige Erfahrung im
Fertigungs-und Produktionsbereich möchte ich mich beruflich weiterentwickeln und bin diesbezüglich auf Ihr Unternehmen, die XXX aufmerksam geworden.
Besonders interessant finde ich Veredelungsverfahren wie Innovative Heißprägeverfahren für Kunststoffoberflächen oder 2D-und 3D-Veredelungen.

Während meiner bisherigen beruflichen Laufbahn konnte man bereits Erfahrungen in verschiedenen Produktion & Fertigungsfeldern sammeln und ist daher mit dessen Abläufen vertraut.

Zu meinen Fähigkeiten gehören
• Montage und Zusammenbau von Baugruppen nach Stückliste
• Qualitätskontrollen und Fehlerbehebungen
• Maschinenbedienung

Ich bin bekannt für meine Zuverlässigkeit und hohe Zielstrebigkeit sowie Bereitschaft gute Arbeitsergebnisse zu gewährleisten, um die guten Qualitätskriterien zu erreichen.

Darüber hinaus schloss ich im Frühjahr 2023 eine staatliche Berufsausbildung zum Maschinen-und Anlagenführer ab, um mich längerfristig weiterqualfizieren zu können bzw. berufliche Grundlage zu erreichen.

Ich bin fest entschlossen, dass sie mit mir eine überdurchschnittlich motivierten Produktionsmitarbeiter für Ihr Unternehmen erhalten.

Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen als Produktionsmitarbeiter bzw. Maschinen-und Anlagenführer ab sofort und bin auch für Probetage offen.

Ich freue mich mich über die Gelegenheit Teil Ihres Unternehmen zu werden und eine Verbesserung Ihres Produktionsteams zu werden.

MfG

Meine Frage ist

wie dieses (vorläufige) Anschreiben so einzuordnen ist - mein Anspruch wäre eine gute Initiativbewerbung bzw Initiativanschreiben,
dass kein durchschnittliches 0815-Anschreiben ist - das so wirkt als hätte man es in 1-2 Minuten - vielleicht sogar mit KI - geschrieben…

Hallo,

Ich zerlege das mal Satz für Satz nach meinem Gefühl und Stil, aufbauend auf Deinen Worten. Wie ich schon vor einigen Wochen schrieb, sollte so ein Anschreiben so authentisch wie möglich sein.

Dir ist sicher bewusst, wenn in der Stellenausschreibung steht „Wenden Sich sich mit Ihrer Bewerbung an Frau Ursula Müller“ schreibst Du in Deinem Anschreiben „Sehr geehrte Frau Müller“. Nur wenn Du keinen Namen hast, schreibst Du sehr geehrte Damen und Herren.

„Durch meine […] Erfahrungen möchte ich mich […] weiterentwickeln“ klingt ein wenig verunglückt. Besser würde ich finden „Aufbauend auf meinen Abschluss als xxx und den bisher gemachten Erfahrungen im Fertigungs- und Produktionsbereich möchte ich mich in die Richtung yyy weiterentwickeln. Bei der Suche nach passenden Chancen weckte Ihre Stellenausschriebung in zzz für (Jobbezeichnung) mein Interesse.“

Jetzt schreibe ich doch ganze Sätze… :wink:

Stelle Dich darauf ein, dass Du gefragt werden wirst, was Du so interessant daran findest. Du solltest Dich also vorab damit beschäftigen.

Ich weiß, dass passive Formulierungen mit „man“ derzeit groß in Mode sind. Aber in diesem Anschreiben geht es um Dich, Du berichtest über Dich. Also sei selbstbewusst und schreibe auch „ich“.

Aber der ganze Satz gefällt mir nicht. „Bisherige berufliche Laufbahn“… Klingt irgendwie nach altem Hasen, der jetzt, im letzten Drittel seines Berufslebens nochmal richtig durchstarten möchte. Darf ich fragen wie alt Du bist, wie viele Jahre Du schon gearbeitet hast? Wie viele Arbeitgeber hattest Du seit dem Abschluss. Da findet sich bestimmt ein besserer Satz.

„Zu meinen bisherigen Aufgaben gehörten:“

Waren das spezielle Maschinen? Lohnt eine Nennung? Ich kenne Maschinen, die man praktisch nur aus und ein schaltet und im Fehlerfall einen Einrichter ruft, ich kenne aber auch Maschinen, bei denen der Bediener die Programme auswählt, Werkzeuge bestückt, den Materialfluss kontrolliert. Ein erheblicher Unterschied.

Und gibt es noch mehr Erfahrungen? Könntest Du auf fünf Punkte kommen?

Hast Du Arbeitszeugnisse von Deinen bisherigen Arbeitgebern erhalten? Haben die das geschrieben? Dann würde ich nicht „bekannt“ verwenden, sondern „geschätzt“.

Ich nehme Worte sehr oft sehr wörtlich. An „Daniel zeigte Bereitschaft, gute Arbeitsergebnisse zu gewährleisten“ hängt mein Kopf automatisch an: „aber in der Praxis gelang es ihm nur selten“ :wink: Es reicht nicht, Bereitschaft zu zeigen, man muss es auch machen. Du verstehst den Unterschied? Also schreibe den Satz aktiver!

Da passt „gewährleisten“ besser: „die hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten“

Der Satz gefällt mir aus verschiedenen Gründen nicht. Die zeitliche Reihenfolge scheint durcheinander. Und es wirkt vielmehr wie ein „achso, da war noch was“-Satz. Das würde ich eher bei den Fähigkeiten unterbringen. Und ich würde nicht mit „darüberhinaus“ anfangen, sondern auch wieder eine Action-Formulierung verwenden. Hast Du zuerst ungelernt gearbeitet, dann die Ausbildung gemacht? Dann würde ich den Komplex Fähigkeiten komplett anders schreiben: „Nach meinem Schulabschluss machte ich erste Erfahrungen als … Auf meinen Abschluss der Berufsausbildung zum xxx im Jahr 2023 konnte ich erfolgreich in den Bereich … wechseln (ihn übernehmen?). Zum meinen Tätigkeiten dort gehörte: …“

Verstehst Du, auch im Anschreiben kann man schon den Lebenslauf und Stationen andeuten. Es sollte für Außenstehende natürlich ein zeitlicher Ablauf erkennbar sein. Und bestenfalls eine Motivation. Also DIE Motivation, die Dich antreibt. Der Arbeitgeber soll wissen, dass Du ein Macher bist.

Das sind zwei Macher-Sätze. Wobei mir das Wort „erhalten“ nicht gefällt. Das klingt nach einer Ware, die getauscht wird. Und auch „Verbesserung ihres Teams“ ist nicht optimal. Klingt nach: bisher ist es schlecht. (Ja, ich habe immer was zu meckern. :wink: ) Vielleicht eher sowas wie „Ich bin fest entschlossen ihre hohen Anforderungen an Qualität und Quantität zu erfüllen und ein wertvolles Mitglied ihres Produktionsteams zu werden.“ Bedeutet natürlich, dass Du Dich mit der Qualität und der Quantität den Unternehmensbereiches beschäftigen solltest, bevor Du zum persönlichen Gespräch erscheinst oder ein telefonisches Gespräch anfängt.

Wobei mir

gut gefällt, weil es so schön optimistisch ist. siehe den Absatz darüber.

Steht ja schon ganz oben.

Was hältst Du von etwas in der der Art: „ich würde gerne die Gelegenheit nutzen, ihnen meine Fähigkeiten an ein bis drei Probetagen (was ist in der Branche üblich?) unter Beweis zu stellen.“

Auf Rechtschreibung und Grammatik habe ich bisher gar nicht geachtet. Erstmal scheint mir Stil und Inhalt wichtig.

Der Vorsatz ist sehr gut. Nein, wie KI sieht er wirklich nicht aus. Dann wären alle Sätze deutlich geschliffener - aber eben überhaupt nicht mehr authentisch.

Aber ja, wenn die 100 Bewerbungen bekommen, sehen die alle etwa ähnlich aus. Dann sind es nach meiner Erfahrung die Details, auf die der geneigte Leser/die geneigte Leserin achtet.

Sehr gehrter Herr Mustermann,

Sie suchen einen Maschinenbediener mit Berufserfahrung.

Das bin ich nicht.
Ich habe meine Ausbildung absolviert, aber konnte leider noch keine Erfahrungen in diesem Beruf sammeln.

Aber ich bin lernwillig.
Ich mag meinen Beruf. Das Fundament dazu habe ich in meiner Ausbildung bekommen, jetzt möchte ich mein bisher erlangtes Wissen mit Leben füllen. Dass ich dazu weiter lernen muss, Erfahrungen sammeln muss, das weiß ich und darauf freue ich mich.

Ich bin zuverlässig.
Meine Freunde schätzen das an mir. Mein Wort zählt, auf meine Zusagen kann man sich verlassen.

Ich bin verantwortungsbewusst.
Die Maschinen, an denen ich gerne arbeiten möchte, sind kostspielig. Auf die Qualität der Produkte verlassen sich Ihre Kunden - sie vertrauen ihnen sogar ihr Leben / hohe Werte an. Das weiß ich und daher arbeite ich sorgfältig.

Ich möchte jetzt arbeiten. Nachhaltig, langfristig.
Sie stellen Prötzel her - ein Produkt, das auch in der Zukunft nachgefragt werden wird. Nach meinem bisher nicht so geradlinigen Werdegang suche ich eine Firma, bei der ich eine dauerhafte Anstellung finden kann. Eine Firma, bei der ich mich weiter entwickeln kann - genau wie Sie Ihre Produkte.

Ich glaube daran, in Ihr Team zu passen.
Ich glaube daran, Ihre Anforderungen zu erfüllen. Vielleicht nicht sofort, sondern erst nach einer Phase des Lernens.

Wenn Sie sich das ebenfalls vorstellen könnten, dann freue ich mich auf ein Vorstellungsgespräch.

Völlig Gaga. Absolut unkonventionell. Einen Versuch könnte es wert sein.

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Genau deshalb hatte ich das vorläufig als
,Sehr geehrte/r Herr/Frau XXX“ beschrieben.
Der konkrete Ansprechpartner wird auf jeden Fall korrekt erwähnt, damit das ganze seine persönliche Note erhält…

Überarbeitete Variante >

aufbauend auf meinen Abschluss als Produktions -und Fertigungsmitarbeiter und den bisher gemachten Erfahrungen im Fertigungs- und Produktionsbereich möchte ich mich in die Richtung yyy weiterentwickeln. Bei der Suche nach passenden Chancen weckte Ihre Stellenausschreibung in zzz für

Wenn „zzz“ die Jobbezeichnung ist, heißt es dann nicht als?
Also in dem Fall als > Produktions-und Fertigungsmitarbeiter??

Hier wäre evtl. eine weitere Überarbeitete Variante >

durch meine bisherigen Tätigkeiten im Fertigungs- und Produktionsbereich konnte ich wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und möchte mich nun beruflich weiterentwickeln. Bei meiner Recherche bin ich auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden. Besonders die Herstellung hochwertiger Werkstoffe sowie die modernen Produktionsverfahren haben mein Interesse geweckt.

Während meiner beruflichen Laufbahn war ich in verschiedenen Bereichen der Produktion tätig und habe dadurch umfassende Kenntnisse der betrieblichen Abläufe erworben. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die Montage und der Zusammenbau von Baugruppen nach Stücklisten, die Durchführung von Qualitätskontrollen und Fehlerbehebungen sowie die Bedienung und Überwachung von Maschinen und Anlagen.

Im Frühjahr 2023 habe ich zudem erfolgreich die staatlich anerkannte Berufsausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen. Dadurch konnte ich meine praktischen Erfahrungen durch fundierte fachliche Kenntnisse ergänzen und eine solide Grundlage für meine weitere berufliche Entwicklung schaffen.

Ich zeichne mich durch Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit und eine hohe Einsatzbereitschaft aus. Sorgfältiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten sind für mich selbstverständlich. Auch die Arbeit im Schichtbetrieb stellt für mich kein Problem dar. Mein Ziel ist es, stets qualitativ hochwertige Arbeitsergebnisse zu erzielen und einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten.

Gerne möchte ich meine Fähigkeiten und meine Motivation in Ihr Unternehmen einbringen. Daher bewerbe ich mich initiativ als Produktionsmitarbeiter beziehungsweise Maschinen- und Anlagenführer und stehe Ihnen ab sofort zur Verfügung. Selbstverständlich bin ich auch bereit, Sie im Rahmen eines Probearbeitstages von meinen Fähigkeiten zu überzeugen.

Ich freue mich über die Möglichkeit, mich persönlich bei Ihnen vorzustellen und Sie von meiner Motivation zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Mein Vor + Zuname<

Soweit ich mal hörte sollte man ein Anschreiben
nicht mit unzähligen „ich´s“ fluten indem man z.B.
jeden Satz oder Abschnitt mit ich losgeht..
Deswegen hab ich ein Synonym gesucht ich zu umschreiben…

Nein, so alt bin ich tatsächlich noch nicht, um zu sagen „Ich hab Jahrzehntelange gute Erfahrung“

Das weiß ich nicht - im AZ steht nichts konkretes…

Ja bedingt bspw.

• Montage von elektromechanischen Komponenten & Baugruppen
• Bedienung & Handhabung von Maschinen, Werkzeugen, Vorrichtungen & Prüfanlagen
• Qualitätsprüfung a Werkerselbstprüfung & Dokumentation

Ja, genau so war es!

Hallo zurück,

„zzz“ ist in diesem Fall die Quelle der Stellenauschreibung: eigene Internetseite, indeed, Tageszeitung…

Das klingt für mich schon deutlich anders - besser. :wink:

Da hast Du natürlich völlig Recht. Wenn jeder Satz mit „ich“ beginnt, wird es stilistisch schnell langweilig. Aber wie Du in Deinem neuen Entwurf siehst, kannst Du alles in erster Person Singular - die ich-Form - schreiben und es ist nicht langweilig.

Kannst Du Dich noch an etwas außergewöhnliches erinnern? Z.B. die generelle Bezeichnung? (Sprizgussmaschinen, Drehmaschinen, CNC-Multiportal-Fräsmaschinen) Oder hast Du jede Woche an einer anderen Maschine gearbeitet? Dann könntest Du das Wort „unterschiedlichste“ oder „verschiedene“ einfügen.

Ich will dadurch erreichen, dass das ganze eine Wertigkeit bekommt. Es macht in meinen Augen einen Unterschied, ob Du nur morgens und abends einen Knopf gedrückt hast und der Rest passierte automatisch, oder ob Du umfangreiche Arbeitsschritte wie Einrichten, Bestücken, Entnehmen, Qualitätskontrolle, Programmanpassungen, oder -änderungen vorgenommen hast.

Gab es irgendeine besondere Maschine? Eine, wo Du sagtest:"Wow! Ist das ein Hammerteil! Endlich darf ich auch an der arbeiten. Also ein echtes Highlight? Ist eine Entwicklung zu erkennen gewesen?


Lies Dir mal die Bewerbung von @X_Strom genau durch. Das ist das, was ich vor einigen Wochen als „mächtig auf den Putz hauen“ bezeichnet hätte. Allein der Einstieg:

Er braucht Mut. Der Schreiber zeigt seine Schwächen. Er zeigt aber auch, dass er seine Schwächen erkennt, sie akzeptiert und offen damit umgehen kann.

Wer so schreibt, vermittelt "Ich bin ein Macher! Es gibt vieles, das ich noch nicht kann. Aber ich werde es erlernen und dann können. Kaum noch jemand will heute jemanden haben, der 40 Jahre lang, tagein, tagaus die selben zwei Knöpfe drückt. Man möchte Menschen haben, die, wenn es notwendig ist, auch ohne Gejammer mal as anderes machen. Menschen, die sich die Anleitung der neuen Maschine schnappen, lesen, testen und sie am nächsten Tag beherrschen.


Stell Dir vor, der Empfänger Deiner Bewerbung ist ein Typ wie ich. Im letzten Drittel seines Arbeitslebens. Jede Woche kommen zehn oder hundert Bewerbungen rein. Die Hälfte bauen auf der selben Word-Vorlage für Anschreiben und Lebenslauf auf. Langweilig. Sie fangen alle mit „mit Begeisterung habe ich ihre Stellenanzeige auf indeed gelesen“ an. Langweilig. Sie enden alle mit dem passiven, vorsichtigen und eigentlich schon verzweifelten Satz „über einen Termin zur persönlichen Vorstellung würde ich mich sehr freuen.“ Langweilig. Erfahrung: Langweilig. Warum man wechseln möchte: Langweilig.

Und dann kommt so eine erfrischende Bewerbung, wie die von @X_Strom! Ja, zehn Prozent aller Bewerbungen sind so. Aber will man lieber ein Teil der langweiligen 50% sein oder der frischen 10%?!

Ja, bei @X_Strom fängt fast jeder Absatz mit „ich“ an. Aber hier ist es gewolltes stilistisches Element. Hier sieht das innere Auge einen Menschen in Heldenpose: Kreuz breit, Brust raus!

Ja, es erfordert Mut, so zu schreiben. Ja, man sollte genug Selbstbewusstsein haben, um dann im persönlichen Gespräch nicht wie ein trauriger Schluck Wasser zu wirken, der die Zähne kaum auseinander bekommt.

Aber was hast Du zu verlieren?

Was hast Du zu gewinnen?

Meine letzte Bewerbung war im Stil von @X_Strom. Ich habe gewonnen. Für meinen derzeitigen Job fehlten mir ganz viele Bedingungen, die in der Stellenanzeige genannt wurden. Ich bin offen damit umgegangen. Nach dem Motto „ich kann das nicht, bin mir aber aufgrund dieser und jener Dinge sicher, dass ich das in kurzer Zeit erlernen kann“.

Viel Erfolg

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Ok, verstehe.

Ja evtl. kann man damit arbeiten wie bspw. leicht individuell aufs Unternehmen/Stelle anpassen ohne zu viel zu verändern bzw. reicht es vielleicht aus nur einen Abschnitt oder sogar einen Teil eines Abschnitts entsprechend anzupassen - ähnlich wie ein Baukastensystem, bei den bereits eine gute valide Grundlage besteht/vorhanden ist…

Nein, kann ich nichts dazu sagen.
Hab bisher nur als Produktions-und Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und noch nicht wirklich als Maschinenführer, weil es meistens hieß man hat noch zu wenig Erfahrung…

Ja, ist das konträre zu einer normalen Bewerbung oder nicht?
Jedoch gibt es tatsächlich 2 gute Absätze >

und

Möglicherweise lassen sich die beiden Abschnitte(teilweise) in die überarbeitete Variante integrieren…

Guten Sonntag noch :slight_smile:

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So guten Abend nochmals,
also ich hab jetzt mein Anschreiben - wie zuvor erwähnt glaub ich - nochmal überarbeitet.

Man kann ein Anschreiben möglicherweise wie eine Art
,Baukastensystem“ verfassen, sodass man nur noch vereinzelte Absätze individuell an die Stelle/Unternehmen angepasst werden muss in dem Fall die dunkelgrün markierten… unabhängig ob es eine
gewöhnliche direkte ausgeschriebene Stelle für z.B. eine Stelle wie ,Verfahrensmechaniker“ ist oder eben eine Initiativbewerbung als Produktions -und Fertigungsmitarbeiter bzw. Maschinenführer ist…

Abschließend würde ich alle weiteren (Initiativ-)Bewerbungen so verfassen - falls das ein gutes aussagekräftiges Anschreiben ist?
Ich würde falls nicht mein Anschreiben so formulieren, dass man noch zwar noch nicht so viel (fachbezogene) Erfahrung & Praxis hat, aber weitere auf jeden Fall sammeln möchte…

In dem 2 dunkelgrünen Feld steht leider zudem nichts, weil mir kein valider Grund einfällt , weshalb ich mich gerade dort bewerbe - in erster Linie um weitere Berufserfahrung in der Produktion & Fertigung zu sammeln - jedoch weiß ich nicht ob, dass ein guter und ausreichender Grund ist…

Ansonsten schönen Sonntagabend^^

hi,

den Namen im Anschreiben würde ich zum einen … naja röten und danach richtig schreiben.

grüße
lipi

Eins von einer Million und dazu noch mit ein paar echten sprachlichen Krachern:
Besonders interessiert hat mich schon immer der industrielle Fertigungsbereich und möchte daher..

Das ist selbst wohlwollend betrachtet kein korrekter Satz.

"Dadurch konnte ich meine praktischen Erfahrungen durch fundierte fachliche Kenntnisse ergänzen…

Vorher habe ich einfach gemacht, was ich mir so dachte, aber seit meiner Ausbildung weiß ich wenigstens, was ich tue.

Nee, ehrlich. Du hast doch einige gute Vorschläge bekommen. Warum schreibst Du nun so ein 0815-Ding, das dazu noch mit solchen Fehlern gespickt ist?

Gruß
C.

Es ist schwieriger als ich dachte ein Anschreiben zu verfassen, da ich es zum ersten mal tue bzw. leichter gesagt als getan…

Meine Frage wäre
ob es sinnvoll wäre im grünen Feld als Grund für die Bewerbung anzugeben ,weitere Erfahrung“ in der Produktion/Fertigung sammeln zu wollen, um auf die nächste Stufe zu kommen sowie ob man eine Ausbildung auch als Erfahrung bewerben kann und wie man sowas professionell verfasst?

Warum?
Weil mir tatsächlich kein anderer Grund einfällt und es mir tatsächlich darum geht weitere wichtige Erfahrung im Produktions-und Fertigungsbereich zu sammeln, um mittel & längerfristig gute Erfahrungen nachweisen zu können…

Auch bin ich überfragt wie ich das orangefarbige Feld überarbeite und die 2 Folgeabschnitte, da es denk ich allgemein nicht so gut ist 2x mal mit ,Ich“ zu starten…

Gruß Daniel

Ich finde es wirklich klasse, wie sehr Du Dich bemühst, ein bestmögliches Anschreiben zu verfassen. Aber wenn Du Dir Seiten wie LinkedIn und Co. ansiehst, dann ist das klassische Anschreiben inzwischen ziemlich out. Und dies gerade bei Positionen, die sich in einem Bereich bewegen, in dem auch Du unterwegs bist. Statt da jetzt noch Wochen weiter zu feilen, würde ich eher ganz knappe und einfache Texte verwenden, mit denen aber dann jetzt auch sofort loslegen.

Z.B.:

Sehr geehrter …,

ich bewerbe mich (initiativ) um Position X/für eine Tätigkeit als/im Bereich … Im Frühjahr 2023 habe ich erfolgreich die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen. Bis jetzt habe ich in folgenden Bereiche gearbeitet:

  • Montage und Zusammenbau von Baugruppen nach Stückliste (kann man noch etwas spezifizieren, um die Komplexität der Baugruppen herauszustellen)
  • Qualitätskontrollen und Fehlerbehebungen (ebenfalls noch etwas spezifizieren, wie komplex die zu prüfenden Dinge waren)
  • Maschinenbedienung (ebenfalls noch etwas spezifizieren, Art der Maschinen/Technologie, ggf. Typ).

Ich möchte mich gerne beruflich weiterentwickeln und die Herausforderung annehmen, bei Ihnen als … zu arbeiten.

Gerne möchte ich mich Ihnen persönlich vorstellen. Für einen Probearbeitstag stehe ich gerne zur Verfügung.

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Nur schade, dass es wahrscheinlich nichts bringen wird, da ich objektiv gesehen keine guten Karten habe, wenn Arbeitgeber
erfahrene Bewerber wollen, bevorzugen whatever, die vielleicht schon
sowas wie mind. 5-6-Jahre fachliche Erfahrung mitbringen/haben oder erfahrene Industrie - und Verfahrensmechaniker suchen/wollen
und ich leider in keiner dieser Gruppen bin und auch noch nicht wirklich länger an einer komplexeren Maschine gearbeitet habe…

Persönlich kann man vielleicht sagen, dass ich in der Vergangenheit falsche Entscheidungen traf… aber darauf will ich nicht einghen.

Auf LinkedIn lädt man - soweit ich richtig liege - seine
Bewerbungsunterlagen hoch und Unternehmen/Arbeitgeber können das dann sehen und einen kontaktieren?

Wenn Ja könnte man es versuchen, vor allem - wenn AG auf einen zukommen und Angebote machen, die zu einem AV führen können…

Könnte man auch Kontakt mit Personen, die sich „Headhunter“ bezeichnen kontaktieren - keine Zeitarbeit?

AG wollen aber doch ein Anschreiben, in dem auch gut begründet wird, weshalb man sich ausgerechnet gerade bei Ihm bewirbt…??

Ansonsten >>>

Tatsächlich Ja, da es nicht schlecht wäre im September, die ersten 4-6 Bewerbungen zu versenden, um in der ersten Oktoberhälfte vielleicht schon für 70% der Bewerbungen „halbwegs konkreten“ Rückmeldungen zu erhalten, da ich davon ausgehe, dass die AG sich mind. 3-5-Wochen Zeitlassen bevor man alles gesehen, geprüft und verglichen hat…

Abschließend sollte ins Anschreiben noch eine Begründung rein, weshalb man sich ausgerechnet dort bewirbt?

Guten Abend

Nur schade, dass ich relativ schlechte Karten bzw. keine gute Chancen habe, da Firmen wahrscheinlich eher
erfahrene Bewerber wollen, bevorzugen whatever, die vielleicht schon
sowas mehrjährige Erfahrungen haben oder erfahrene Industrie - und Verfahrensmechaniker suchen/wollen
und ich leider in keiner dieser Gruppen stehe und auch noch nicht wirklich länger an einer komplexeren Maschine gearbeitet habe…

Es sei denn die Firma sagt > Man erfüllt nur 50-70% aber probieren es…

Persönlich kann man vielleicht sagen, dass ich in der Vergangenheit falsche Entscheidungen traf… aber darauf will ich nicht einghen.

Auf LinkedIn lädt man - soweit ich richtig liege - seine
Bewerbungsunterlagen hoch und Unternehmen/Arbeitgeber können das dann sehen und einen kontaktieren?

Wenn Ja könnte man es versuchen, vor allem - wenn AG auf einen zukommen und Angebote machen, die zu einem AV führen können…

Könnte man auch Kontakt mit Personen, die sich „Headhunter“ bezeichnen kontaktieren - keine Zeitarbeit?

Wollen AG keine umfassende und konkrete Begründung im Anschreiben, weshalb man sich gerade ausgerechnet dort bewirbt?

Wenn Ja, könnte man als Grund nennen weitere Erfahrung in der Produktion & Fertigung sammeln zu wollen, um mittel + längerfristig auf die nächste Stufe/Level zu kommen, ob das ausreicht und wie man das schriftlich gut/professionell begründet, weiß ich nicht…

Wäre tatsächlich nicht schlecht, da die Firmen sich wahrscheinlich mind. 3-4 Wochen oder sogar 5-6-Wochen Zeit lassen, bevor man eine Rückmeldung bekommt.
Heißt wenn man jetzt eine Bewerbung verschickt kann es bis zu einer Rückmeldung Mitte Oktober sein - vielleicht sogar fast Ende Oktober.

Deshalb wäre es vielleicht gut demnächst die ersten 4-5 verschicken zu können…

Hallo,

Was wäre denn, wenn Du mal ein Bewerbungstraining bei einem guten Coach machen würdest?

Ich musste das quasi gezwungenermaßen auch machen und war angenehm überrascht, was da für Stärken herum kamen, die mir gar nicht so bewusst waren. Damit konnte man dann gut arbeiten.

Einarbeitungszeit braucht jeder im neuen Job, keiner kann alles, wenn er (neu) anfängt.

Als mein Sohn einen Ausbildungsplatz suchte, haben wir die Bewerbungen auch deutlich auf seinen Charakter ausgerichtet, -logisch, dass ich ihn unterstützt habe einen Faden zu finden- finalisiert hat er sie selbst, aber es war authentisch er, der sich bewarb.

Spätestens im Vorstellungsgespräch fällt eine etwaige Diskrepanz auf.

Ich würd’s auch unkonventionell versuchen, wenn ich der Typ dafür bin…vielleicht zu Übungszwecken erst bei Firmen, die zweite Wahl wären. Manche Firmen kann man bei Ablehung auch fragen, was nicht gepasst hat.

Mach halt mal :upside_down_face:

Viel Erfolg!

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Ich sage es immer wieder gerne: Machen ist wie drüber reden, nur viel geiler!

Du hast hier nichts zu verlieren. Und ja, es ist blöd, wenn sich Chancen zerschlagen, die man als Hoffnung mit sich rum schleppt. Aber von solchen Hoffnungen kann man nun mal nicht leben. Aber wer nicht wagt, hat schon verloren. Also zieh Dich nicht selbst runter, schick ein paar Bewerbung ab, erwarte nicht gleich den tollsten Job der Welt nach drei Bewerbungen, sondern hake einfach ab, von wem Du eine Absage bekommst, oder einfach nichts hörst. Und dann aufstehen, Krönchen richten, und weitermachen! Der Markt ist momentan nicht sonderlich gut, und es gibt Recruiter, die sich offenbar einen Spaß daraus machen, Bewerbungen im Sekundentakt auszusortieren, an denen sie angeblich ach so gravierende Mängel festgestellt haben. Aber damit muss man leben. Und wenn man sich anschaut, wieviele aus der Ecke gerade selbst nach neuen Jobs suchen, kann man nur sagen, dass Karma offenbar doch manches Mal funktioniert.

Was LinkedIn angeht, so gibt es mir hier weniger darum, dass man da natürlich ein Profil anlegen und sein Bild mit einem „open to work“ Batch verzieren kann, sondern um Inhalte rund um das Thema Bewerbung. Da findet sich inzwischen viel KI-Mist, und es wird zwecks Reichweite selbstverständlich auch gerne polarisiert. Aber man kann da schon auch Trends und Entwicklungen erkennen, Und einer dieser Trends ist eben, dass das klassische, umfangreiche Anschreiben out ist. Gerade wird auch diskutiert, ob eine aufwendige Gestaltung einer Bewerbung angesichts von mehr und mehr KI-Systemen in den Firmen, die selbständig versuchen Keywords und Fakten in den Unterlagen zu finden, nicht ggf. kontraproduktiv ist. Das ist mE schon eine spannende Fragestellung, und ich wäre ohnehin jemand, der gerne beim klassischen Fließtext und Bulletpoints bleibt. Du hast hier den Vorteil einer standardisierten Ausbildung mit einem „echten, offiziellen Namen“, auch das ist für KI-Systeme gut. Die Senior-Vize-President of Erdbeereis Manager tun sich da ggf. dann auch schon mal schwerer.

Also los!

Hallo,

Hab ich mal vor einiger Zeit bereits gefragt und wurde lapidar abgelehnt, es hieße ich soll mich wie bisher bewerben.

Das die Zeitarbeitsfirmen mehrheitlich keine passende Stellen haben - hat einen nicht interessiert.

Nun Ja, normalerweise bewerbe ich mich ausschließlich bei Zeit & Leiharbeitsfirmen - zu mindestens bisher, da einige regionale Firmen bei mir nur darüber suchen und ich dachte dass, man damit gut und schnell Erfahrung sammeln kann - was ich in ein vorherigen Beitrag schrieb.

Die meiste Firmen suchen aber mehrheitlich erfahrene Industrie -und Verfahrensmechaniker - die schon bissl Erfahrung mitbringen…

Servus,

das kann man nicht.

Wenn man überhaupt mit dem klassischen Anschreiben operieren möchte - @Wiz hat dazu schon vieles erklärt - sollte man auch die Regeln für dieses einhalten:

Es ist immer und ohne Ausnahme von der Anrede bis zum Gruß exakt auf die Stelle und auf das Unternehmen bezogen, bei dem Du Dich bewirbst, und nach Möglichkeit auch auf die Person, mit der Du telefoniert hast - ja, in diesem Fall ist ein kurzes Telefonat viel wert: Du hörst, wie sie was formuliert und wie die Stimme klingt, und kannst Dir diesen Menschen beim Verfassen des Anschreibens vor dem inneren Auge Dir gegenüber an den Tisch setzen.

Das ist natürlich anders, wenn Du die von @Wiz erwähnten weitgehend schematisierten Verfahren verwendest. Aber für diese brauchst Du kein Anschreiben.

Moral: 5 Bewerbungen, die zumindest wenigstens gelesen werden, sind viel mehr wert als 500, die nach dem ersten flüchtigen Blick auf Stapel C landen.

Schöne Grüße

MM

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