Hallo Wissende und hoffentlich Helfende!
Ich sitze schon seit 1 Woche über einem Anschreiben. Ich habe sämtliche Seiten (Jova Nova etc.) und das Forum hier dursucht und komme einfach nicht weiter.
Ich schreibe eine Initiativbewerbung an eine Firma X. Leider habe ich keine Idee für den 1. Satz. Ich kann mich ja auf nichts beziehen (Sprich Anzeige, Gespräch, etc.), deswegen fällt es mir sehr schwer. Momentan starte ich mit:
Sehr geehrter Herr Y,
in diesem Sommer habe ich meine Ausbildung zur MaTAine beendet und bin auf der Suche nach neuen Herausforderungen. BLABLABLA…
Damit bin ich allerdings nicht zufrieden. Mich stört zum einen der plumpe Start und dieses „Auf der Suche nach Herausforderungen“.
Könnt ihr mir da helfen?
Wie gesagt, im Archiv habe ich nichts gefunden. Danke!!!
Gruß
Mareike
Hallo Mareike,
Jova-Nova empfiehlt ohne lange Schwafelei direkt mit den Knallerargumenten zu kommen, und das ohne großartige Einleitung. Meiner Meinung nach völlig korrekt, denn wenn Du z. B. Werbebriefe bekommst - das ist ja sowas wie eine Initiativbewerbung um Deine Gunst - steht da auch nicht: „Sehr geehrte Frau Mareike, wir hoffen daß wir nicht stören weil wir unaufgefordert Post zu Ihnen schicken. Wir haben aber ein interessantes Angebot für Sie und schicken Ihnen deswegen hier einen Werbebrief. …“
Das wäre in der Tat überflüssige Laberei, denn Du weißt längst selber daß es ein Werbebrief ist und Du weißt auch daß Du ihn nicht angefordert hast.
Solche Texte kommen gleich auf den Punkt: „Sehr geehrte Frau Mareike, wir bieten ihnen ein tolles Angebot, nämlich…“
Ich habe eine Formulierung von Jova-Nova übernommen und benutze seitdem „Sehr geehrte Frau Mareike, das Wichtigste für Sie zuerst: in diesem Sommer habe ich meine Ausbildung zur MaTAine beendet usw…“
Damit bin ich allerdings nicht zufrieden. Mich stört zum einen
der plumpe Start und dieses „Auf der Suche nach
Herausforderungen“.
Ich bin generell ein Freund davon ehrlich und normal zu formulieren. Dieser Laber von den Herausforderungen gefällt mir auch nicht. Die Realität ist: man sucht einen Job und bewirbt sich überall wo es geht. Da kommt es mir blöd vor von angeblichen Herausforderungen zu erzählen, denn niemand sucht wirklich Herausforderungen - man sucht nur einen passenden Job.
Insofern ist der Tenor meiner Anschreiben nicht: „Sorry, ich störe ganz ungern, aber Ihre Firma wäre ja eine soooo tolle persönliche Herausforderung und Selbstverwirklichung für mich und ich habe auch mein Leben lang davon geträumt ausgerechnet nur hier arbeiten zu dürfen…“ Bei mir sagt das Schreiben sinngemäß: „Hey, ich hab’ ein Angebot für Dich - ich bin ein rundum vorteilhafter Mitarbeiter, der Deine Firma vorwärts bringen könnte weil ich dieses und jenes bieten kann - Du mußt nur zugreifen…“
Viel Erfolg!
Gruß,
MecFleih
Hallo MecFleih,
Hallo Mareike,
Jova-Nova empfiehlt ohne lange Schwafelei direkt mit den
Knallerargumenten zu kommen, und das ohne großartige
Einleitung. Meiner Meinung nach völlig korrekt, denn wenn Du
z. B. Werbebriefe bekommst - das ist ja sowas wie eine
Initiativbewerbung um Deine Gunst - steht da auch nicht: „Sehr
geehrte Frau Mareike, wir hoffen daß wir nicht stören weil wir
unaufgefordert Post zu Ihnen schicken. Wir haben aber ein
interessantes Angebot für Sie und schicken Ihnen deswegen hier
einen Werbebrief. …“
Der Vergleich gefällt mir! Danke für die Idee.
Das wäre in der Tat überflüssige Laberei, denn Du weißt längst
selber daß es ein Werbebrief ist und Du weißt auch daß Du ihn
nicht angefordert hast.
Solche Texte kommen gleich auf den Punkt: „Sehr geehrte Frau
Mareike, wir bieten ihnen ein tolles Angebot, nämlich…“
Ich habe eine Formulierung von Jova-Nova übernommen und
benutze seitdem „Sehr geehrte Frau Mareike, das Wichtigste für
Sie zuerst: in diesem Sommer habe ich meine Ausbildung zur
MaTAine beendet usw…“
Schreibst du wirklich: „Das Wichtigste für Sie zuerst.“? Find ich persönlich gut, kann mir aber nicht vorstellen, dass das „ankommt“.
Ich bin generell ein Freund davon ehrlich und normal zu
formulieren. Dieser Laber von den Herausforderungen gefällt
mir auch nicht. Die Realität ist: man sucht einen Job und
bewirbt sich überall wo es geht. Da kommt es mir blöd vor von
angeblichen Herausforderungen zu erzählen, denn niemand sucht
wirklich Herausforderungen - man sucht nur einen passenden
Job.
Danke so sehe ich das auch, bekomme aber immer was anderes gesagt. …
Bei mir sagt das Schreiben
sinngemäß: „Hey, ich hab’ ein Angebot für Dich - ich bin ein
rundum vorteilhafter Mitarbeiter, der Deine Firma vorwärts
bringen könnte weil ich dieses und jenes bieten kann - Du mußt
nur zugreifen…“
Ja, das klingt gut. Ich werde es versuchen mal auf Papier zu setzen!
Vielen Dank für die hilfreiche Anregung!
Viel Erfolg!
Gruß,
MecFleih
Gruß zurück,
Mareike
;o)
Hallo Mareike,
Schreibst du wirklich: „Das Wichtigste für Sie zuerst.“? Find
ich persönlich gut, kann mir aber nicht vorstellen, dass das
„ankommt“.
Ja, schreibe ich wirklich so hin. Und danach warum ich die perfekte Besetzung für die Stelle wäre.
Es ist klar daß wenn sich 100 Leute bewerben 98 andere genauso gut auf die Stelle passen. Aber mein Anschreiben sticht wahrscheinlich heraus weil da sofort das Pro-Argument ins Auge springt - und damit hoffe ich einen „guten ersten Eindruck“ zu machen, also sofort als interessant wahrgenommen zu werden und nicht wie andere erst im 3. Abschnitt.
Ich finde „Das Wichtigste für Sie zuerst“ nicht so schlecht. Aber man könnte es ja auch weglassen - sie Dir mal die typischen Werbe- oder Spendensammel-Briefe an. Die haben gar keine Einleitung sondern starten gleich mit dem Thema.
Wenn Dir „Das Wichtigste für Sie zuerst“ nicht zusagt - laß es einfach weg und starte sofort mit dem, was ich erst danach sage, also mit dem was Du zu bieten hast.
Ich bin generell ein Freund davon ehrlich und normal zu
formulieren. Dieser Laber von den Herausforderungen gefällt
mir auch nicht. Die Realität ist: man sucht einen Job und
bewirbt sich überall wo es geht. Da kommt es mir blöd vor von
angeblichen Herausforderungen zu erzählen, denn niemand sucht
wirklich Herausforderungen - man sucht nur einen passenden
Job.
Danke so sehe ich das auch, bekomme aber immer was anderes
gesagt. …
Man sollte das ja auch nicht mit dieser Deutlichkeit sagen, sondern muß natürlich schon Begründungen nennen warum man sich bewirbt (weil das ja so üblich ist) und dann ganz ehrlich zu sagen „ich hab’ mit der Gießkanne Bewerbungen ausgeschüttet und da waren Sie nun mal auch dabei“ kommt sicher nicht so gut. Ich würde natürlich schon das ein oder andere Argument bringen, aber dabei mehr auf die Innovations- und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens abheben. Das sind auch gute Gründe, die aber sogar einen Wahrheitsgehalt haben.
Bei mir sagt das Schreiben
sinngemäß: „Hey, ich hab’ ein Angebot für Dich - ich bin ein
rundum vorteilhafter Mitarbeiter, der Deine Firma vorwärts
bringen könnte weil ich dieses und jenes bieten kann - Du mußt
nur zugreifen…“
Ja, das klingt gut. Ich werde es versuchen mal auf Papier zu
setzen!
Vielen Dank für die hilfreiche Anregung!
Ich habe mich inzwischen etwas davon gelöst den üblichen Blabla zu schreiben - das kann jeder und da wird auch jeder sofort als uninteressant oder „einer unter vielen“ wahrgenommen. Deswegen soll mein Anschreiben natürlich keine Tabubrüche haben sondern schon darstellen daß ich eine gute Besetzung wäre - aber das können alle anderen Bewerber auch. Mein Anschreiben soll aber auffallen, indem es sich angenehm und positiv liest, aber eben nicht den üblichen Einheitsbrei an Formulierungen bietet.
Viel Erfolg,
MecFleih
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Hallo MecFleih,
danke nochmals für deine ausführliche Antwort. Ich habe deine Hinweise und Tipps berücksichtigt.
Wenn ich den Job bekomme, werde ich mich mit einem Buffet bei dir bedanken.
;o)
Gruß
Mareike
Hallo Mareike,
Wenn ich den Job bekomme, werde ich mich mit einem Buffet bei
dir bedanken.
;o)
Yes, yes, yes!
)) Dann wünsche ich Dir besonders viel Glück! *lach*
Schöne Grüße,
MecFleih