Hallo liebe Community,
ich brauch mal wieder Eure Hilfe. Folgender Fall:
Person A hat einen Vertrag nicht gekündigt.
Monate später kommen Schreiben vom Inkassounternehmen I.
Der nicht gekündigte Vertrag beinhaltete eine monatliche Zahlungsweise von sagen wir mal 8 EUR.
Nun bekommt Person A von Inkassounternehmen I Schreiben für jede dieser monatlichen anfallenden Forderungen.
Die Verzugszinsen sind stets im unteren Cent-Bereich.
Allerdings ist die Inkassovergütung recht saftig. Diese beträgt mindestens 27 EUR pro monatliche Forderung.
angegeben wird „0.5 Gebühr 2300/7001/7002 VV RVG“.
Bei manchen der Briefe wird auch der 0.6 und 0.7-fache Satz verwendet.
Da es sich um eineige Monate und somit auch eineige Rechnungen handlet, kommt da ein hübsches Sümmchen zusammen.
Nun meine Frage:
Warum variiert hier der Satz nach RVG zwischen 0,5 und 0,7.
Ist es rechtens dass die Inkassokosten zwischen 3 und 4 mal so hoch sind wie die jeweiligen Hauptforderungen?
Ich bedanke mich schon mal im Voraus herzlich für die Antworten.
Falls der Sachverhalt nicht klar sein sollte bitte kurze Rückmeldung.
Lieber Gruß
Markus
wie kann es sein, dass sich person a jeden monat erst auf mahnung hin bequemt, die offenbar gerechtfertigte forderung zu erfüllen? ist person a noch nie auf die idee gekommen, den betrag einfach komplett zu begleichen oder eine ratenvereinbarung mit dem schuldner einzugehen?
Servus,
der fiktive Fall ist komplizierter als es scheint.
Wie bereits beschrieben wurde davon ausgegangen dass der Vertrag gekündigt sei, was aber nicht der Fall war. Der Vertrag wurde darüber hinaus vor über 15 Jahren abgeschlossen und lief seitdem. Wurde immer vom selben Bankkonto abgebucht.
Dazu kam eine Wechsel des Bankkontos. Der ursprüngliche Gläubiger konnte also den Betrag nicht mehr einziehen. Statt nun via Mahnungen hingewiesen zu werden dass es offene Forderungen gibt kam leider nichts postalisches. Was kam waren die Berge von Schreiben vom Inkasso. Und zwar nicht eines nachdem anderen sondern direkt ein Paket mit Forderungen der letzten X Monate.
Natürlich kam es erstmal zu einigen Schriftwechseln bis klar gestellt wurde dass der Vertrag, entgegen meiner Annahme, nicht gekündigt sei. Somit ist auch einiges an Zeit vergangen.
Auf Nachrage beim ursprünglichen Gläubiger wurde gesagt die Mahnungen/ Zahlungsauffoderungen seien via Email verschickt worden. Allerdings an eine mir unbekannte Email-Adresse. Wie es sich nun damit verhält ob man in Verzug geraten ist, bzw ab wann, etc. ist sicherlich in diesem Fall auch ein interessantes Thema auf was ich aber in diesem Beispiel nicht weiter eingehen möchte.