Innenwände verputzen

Guten Tag,
wir haben ein, um die „Jahrhundertwende“ ca.1920 gebautes Haus. Es besteht im Erdgeschoß aus schwarzem Basalt (kein „Stein“ meines Wissens - sondern Glas) der alte Innenverputz soll erneuert werden, da der Putz lose ist und überall hohl klingt. er wurde zwischenzeitlich zumindest in einem Raum gänzlich von mir entfernt. Die Wände sind ca. 50 - 60 cm dick. Der Zementputz hatte sich in keiner Weise mit den Steinen verbunden und fiel flächig ab.

Frage:
Wie kann ich es erreichen, daß der neue Innenputz (und welchen sollte man nehmen) besser und formschlüssiger hält?

Ich habe Folgendes vor:
zunächst wirklich alle alten Putzreste entfernen, dann die Wände mit sehr flüssig angemachtem Fliesenkleber flächig abpinseln und das in mehreren Schichten, um wirklich alle Stellen zu erwischen, dann einen Innenputz aufbringen - angedacht ist ein Gipsputz - wäre das richtig und so machbar ?
Klar ein riesiger Aufwand, aber ich habe Zeit!

Ich wäre Euch für eine dataillierte und umfassende Antwort sehr dankbar - ich kann ja schon Vieles aber eben nicht Alles…

lg
Peter

Hallo Peter,

ich kenne den von Dir beschriebenen glasartigen Basaltstein nicht. Aber bei der beschriebenen Beschaffenheit der Oberfläche ist eine Ähnlichkeit zu den Oberflächen von Fliesen gegeben. Darum ist Dein Lösungsweg, zunächst einen „Haftgrund“ mit Fliesenkleber zu schaffen nach meiner Auffassung richtig. Ich habe desöfteren ohne spätere Probleme direkt auf Fliesen neue Fliesen gesetzt. Allerdings sollte der Kleber laut Herstellerbeschreibung für das Kleben von Fliese auf Fliese geeignet sein.

Achte dann darauf, die später zu verputzende Oberfläche des Fliesenklebers nicht glatt zu ziehen, sondern mit allen Unebenheiten „wie angeworfen“ zu belassen, damit der Putz noch besseren Halt hat.

Welcher Putz dafür nun geeignet ist, kann ich mangels Kenntnisse der unterschiedlichen Putze nicht sagen. Ich vermute, dass normaler Wandputz für Innenwände darauf genauso gut haften würde wie jeder andere Putz.

Nebenbei: Bei den Putzen gibt es erhebliche Unterschiede in der Qualität der Oberfläche (Glätte). Vielleicht wäre es daher sinnvoll, einen Putz, den Du noch nicht kennst, an einer Wand zu testen.

Viel Erfolg
André

Hallo Peter,
die Idee mit dem Fliesenkleber ist grundsätzlich nicht schlecht. Zur Sicherheit würde ich noch „MEM Superhaftgrund“ vorher auftragen. Hat bei mir bis jetzt immer gut funktioniert.
Mit dem Gibsputz ist das so eine Sache. Dieser muss normalerweise in einer Schicht Aufgetragen werden, mit mehraufwand auch in zwei Schichten.
Habt Ihr Schon mel über Lehmputz nachgedacht? Gibt nichts besseres für´s Raumklima.
Lg Mario Meier