Innenwandisolierung -- welches Material?

Liebe/-r Experte/-in,

ich hoffe, Sie können mir einen Tipp geben. Bin am Überlegen, wg. Optik von innen zu isolieren. Dabei möchte ich Schimmelgefahr sowie den Raumverlust möglichst minimieren, daher suche ich nach dem Material, das am diffusionsoffensten ist und den höchsten Dämmwert hat. Nach ersten Recherchen klingen Porenbeton und Holzfasermatten am verheissungsvollsten.

Gibt es andere/bessere Alternativen? Was muss man sonst beachten? Bin für jeden Tipp dankbar!

viele Grüße,
Lutz

Liebe/-r Experte/-in,

ich hoffe, Sie können mir einen Tipp geben. Bin am Überlegen,
wg. Optik von innen zu isolieren. Dabei möchte ich
Schimmelgefahr sowie den Raumverlust möglichst minimieren,
daher suche ich nach dem Material, das am diffusionsoffensten
ist und den höchsten Dämmwert hat. Nach ersten Recherchen
klingen Porenbeton und Holzfasermatten am
verheissungsvollsten.

Gibt es andere/bessere Alternativen? Was muss man sonst
beachten? Bin für jeden Tipp dankbar!

viele Grüße,

Hallo Lutz,
das Beste (und whrscheinlich Teuerste) ist Lehm/Lehmputz.
Mit Holzfaserplatten und Porenbeton liegst Du aber auch richtig.Nach meinen Erfahrungen mußt Du aber bei Betonwänden für eine Hinterlüftung sorgen,also Hohlraum zwischen Dämmung und Wand.Bei Ziegelwandung und Kalksandstein kannst Du das Material direkt aufbringen.Ich habe reine Lehmziegelwände mit Lehm-und Kalkputz innen.Die atmen und isolieren gut.

Lutz

Hallo Lutz,

Es ist prinzipiell immer problematisch und sehr aufwendig von innen zu dämmen und sollte wirklich nur imm Notfall (Denkmalschutz etc) in erwägung gezogen werden.

du brauchst kein diffusionsdichtes Material sondern musst in irgend einer weise eine Membrane oder Dampfbremse einbauen. z.b Rockfol climate intello.

wenn du ein besonders Diffusionsdichtes Material benutzt geht das auf kosten des Raumklimas! Sprich, die Wand kann nicht mehr atmen. wenn du hingegen die Dampfbremse weglässt, bekommst du feuchtigkeit in den Wandaufbau. beim Verarbeiten der Dampfbremse ist es wichtig auf gutes verkleben zu achten. (auch im bereich von steckdosen etc die dampfsperre dicht verarbeitem!
Problemstellen sind ganz klar die ecken am fussboden, an der Decke, und an Innenwänden, die auf die aussenwand stossen. diesse stellen in jedem Fall eine Kältebrücke dar und können nicht richtig gedämmt werden! an solchen stellen kann es leicht zur ansammlung von Kondenswasser kommen.
all diese Probleme hättest du allerdings mit einer aussendämmung erschlagen !
also… besser die Optikfrage noch mal Überdenken!

Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen…
wünsche ein schönes Wochenende…
Gruss, Frank

Hallo Lutzb,

Isolierung von innen hat „RIESIGE“ Nachteile. Schnelle Raumluft Aufheizung im Winter, keine Speicherkapazität durch Steinwände = schnelle Abkühlung des Innenraumes nach dem ausschalten der Heizung. = Ungesunde Klimatische Verhältnisse für Bewohner.
Diffussionsoffene Bauweise ist nicht möglich, egal was Baumärkte und Industrie, welche einfach ihre Produkte verkaufen wollen sagen. Durch den rechnerich nachweisbaren Temperaturverlauf in der Wand ensteht zwischen der Isolierung und der kalten Aussenmauer immer ein Tauwasserauswurf (Schlagartige Abkühlung) Ergo ist eine Diffusionsoffene Bauweise rechnerich nicht möglich. Egal welche Baumaterialien verwendet werden.
Es MUSS also eine Dampfsperre (nicht Dampfbremse), nach dem aufbringen der Isolierschichten bevor die Innenwandverkleidung (Rigips oder Nut- und Federbretter) montiert wird, eingebaut werden. Diese Dampfsperre muss 100%ig dicht an Fenstern und Durchdringungen montiert werden. Auch Durchdringungen bezüglich der Innenwandverkleidung also Nägel oder Schrauben müssen alle mit einem Nagel und Schraubendichtband vesehen werden. 100%ige Dichtheit der Dampfsperre ist notwendig, sonst irgendwann Schimmel im äusseren Mauerwerk.
Hat „Mann“ nun mit hohem finaziellen Zeitaufwand diese Dichte Dampfsperre montiert, kann die Feuchtigkeit den Innenraum nicht mehr verlassen und die Wände sind innen gegen Schimmel geschützt. Jedoch droht jetzt die Gefahr, dass die Innenwandverkleidung vom Schimmel befallen wird. Dem kann man nur mit erhöhtem Lüftungsaufkommen entgegen wirken. Dies bedeuted, dass Sie die eingesparte Energie bei mehrfachem täglichen Lüften wieder zum Fenster rauslassen. Sonst Schimmel an den Tapeten. :frowning: Es gibt nur eine Sinnvolle Schlußfolgerung. Wenn möglich nutzen sie die Aussenwandisolierung und lassen Sie diese vom FACHMANN aufbringen. Dann haben sie die Garantie auf ein vernümpftiges Raumklima bei normalem oder leicht erhöhtem Lüftungsaufkommen und Sie sparen in der Zukunft Geld. Angenehmes und gesundes Raumklima inklusive. Und mit Fachmann meine ich den Handwerkskammer geprüften Meister Betrieb (Maler). Kein Raumdekorateur oder Hausmeisterservice und schon gar keine Polentruppe oder den Schorsch aus dem Nachbarort.
Diffusionsoffene Innenwandisolierungen funktionieren nicht.
Ich bin Dachdecker- und Zimmermannsmeister, betreibe seit 19 Jahren eine Albausanierungs GmbH im Rhein-Main Gebiet. Sie sind wahrscheinlich zuweit entfernt für mich und ausserdem anonym. Ich habe also kein finazielles Interesse. Der Baumarkt um die Ecke, welcher Ihnen gerne die Materialien für Ihre Innenwandisolierung verkaufen will hat schon finazielles Interesse. Wahrscheinlich besitzt dieser auch nur finanzielles Interesse und nicht das notwendige Know-How. Wegen der „Optik“ von innen zu isolieren ist keine gute Überlegung.

Wünsche Ihnen viel glück

mfg Dachdeckermeister