Inoffizielle Vorgaben eines Vorgesetzten

Hallo,

das Team einer Vertriebsorganisation beschäftigt/quält sich schon seit längerem mit folgendem Problem:
Vertriebschef fordert eine tägliche Arbeitszeit von 9 Uhr bis mindestens 19 Uhr…natürlich nur inoffiziell. Arbeitsvertrag regelt eine 40 Std. Woche. Darüber hinaus wird erwartet/gefordert, regelmässige Kundenveranstaltugen durchzuführen. Diese natürlich nach Dienstende. Sprich, nach Feierabend gegen 18:30 wird erwartet noch regelmässig mit Kunden essen etc… zu gehen. Von einem Sprachkurs der eigentlich freiwilig ist und morgens um 8 Uhr stattfindet ganz zu schweigen. Arbeitsbeginn ist offiziell 9 Uhr… Wenn sich die Mitarbeiter nicht an die Guidelines halten, werden regelmässige Emails versendet, die einen darauf hinweisen, das man eigentlich immer zu wenig arbeit…zu früh geht… etc…
Betriebsrat gibt es leider nicht und wir sprechen hier von einem Weltunternehmen. . Wie kann man gegen diese dubiosen Methoden vorgehen?

Nachfrage
Hi,

in welcher Region liegen denn die Gehälter der Mitarbeiter, um die es hier geht?

Gruss,

Hi,

weiss nicht ob dies so relevant ist, aber die Jungs liegen alle bei 60-70k.

Gruß

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Und ob
Hallo,

die Herren verdienen 60 bis 70 Tausend Euro pro Jahr, also deutlich über Tarif. Urlaubs- und Weihnachtsgeld mal vernachlässigt, sind das bis satte 33,50 Euro in der Stunde. Es macht schon einen Unterschied, ob in der Frage jemand gemeint ist, der 6,50 Euro verdient, oder halt das 5-fache.

Man berücksichtige auch bitte, dass die Mitarbeiter Urlaub erhalten, der Arbeitgeber sich an der Krankenversicherung beteiligt und Entgelt im Krankheitsfall zahlt, er mit für die (karge) Rente seiner Leute sorgt und er bietet Ihnen (nicht ganz freiwillig) Kündigungsschutz mit ggf. Abfindungszahlung.

Der Arbeitgeber wünscht sich für diesen Kurs Mitarbeiter, die ihren Job nicht nur als solchen verstehen. Also auch mal (und das auch öfter) ausserhalb der Arbeitszeit mit Kunden Essen gehen, wie das viele andere, aussertarifliche Angestellte auch tun.

Eine Frechheit von diesem Arbeitgeber. Also wirklich.

Gruss
T.

  1. P.S. Die AN arbeiten bei einer Arbeitszeit von 9 bis 19 Uhr, hiervon eine Stunde Pause abgezogen, täglich 9 Stunden. Das sind 45 die Woche. Das wäre gegen den Vertrag.
  2. P.S. Der AN kann auf Vertragserfüllung bestehen und 40 Stunden die Woche arbeiten. Und sich einen neuen Job suchen. Bei dem dann Geld verdienen ohne viel Einsatz natürlich viel besser geht.

Hallo,

die Rede ist hier bei weitem nicht vom „Dienst nach Vorschrift“

Jeder der Herren der übertariflich verdient ist bereit wenn erforderlich erhebliche Mehrarbeit zu leisten. Nur, dies wird immer und generell gefordert auch unter unterschwelligen Androhungen von Konsequenzen… wenn man eben mal nicht die Muse hat Freitags bis 19 Uhr im Office zu sitzen. Urlaubsabruch bei wichtigen Projekten etc…alles kein Thema und gern gesehen, aber mit schlechtem Gewissen mal pünktlich Feierabend machen, dies kann egal in welchen Gehaltsregionen nicht die Norm sein… Vorgesetzte die wesentlich mehr verdienen und noch weitere Annehmlichkeiten gerne und oft geniessen und durch ihre Position auch mehr Verantwortung tragen müssen, wurden bestimmt nicht dazu gezwungen… und genau diese Herren gönnen ihren Mitarbeitern nicht das schwarze unter den Nägeln und haben ein Problem damit das sie als Chef länger im Büro sitzen als untergebene…

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