Hallo „Der Internationale“,
erst dachte ich „man wie unhöflich!“, aber eigentlich musste ich schmunzeln, wenn auch etwas wehmütig, denn Sie haben Recht! Ich habe kaum Ahnung von diesem Verfahren. Nachdem ich bei einem Schuldnerberater war und der mir die Privatinsolvenz empfohlen hat, bekam ich den Insolvenzverwalter, der mir im ersten Satz mitteilte: „Wir wollen mal eines klar stellen. Ich bin nicht für sie da und nicht ihr Freund. Ich versuche so viel Geld wie möglich von ihnen zu bekommen, damit ich ihre Gläubiger zufrieden stellen kann.“ Hm… ok! Bedeutet, alles was ich über dieses Verfahren weiß, muss ich mir selbst irgendwo zusammen suchen und andere fragen, denn er steht mir nicht als Ansprechpartnern zur Verfügung und wenn muss ich immer aufpassen, weil er mir gerne das Wort im Mund umdreht. So viel mal zu meiner Ahnung!
Nun zu ihren Fragen und der Antwort. Erstmal vielen Dank! Und ja, ich befinde mich in der Restschuldbefreiungsphase ;o). Es hat einen Schlusstermin Anfang diesen Jahres gegeben, der Insolvenzverwalter wurde zum Treuhänder berufen.
Was ich nicht wußte und da bin ich sehr dankbar, dass ich auch dem Insolvenzgericht mitteilen muss, dass ich gekündigt wurde. Das steht auch in meinen Unterlagen vom Treuhänder nirgends. Alles andere, was Sie mir auch genannte haben nach § 295 InsO steht da. Sehr komisch.
Der Treuhänder weiß ja nun von der Kündigung, weil mein Chef (Ex-Chef) ihm das mitgeteilt hat. Sollte ich es lieber trotzdem nochmal mitteilen?
Ich habe meinen Ex-Chef nun heute endlich mal erreicht und das Schriftstück vom Treuhänder hat er mir zugefaxt. In diesem verlangt er, dass ihm mein Ex-Chef seine Eingänge auf dem Geschäftskonto offen legt und die Überweisungsträger, aus denen hervor geht, dass er Geld an mich überwiesen hat (hat er aber nicht, weil ich das bar ausgehändigt bekommen habe). Die Gehaltsabrechnungen hat er alle erhalten. Wie habe ich denn das zu bewerten? Ich habe irgendwie immer das Gefühl, dass der Treuhänder sich am Rande der Legalität bewegt und ein Gespräch mit ihm in einem normalen Rahmen ist einfach nicht möglich.
Egal sein kann es mir leider nicht, denn auf Grund der Tatsache, dass der Treuhänder meinem Ex-Chef so nachdrücklich versucht hat klar zu machen, dass er die geforderten Unterlagen offen zu legen hat, ist nun Folgendes passiert: Mein neuer zukünftiger Chef (ein Verein und die 1. Vorsitzende), hatte wohl ein Gespräch oder was weiß ich mit meinem alten Chef. Der offensichtlich nur Gutes über mich erzählt hat - prima! Allerdings sich wohl auch über den Treuhänder aufgeregt hat - nichts böses wollend. Das sorgt nun bei meinem zukünftigen Chef dafür, dass der sich sehr genau überlegt, ob er mich einstellt, weil er auf diesen Stress natürlich keinen Bock hat und mir das auch so gesagt hat (dass ich mich in dieser Restschuldbefreiungsphase befinde wußte mein neuer Chef schon). Ich frage mich, wie ich diesen Treuhänder aufhalten kann?
Denn ich arbeite in einem Bereich, wo es in Deutschland VIELLEICHT 50 Jobs von gibt. Wenn ich den hier jetzt nicht bekomme, gucke ich ganz schön blöde aus der Wäsche!
Verstehen Sie mich nicht falsch… ich weiß, wie sich sowas immer ließt („alle haben Schuld nur ich nicht“). So ist es nicht. Ich weiß, dass ich mich selbst in diese Situation gebracht habe, weiß aber nicht, ob ich das deshalb lieber über mich ergehen lassen sollte?
Lieber Gruß
Jenni