Hallo,
was ist eigentlich, wenn ein geschiedener Vater pleite geht?
Gehen dann automatisch die Kinder mit pleite, resp. die Exfrau, wenn die Kinder schon fast volljährig sind?
Die müßten dann ja zumindest ihren Lebensstandard runterfahren oder ggf. das Haus verkaufen etc…
Eigentlich ohne Verschulden?
Wenn dem EX das Haus ganz oder zur Hälfte gehört, dann fällt es über kurz oder lang in die Zwangsvollstreckung und Frau/Kinder wären mit betroffen.
Könnten Hausteil selbst erwerben oder müssten halt selbst verkaufen und ausziehen.
Das ist aber ganz normal so. So ist es immer, wenn ein Partner verschuldet ist.
Lebensstandard runterschrauben ? Ja natürlich, wo ist da das besondere dran ?
Soll etwa jemand anderes für den verschuldeten Vater zahlen, damit der Unterhalt weiterhin so fließt wie vorher ?
Weniger Geld im Haus , also muss man sehen wie man über die Runden kommt.
Eigene Einnahmen erhöhen und/oder staatliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Kontosperre kann mit aufheben lassen, wenn man ein Pfändungsschutzkonto einrichtet. Da man unterhaltspflichtig ist, erhöht sich der Freibetrag, den man nicht pfänden darf.
die Pleite eines Ex ist doch wohl eher mit einem Jobverlust vergleichbar. Ein regelmäßiges Einkommen fällt weg, ggf. auch die verbilligte Werkswohnung und die ein oder andere außerplanmäßige Zuwendung. Wenn kein neuer Job (Mann) gefunden wird, gibt es ALGII, eine Zeitlang ggf. ein Äquivalent zu ALGI (Vorschuss).
Das eigene Vermögen nimmt aber in der Regel keinen Schaden wenn man von privatem Geld absieht, was in der Firma steckt (hier in den Ex, z.B. Stundungen, geborgtes und ggf. von Einbußen bei kurzfristigem Verkauf von Firmenanteilen wie z.B. Hausanteil.
Die müßten dann ja zumindest ihren Lebensstandard runterfahren
oder ggf. das Haus verkaufen etc…
Eigentlich ohne Verschulden?
Viele (nagelt mich nicht auf mehr oder weniger fest) verlieren ihre Einkommen eigentlich ohne Verschulden. Wobei das besondere Konstrukt hier sich in der Wirtschaft nicht durchsetzen konnte:
Ex-Mitarbeiter werden teilweise lebenslang weiter entlohnt
teilweise höher, als zur aktiven Zeit
auch dann, wenn vollzeit bei einem neuen Arbeitgeber angeheuert wurde, aber kein offizieller Anstellungsvertrag unterzeichnet ist
auch dann, wenn es sich um einen händeringend gesuchten Spezialisten handelt.
man müsste seinen Lebensstandart auch runterschrauben, wenn
man noch eine Familie wäre oder?
Warum sollte man als Geschiedene besser gestellt sein, als
eine Ehefrau?
Andersrum: Warum soll man als Geschiedene (und Kind) immer noch ausbaden, dass Ex und die Neue nicht wirtschaften können/wollen und sich ein Leben in Glück und Armut gönnen, statt mal für Geld arbeiten zu gehen, auch wenn es mal keinen Spaß macht?
die Pleite eines Ex ist doch wohl eher mit einem Jobverlust
vergleichbar.
Das ist die Kernfrage. Man kann ja den Ex schlecht zwingen (wenn die Stimmung einigermaßen bleiben soll), alles offenzulegen, auch wenn man den Verdacht hat, er könnte durchaus parallel zu dem netten Herzensjob auch einem normalen Brötchenjob annehmen (so wie man es selber tut, damit der Laden läuft).
außerplanmäßige Zuwendung. Wenn kein neuer Job (Mann) gefunden
wird, gibt es ALGII, eine Zeitlang ggf. ein Äquivalent zu ALGI
(Vorschuss).
Gab keinen Job, gibt kein ALG I, gibt Idealismus und unregelmäßiges Einkommen.
Eigentlich ohne Verschulden?
Viele (nagelt mich nicht auf mehr oder weniger fest) verlieren
ihre Einkommen eigentlich ohne Verschulden.
Genau die Frage kann man stellen. Ist es nur Unglück, wenn Freiberuflichkeit mal nicht läuft, oder kann man mehrere Standbeine verlangen, so dass kein Totalausfall zu befürchten ist.
Wenn dem EX das Haus ganz oder zur Hälfte gehört, dann fällt
es über kurz oder lang in die Zwangsvollstreckung und
Frau/Kinder wären mit betroffen.
Könnten Hausteil selbst erwerben oder müssten halt selbst
verkaufen und ausziehen.
Das ist aber ganz normal so. So ist es immer, wenn ein Partner
verschuldet ist.
Aber es ist ja kein Partner mehr. beide haben ein neues Haus, Ex wirtschaftet am Rande des Kollapses, Mutter versucht, etwas aufzubauen.
Mutter möchte nicht noch einmal vom Ex zum wirtschaftlichen Neustart gezwungen werden.
Lebensstandard runterschrauben ? Ja natürlich, wo ist da das
besondere dran ?
Jeder darf jeden mit in die Miesen ziehen, weil man mal verheiratet war?
Soll etwa jemand anderes für den verschuldeten Vater zahlen,
damit der Unterhalt weiterhin so fließt wie vorher ?
Ja, warum nicht? Oder anderesrum: Warum sollte dies ausgerechnet die Ex tun, mit der er nichts mehr zu tun haben wollte?
Kontosperre kann mit aufheben lassen, wenn man ein
Pfändungsschutzkonto einrichtet. Da man unterhaltspflichtig
ist, erhöht sich der Freibetrag, den man nicht pfänden darf.
was ist eigentlich, wenn ein geschiedener Vater pleite geht?
Gehen dann automatisch die Kinder mit pleite, resp. die
Exfrau, wenn die Kinder schon fast volljährig sind?
Ein Insolvenzverfahren kommt dann in Frage, wenn jemand nicht in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten fristgerecht zu bedienen. Da Du keine Angaben dazu machst, inwieweit die Zahlungsunfähigkeit des Ex-Mannes bzw. des Vaters die Einkommens- und Vermögenssituation von Ex-Frau und Kindern betrifft, läßt sich dazu nichts sagen. Dazu gehört auch die Frage, wem das Haus gehört, wer wem Unterhalt und Nutzungsentschädigung bezahlt usw.
Falls es um den Unterhalt gehen sollte: der wird genauso Teil eines eventuellen Insolvenzverfahrens wie andere Verbindlichkeiten.