Insolvenzimmobilie im Denkmalschutzbereich

Hallo,

wir interessieren uns für eine Insolvenzimmobilie, welche im DenkmalschutzBEREICH steht und möchten die Förderung des Landes Sachsen-Anhalt (IB-Bank SA) in Anspruch nehmen, weshalb wir den Kaufvertrag auch noch nicht abschliessen können, da die IB-Bank SA sämtliche Unterlagen wie z.B. Kostenvoranschläge, Nachweise über Altlasten, Genehmigungen etc. haben möchte.

Auf dem Grundstück der Immobilie befindet sich ein weiteres Haus, welches wir abreissen lassen möchten, da wir 1. keine finanziellen Möglichkeiten haben um ein weiteres Haus zu sanieren bzw. zu erhalten 2. keine Mieter haben möchten, und 3. uns der Platz verloren geht. Dafür muss eine Abriss-Genehmigung des Denkmalschutzes her …

Das Haus (welches abgerissen werden soll) grenzt an einem Haus des Nachbargrundstücks. Das wiederum heisst: Es muus die Standsicherheit des Gebäudes, an die das zu beseitigende Gebäude angebaut ist, bauaufsichtlich geprüft sein.

Wer erstellt uns diesen Nachweis, den ja nur der Eigentümer beantragen kann - wieviel kostet er? Und - wer trägt in diesem Fall die Kosten?

Vielen Dank schoneinmal im Vorraus! liebe Grüße - Julia

Hallo Julia,

eins vorweg:
So was würde ich mir nie an die Backe kleben!
Aber das ist eine höchst persönliche Entscheidung.

Dafür muss eine
Abriss-Genehmigung des Denkmalschutzes her …

Ist die realistischerweise überhaupt zu kriegen?
Anfrage beim Denkmalschutzamt.

Wer erstellt uns diesen Nachweis,

Ein Statiker.

den ja nur der Eigentümer
beantragen kann

Warum der?
Ihr müßt euch mit der Denkmalschutzbehörde und dem Eigentümer einig werden. Das Gutachten werdet ihr dann wohl in AUftrag geben müssen, denn euer Haus soll abgerissen werden.

  • wieviel kostet er?

Nachfragen. Das kann man von außen nicht sagen.

Und - wer trägt in diesem
Fall die Kosten?

Ihr natürlich.

Gandalf

Wir werden auch in diesem Jahr voraussichtlich Denkmalzone - ob und was man abreißen darf, geht zum Teil aus der zur Denkmalzone gehörenden Verordnung hervor - diese Verordnung ist von Zone zu Zone anders, also besorgt Euch die zu Euch gehörende - daneben gibt es zahlreiche Urteile, dass man Gebäude, welche keinem wirtschaftlichen Sinn mehr machen auch abgerissen werden dürfen. Hier würde ich mich aber vor dem Kauf ausgiebig informieren!!! Manchmal fährt man leider so ein Gebäuce auch ebi den restlichen Sanierungsarbieten mit nem dicken Bagger an - ohhh, das tut mir aber leid…

Das Sanieren von Objekten in Denkmalzonen kann sehr gemäßigt sein - andere Verordnungen gehen da bis in die Häuser und Grundstücke rein, so dass z.B. die Kubatur nicht verädnert werden darf, Ihr bestimmte Beschläge für die Fenster benötigt, wenn ihr diese austauscht, bestimmte Beläge für den Hof, bestimmte Farben für die Fassade im Hinblick auf Farbe und Art, einschränkung bei Dachgauben und Bauhöhen für Anbauten etc… natürlich kann man das alles sehr gut absetzen (mit Geldern aus dem Denkmalschutz würde ich erst mal nicht rechnen, das macht in RLP pro Objekt gerade mal nen Euro aus). Ihr müsst Euch vorher - also jetzt - bewusst sein, was ihr mit dem Haus in Zukunft vor habt und das jetzt mit dem Zuständigen Sachbearbeiter aus der Denkmalbehörde abklären, nicht, dass ihr in 5 Jahren da steht und den Dachboden nicht ausbauen dürft etc…

Wir haben mit unserem Haus und unseren Vorhaben keine Probleme, da wir dieses aber von Anfang an eher wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen wollten. Ärgerlich ist die Denkmalzone für die Leute, die einen Neubau in der Zone stehen haben, da der sich dann bei allen Änderungen an das GEsamtbild anpassen muss - unser Baugrundstück dürfte uns auch noch einige Kopfzerbrechen bereiten…