Insolvenzrecht

liebe experten,

hypothetische Frage: Firma A hat einen Prozeß verloren und muss Firma B 100T€ zahlen. Firma A hat aber nur 30T€ auf dem Konto. Durch diese Strafe würde sie also insolvent/überschuldet. Normalerweise einigen sich die beiden Parteien aber auf Ratenzahlung. Angenommen, der Anwalt der Firma B ist auf Krawall gebürstet, will keinen Ratenplan, sondern besteht auf die 100T€,: kann dann dieser Anwalt Insolvenz beantragen, und was wäre die Folge für Firma A? wenn man davon ausgeht, dass neben den 30T€ auf dem Konto noch Lagerware und Maschinen vorhanden sind???
Vielen DAnk.

gruss

Hallo!

… kann dann dieser Anwalt Insolvenz beantragen

Ja.

… und was wäre die Folge für Firma A?

Ein Insolvenzverwalter würde prüfen, ob Weiterbetrieb oder Verwertung des Unternehmens sinnvoll ist.

Egal wie es ausgeht, kennt diese Vorgehensweise meistens nur Verlierer. Zunächst sind die Kosten des Inso-Verfahrens zu decken, was die vorhandene Masse schmälert. Anwalt von B darf nicht glauben, an die vorhandenen Werte zu kommen, denn i. d. R. gibt es weitere Gläubiger, die alle die gleiche Quote bekommen.

Gruß
Wolfgang

Vielen Dank!