Hallo, ich habe nun auch mal eine rechtliche Frage.
Angenommen jemand baut mit einem Architekten ein Haus, das ist 2010 fertiggestellt. Leider gibt es diverse Mängel (Wert / Höhe 2000 €), weshalb der Bauherr die letzte Rechnung von 750 € nicht bezahlt. Der Architekt schickt Mitte 2011 eine Zahlungserinnerung, der Bauherr antwortet mit einer Auflistung der Mängel und erklärt, man betrachte die Rechnung des Architekten als gegenstandslos, da die Forderungen an ihn selbst noch viel höher seien. Auf diese verzichte man im Gegenzug aber auch und sei so quitt, sollte man nichts anderes vom Architekten hören. Nun sind 3,5 Jahre verstrichen, noch keine 3 vollständigen Kalenderjahre, aber fast. Der Bauleiter erhält ein Schreiben einer Anwaltskanzlei wegen der ausstehenden 750 €, da ein Insolvenzverfahren läuft. Zahlungsziel: 26.12.14. Wie sollte man vorgehen? Hilft ein Aussitzen bis Jahresende, dann wären die 3 vollen Kalenderjahre seit Rechnungsstellung um? Womit muss zu rechnen sein?
die Hoffnung auf Aussitzen in einem laufenden Insolvenzverfahren würde ich sofort fallen lassen.
Wenn der Anspruch des Architekten unberechtigt ist (weil er beispielsweise seinen Auftrag „Er muss die Mängelbeseitigung veranlassen und zum Abschluss bringen“ nicht erfüllt hat), dann umgehend Widerspruch beim Insolvenzverwalter einlegen, die nicht erfüllte Leistung beschreiben und den Brief von damals beilegen. Bei einem möglichem Mahnbescheid o.ä. selbiges tun.
Wenn keine oder wenig Zweifel an der Berechtigung der Ansprüche bestehen (die Mängel müssten gegenüber den ausführenden Firmen geltend gemacht werden anstelle gegenüber Architekt), dann lieber gleich bezahlen. Noch ist ja Zeit