Hi Jasmin,
Ich würde gerne wissen, auf was man vorher alles achten muss,
damit man (z.B. als unerfahrene Frau) nachher nicht übers Ohr
gehauen wird und eine saftige Rechnung präsentiert bekommt.
Naja, zunächst sollte frau sich nicht als „unerfahrene Frau“ hinstellen…
Was ist bei Abgabe des Fahrzeuges an die Werkstatt zu
beachten? Welche Papiere werden in der Regel vorbereitet
und/oder zur Unterschrift vorgelegt und was beinhalten diese
Papiere in der Regel?
D
u kaufst ja kein Haus, sondern beauftrgast eine Inspektion…
Eine Inspektion in einer guten Werkstatt läuft so ab, dass sich bei Abgabe des Autos ein Meister den Wagen mit Dir zusammen anschaut, optimalerweise auf der Hebebühne, und dabei die zu reparirenden Dinge notiert.
Daraus wird ein Auftrag erstellt, den Du unterschreibst. Auf diesem Auftrag sollten alle auszuführenden Arbeiten mit ungefähren Preisen aufgeführt sein. Ferner würde ich unbedingt dazu raten, auf dem Auftrag eine Preisobergrenze festzulegen, ab deren Erreichen Du zurückgerufen werden musst.
Vom Auftrag erhältst Du einen Durchschlag.
Eine gute Werkstatt betrügt ihre Kunden nicht, daher muss man normalerweise auch keine Angst haben.
Wenn bei einem 2003er Toyota, der vielleicht 40-60.000 Km gelaufen hat und vernünftig gepflegt worden ist, ein Kostenvoranschlag über 2.000 Euro gemacht wird, würde ich eine andere Werkstatt zu Rate ziehen…
Wenn bei der Annahme wirklich teure Defekte gefunden werden, lasse die Werkstatt eine Kulanzanfrage an Toyota Deutschland bzgl. einer (teilweisen) Kostenübernahme stellen.
Manchmal sind die dafür zu faul.
Wenn Du den Wagen erst gekauft hast, wird evtl. einiges von der Garantie abgedeckt. Halte, falls vorhanden, die Garantieunterlagen bereit und weise die Werkstatt auf die Existenz der Garantie hin.
Um welches Modell geht es genau?
Vielleicht kann Dir Dennis hier im Forum noch ein paar Tips zu Deinem Wagen geben bzgl. üblicher Defekte. Er kennt sich mit Toyota aus.
Normalerweise sind Toyotas sehr günstig im Unterhalt und haben wenig Defekte. Wenn bei Deinem Wagen doch mehr kaputt ist und die den Wagen evtl. in dieser Werkstatt gekauft hast, lohnt sich die Nachfrage, ob die das so o.k. fänden…
Zudem muss ein gewerblicher Verkäufer bei gebrauchten Autos 1 Jahr Gewährleistung geben. Die ersten 6 Monate davon ist er in der Beweispflicht, dass der Fehler nicht schon bei Verkauf existiert hat.
Ruhig nachfragen, wenn drumherum geredet wird. aber erst mal höflich und charmant, damit kommt man gerade als Frau eher weiter, als mit sofortiger Androhung eines Gerichtsverfahrens…
Grüße,
Mathias