Institutionelle Demokratie

Guten Tag,

ich bin auf der Suche nach einer Definition zu dem Begriff „institutionelle Demokratie“. Leider habe ich schon mehrere Datenbanken und Wörterbücher durchforstet und bin nicht fündig geworden.
Eventuell können Sie mir helfen und wenn ja: Könnten Sie mir auch einen Literaturhinweis geben (anerkannte Datenbanken oder Bücher), wo der Begriff erklärt wird?

Ich bedanke mich recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Werner

Tach Stefanie,

Du kommst also aus Krefeld…
Das ist meine Heimatstadt (naja, genauer gesagt Uerdingen) und da will ich denn mal in die Tasten hauen.

Zuerst mal: allein mit dem Stichwort „institutionelle Demokratie“ habe ich mit meiner Suchmaschine 469.000 bekommen. Ich finde, wenn man einen PC hat, sollte man ihn auch nutzen.

Aber dann: Was Demokartie ist, können wir, glaube ich, schnell abhandeln: Gewantenteilung, freie, gleiche, geheime, direkte und so Wahl.

Nun also „institutionell“ - das bedeutet ganz einfach, daß die Demokratie „institutionalisiert“, also in einer Verfassung und den entsprechenden Gesetzen verankert ist, daß sie aber auch praktiziert wird, Verfassungsnorm und Verfassungswirklichkeit also übereinstimmen.

Denn es gab und gibt ja eine ganze Reihe von Staaten, die eine wunderschöne Verfassung haben und dennoch keine Demokratie sind.

Dazu gehörten beispielsweise alle „Volksrepubliken“ etc.

Reicht das erstmal?
Sonst melde Dich!

Gruß na Kriewel!

Rolf

Hi Rolf,

also ich erhalte beim Suchbegriff „institutionelle Demokratie“ genau 474 Suchergebnisse. Nur einen PC zu besitzen, reicht nicht aus. Man sollte ihn auch korrekt bedienen können. :wink:

Ich würde mal frech behaupten, dass deine Definition falsch ist.
„Demokratie“ ist aus dem griechischen und bedeutet „Herrschaft des Staatsvolkes“. Und ja, zwei von vielen weiteren typischen Merkmalen, sind die Gewaltenteilung und freie Wahlen.

Unter „institutionell“, bzw. „Institution“ versteht man aber folgendes: „[Es] wird darunter ein Regelsystem verstanden, das soziales Verhalten und Handeln von Individuen, Gruppen und Gemeinschaften in einer Weise formt, stabilisiert und lenkt, dass es im Ergebnis für andere Interaktions­teilnehmer erwartbar wird.“

Dies zusammengefasst könnte nun so formuliert werden:
„DIE INSTITUTIONELLE DEMOKRATIE: DIE VERTEILUNG DER STAATSGEWALT AUF PARLAMENT, VOLK UND EXEKUTIVE (PRÄSIDENT UND REGIERUNG)“

VG