Hallo,
meine Schwiegermutter ist seid ca. 35 Jahren Diabetiker Typ 2. Schon seid Erkennen der Krankheit spritzt sie Insulin. Jetzt, sie ist mittlerweile 75, wirkt das genommen Insulin einfach nicht mehr. So kann es sein, dass es Nachts schon von Abends nach dem Essen (ca. 250) auf über manchmal 200 singt, morgens noch vor dem Frühstück ist der Blutzuckerwert auch schon mal weit über 400 gestiegen. Sie hat nur leichtes Übergewicht bei ca. 1.55m Größe ca. 61Kg. Da sie nach einem Schlaganfall nicht mehr das Haus verlassen kann, kommt der Hausarzt zu ihr. Aber der weiß sich auch keinen Rat mehr. Das Mittel was sie spritzt ist Actraphane, morgens 38, abends 18 Einheiten. Die Sprize ist eine automatisch einstellbare mit Drehknopf und automatscher Auslösung. Sie will auf keinen Fall mehr ins Krankenhaus, weil sie große Angst davor hat nach den letzten Aufenthalten. Wir machen uns schon einige Gedanken und hoffen dass es doch noch andere Mittel und Wege gibt, die Sache wieder in den Griff zu bekommen.
Für evtl. hilfreiche Antworten erst mal vielen Dank.
Liebe Grüße
Peter
Hallo Peter,
normalerweise fängt man eine Typ-2 Diabetestherapie nicht gleich mit Insulinen an. Als Normalgewichtige wäre meines Wissens Glibenclamid sehr viel besser gewesen. Aber ich kenne die Entscheidungsgründe von vor 35 Jahren nicht, also kommen wir zum jetztigen Problem:
Actraphane ist ein Kombinationsinsuline welches aus einem Teil kurzwirksamen und aus einem Teil langwirksamen Insulin besteht. Diese Therapieform ist die konventionelle Therapie. Vielleicht sollte überlegt werden auf die sog. intensivierte Therapie übergegangen zu werden in denen man ein langwirksames Basisinsulin plus ein starkes, kurzwirksames Insulin zu den Mahlzeiten gibt. Diese Variante muss allerdings sorgfältig eingestellt werden und zwar von einem Diabetologen. Gemeinsam sollte auch überprüft werden, ob Ihre Mutter das auch noch geistig mitmacht, denn für diese Therapie muss viel BZ Messungen usw. gemacht werden.
v
Hallo,
ich kann da der Vorposterin nur zustimmen, dass dies ein Fall für einen Diabetologen ist.
Eine Zunehmende Insulinresistenz ist bei Typ II völlig normal (die angegebene Insulinmenge ist dabei noch nicht mal bemerkenswert hoch). Dem steigenden Bedarf kann man durch Kombination mit oralen Antidiabetika etwas entgegenwirken. Außer den bereits genannten gibt es noch einige andere. Die neueste Hoffnung heißt „Insulinsesitizer“.
Allerdings kann man ohne komplettes Bild der Vorerkrankunen und evtl. bereits eingetretenen Spätschäden des Diabetes nichts dazu sagen, ob die in diesem Fall sinnvoll einsetzbar sind, da sie auch einige Kontraindikationen haben.
Gruß
Werner
Hallo an alle die geantwortet haben,
recht herzlichen Dank dass Ihr euch dem Problem angenommen haben. Es leuchtet ein, das, wie Ihr schon sagtet, der Gang zum Facharzt der einzig richtig ist. Und das müssen wir unserer Schwiegermutter erst mal klar machen.
LG
Peter