Ich habe also ein Fass h=1,2m r=0,8m R= 1,0m (Skizze!)
a) Ich muss nun das Volumen rausbekommen, was ja aber ohne
Funktion schlecht geht. Diese soll ich jetzt als erstes
herausfinden, eine quadratische Funktion, die dann durch
Rotation um die x-achse mein Fass bildet.
Hallo,
die einfachste solche Funktion, die qualitativ bereits richtig ist (nur quadratische Abhängigkeit des Radius ρ von der Höhe h ist gefordert), ist offensichtlich
ρ(h) = 1 – h2
Dieses Fass hat einen Deckelradius von 0, einen Bauchradius von 1, die Höhe 2, und die h-Koordinate hat ihren Nullpunkt auf halber Höhe in der Fassmitte. Wir wünschen jedoch ein Fass mit Deckelradius r, Bauchradius R, Höhe H, und die h-Koordinate soll ihren Nullpunkt am Fassboden haben. Wir „korrigieren“ die Funktion schrittweise:
ρ(h) = R (1 – h2)
hat immer noch einen Deckelradius von 0 (schlecht), aber einen Bauchradius von R (gut).
ρ(h) = r + R (1 – h2)
hat einen Deckelradius von r (gut), aber einen Bauchradius von r + R. Hoppla! Es ist jedoch klar, wie das Problem mit dem Bauchradius schnell behoben ist:
ρ(h) = r + (R – r) (1 – h2)
hat einen Deckelradius von r und einen Bauchradius von R – hier stimmt schon alles!
Jetzt müssen wir nur noch h durch einen geeigneten Skalierungsfaktor dividieren, damit das Fass nicht wie bis jetzt die Höhe 2, sondern die Höhe H hat. Mit dem Faktor H/2 passt es:
ρ(h) = r + (R – r) (1 – (h/(H/2))2)
ρ(h) = r + (R – r) (1 – 4 (h/H)2)
hat einen Deckelradius von r, einen Bauchradius von R, und die Höhe H.
Bleibt noch der Nullpunkt der h-Koordinate. Um den von der Fassmitte zum Fassboden zu verlagern, ist h/H um 1/2 zu vermindern:
ρ(h) = r + (R – r) (1 – 4 (h/H – 1/2))2)
Fertig. Wenn Du r, R und H irgendwelche Werte gibst und Dir die Funktion plotten läßt, kannst Du Dich von ihrer Richtigkeit überzeugen.
Gruß
Martin