Der Grünen-Politiker Volker Beck rät zu mehr Entspannung, wenn in einem Stadtteil eine Sprache der Zuwanderer vorherrscht. Notfalls müssten die dort lebenden Deutschen diese Sprache lernen
Anmerkung:
Das heißt, in den Kindergärten und den Schulen muss arabisch unterrichtet werden? Wir müssen uns als baldige Minderheit natürlich auch anpassen, da hat Herr Beck schon recht.
Was haltet Ihr von diesem Vorschlag unserer Grünen?
Ich halte ihn für Provokation. Diesmal halt von politisch linker Seite… Aber warum soll die linke Seite nicht auch das dürfen, was die rechte darf… Weder nehme ich das für voll, noch schlafe ich deswegen unruhig.
Der gute Mann ist (nicht erst seit gestern) ein wenig weltfremd. Er spricht von Chinatown und mexikanischen Stadtteileilen wo die entsprechenden Sprachen gesprochen werden. Völlig richtig. Nur unterschlägt der Gute, das dort ausschließlich diese Volksgruppen leben.
Kein „Amerikaner“ wird chinesisch lernen um sich in Chinatown unterhalten zu können.
Du solltest vielleicht etwas weniger selektiv lesen, denn der Kontext ist meist nicht unwichtig. In diesem Fall steht da vollständig: „Andere Länder gehen damit entspannter um, dass in manchen Vierteln auch mal eine andere Sprache von einer Migrationscommunity gesprochen wird. In den USA finden Sie ihr Chinatown, da finden Sie die Gegenden, wo die Mexikaner wohnen, oder je nachdem, welche Community in der Stadt gerade stark ist. (…) Da gibt es ein bisschen ein Unwohlsein, weil man das Gefühl hat, man bekommt was nicht mit. Aber wenn einem das wirklich wichtig ist, soll man diese Sprache lernen.“
Es geht also nur darum, dass man, wenn man das Gefühl hat, die Nachbaren reden über einen, ja deren Sprache lernen könnte.
Wenn du mit „wir“ alle Deutschen meinst, ist deine Aussage gallopierender Schwachfug. Wenn du mit „wir“ jedoch alle meinen solltest, die so denken wie du, habe ich eine Überraschung für dich: Ihr seid bereits jetzt eine Minderheit!
typische Übertreibung in der zerschnippselten Zusammenfassung durch n-tv.
Beck: „Da gibt es ein bisschen ein Unwohlsein, weil man das Gefühl hat, man
bekommt was nicht mit. Aber wenn einem das wirklich wichtig ist, soll
man diese Sprache lernen.“
Beim „das“ handelt es sich IMHO erkennbar um Gespräche, die andere miteinander führen. Und wenn ich in Kreuzberg wissen wollte, was der türk. Metzgermeister gerade seiner Aushilfe zugerufen hat, dann müsste ich vielleicht türkisch sprechen können.
In einer Stadt (ca. 50.000 Einwohner) habe ich mir ca. 10 Jahre lang in einem Laden die Haare schneiden lassen, der von einer gebürtigen, schiitischen Iranerin geführt wurde. Die hatte einige Jahre einen Sunniten als Mitarbeiter, Nationalität ist mir unbekannt. Die haben nur und ausschliesslich deutsch miteinander geredet, soweit ich es mitbekam (Vielleicht sprach sie auch nur Farsi und er Paschtu. Keine Ahnung.). Vielleicht haben sie in der Mittagspause oder nach Feierabend die Sprache gewechselt, aber nie im Geschäft. In anderen Gegenden mag es anders sein und im türk. Supermarkt in einer anderen Stadt ist es auch anders.
Dem Beck jedenfalls ist das Thema Integration von Migranten völlig egal. Das ergibt sich aus dem letzten Satz des Links:
Das sind friedliebende Menschen, die an Allah glauben, die gelegentlich mal beten, die manchmal auch in die Moschee gehen und ansonsten den Nachbarn einen guten Mann sein lassen.
Eine klare Absage zu Integration.
Der Beck sollte mal auf Entzug für ein Jahr. Vielleicht ist da noch was zu retten.
oh shit, ich bin nicht integriert. Ich bin Ossi, lebe in Wessiland, und bin trotz direkter Nachbarschaft zu einer christlichen Kirche immer noch konfessionslos. Ich glaube nicht an Gott. An keinen.