Intelligente Fahrrad LED-Beleuchtung mit Batterien

Hallo!
Ich habe folgenden Plan für mein Stadtfahrrad:

Ich möchte eine Beleuchtung installieren, bei der das rücklicht aus je einer LED besteht die links und rechts im ende des Rennradlenkers stecken.
Dieser ist ja nach hinten offen und bietet sich dafür ja an.
Das Vorderlicht besteht aus einer oder mehreren weißen LED. Ich möchte die Batterien gerne im Lenker verstauen (AA-Batterien), damit sie vor Feuchtigkeit geschützt sind und die weiße LED in dem alten Lampengehäuse unterbringen. Den Schalter würde ich gerne irgendwo im Lenkerberich versteckt anbringen.

Alles was hierbei nichts mit der Elektronik zu tun hat ist kein Problem für mich. Nur die Elektronik…

Kann ich die weißen und roten LEDs mit der gleichen Stromquelle und einem einzigen Ein/Aus-Schalter betreiben? Also ein einziger Stromkreislauf?

Welche Widerstände brauche ich dafür?

Wie würde ein solcher stromkreislauf aussehen?

Vieleicht kann mir jemand helfen…
Ich habe eine schematische Darstellung hochgeladen:
http://yfrog.com/0ufahrradlichtj

Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße

Hallo Fragewurm,

Dein Grundsätzliches Problem ist, dass man dein Rücklicht nicht als solches sehen kann. Da hast du ein Problem mit dem Gesetz.

Wenn da einer einen breiten Arsch, einen weiten Mantel, oder auch nur weite Ärmel hat, sieht man von hinten … nichts!

MfG Peter(TOO)

Hallo

Die Idee ist gut. technisch braucht eine LED 2.1V, wobei man je nach LED die Stromaufnahme und somit den Widerstand berechnen muss.
Ein Versuch wäre 6V und 470 Ohm.

Aber ich stimme meinem Vorsprecher zu, das bleibt ein schönes Feature, ersetzt aber das Rücklicht aus rechtlichen Gründen in keiner Weise.

Gruss

Hallo Bianchijoe,

Deine Idee hat einen gewaltigen Haken:
Du musst in den Lenker eine Bohrung für den Schalter und die Kabel machen. Das ist gemeingefährlich, weil dadurch der Lenker eine Sollbruchstelle bekommt.
Mir hat nur einmal ein Fahrradhändler erzählt was einem seiner Kunden nach einem Lenkerbruch passiert ist: Der Radfahrer ist mit dem Kinn auf den Vorbau geknallt, hat sich den Unterkiefer gebrochen, die Zähne waren alle futsch.

Mein Vorschlag: Bau die Batterien in der Sattelstütze ein und den Schalter versteckt unter dem Sattel.

Die LED- Vorwiderstände kannst Du hier berechnen lassen:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/110911…
Die zwei roten LEDs würde ich wegen der geringen Betriebsspannung (ca. 1,8 Volt) in Reihe schalten und als eine LED mit 3,6 Volt berechnen.

Gruß Gerold

Hallo,

Ich möchte eine Beleuchtung installieren, bei der das
rücklicht aus je einer LED besteht die links und rechts im
ende des Rennradlenkers stecken.

Dass dies eine Schnapsidee ist, wurde ja schon geschrieben.
Rücklicht gehört gut sichtbar irgendwo hinten dran.
Im Prinzip ist bei dem ganzen Projekt zu prüfen, in wie weit
Bauvorschriften für Beleuchtung von Fahrrädern eizuhalten sind.

Dieser ist ja nach hinten offen und bietet sich dafür ja an.
Das Vorderlicht besteht aus einer oder mehreren weißen LED.

Auch für das Licht vorne sind sicher bestimmte Vorgaben in Bezug auf
Helligkeit und Abstahlwinkel einzuhalten.
Aber gut, technisch würde ich solch eine Hochleistungs-LED von
Cree Lamp (Typ XR-E) nehmen.
http://www.leds.de/p598/High-Power_LEDs/Cree_LEDs/Cr…
Diese kann man mit ausreichender Kühlfläche bis ca. 700mA betreiben.
Kurzzeitig sogar noch drüber (bis 1A).
Hinten sind normale rote LED im 5mm-Gehäuse ausreichend.

Die weißen LED haben ca. 3…3,5V Flußspannung.
Als Stromversorgung eignen sich dafür sinnvoll nur Akkus mit niedrigem
Innenwiderstand. 4 x NiMH im Format R6 mit ca. 2000mAh wäre ok.
Die Akkus haben ein recht stabile Spannung über einen weiten Entladebereich
zwischen ca. 5V…4,6V. Das passt sehr gut, um die weißen LED zuverlässig
und mit vernüftigem Wirkungsgrad zu betreiben.

Um jetzt die Beleuchtung den Erfordernissen anzupassen, lohnt es sich die
Helligkeit zu steuern. Für hell erleuchtete Innenstadt braucht man nur ca. 100-200mA. Da machen diese Superhellen LED schon ordentich Licht und der
Akku hält 10h und länger (je nach eingestellten Strom).

Für dunkle Ecken mit Schlaglöchern oder Gelände oder Park mit mögl.
Hindernissen möchte man etwas mehr Licht haben. Da kann man auf 700mA
aufdrehen.
Die Akkus kannst du als kleines Pack in ein passendes Gehäuse machen.
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=P653;…
Ein Rohr aus Metall oder Kunststoff mit innen ca. 39-40mm ist optimal.

Alles was hierbei nichts mit der Elektronik zu tun hat ist
kein Problem für mich. Nur die Elektronik…

Vorschlag: Melde dich bei mir per Mail.
Ich hätte Leiterplatten, die leicht zu bestücken sind für die LED
mit Poti zum Einstellen der Helligkeit und bei Bedarf auch Träger-LP
für solche LED.

Kann ich die weißen und roten LEDs mit der gleichen
Stromquelle und einem einzigen Ein/Aus-Schalter betreiben?
Also ein einziger Stromkreislauf?

Die Hellen LED brauchen einen anderen Vorwiderstand als die kleinen
roten Rückstrahler (z.B. 2 x rot mit ca. 10-20mA)

Welche Widerstände brauche ich dafür?
Wie würde ein solcher stromkreislauf aussehen?

Ein bischen mußt du dafür auch selber tun. Die Grundlagen der E-Physik
wird doch schon in der Schule ca. 7. Klasse beigebracht, oder?
Wie man eine LED beschaltet, wissen schon 10-jährige, sofern sie sich
dafür interessieren.
Gruß Uwi

Wow!
Erst mal vielen Dank an alle für die Antworten!

Also:

Hallo Peter,
ich verstehe die Bedenken, aber es geht mir hierbei auch nicht darum den Fahrrad-TÜV zu bestehen. Hier in München gilt bei der Polizei die Regel „Solange irgendetwas vorne weiß und hinten rot leuchtet passts!“ Wurde mir so von einem befreundeten Polizisten berichtet.
Ich weiß, dass diese Antwort nicht jedem gefällt aber ich denke mir bei vielen Fahradfahren oft: irgendein Licht wäre besser als gar keins.

Außerdem gelten Fahrräder unter 11kg als Sportgerät und können deshalb auch mit Batteriebetriebenen Beleuchtungsanlagen betrieben werden.(Ich weiß, auch die müssen geprüft sein, aber als ich mein Akku-LED-Set im Laden gekauft habe wurde ich gefragt, ob ich wirklich im Stockfinsteren etwas sehen will oder einfach nicht von der Polizei angehalten werden will…

Hallo Nasenbaer,
danke für die Info! Aber lasst uns doch die technische Seite des Problems betrachten:wink:

Hallo Gerold,
Ich fahre sehr viel Rennrad und MTB und das ist mir auch ziemlich früh gekommen. Hatte vor die Drähte am Ende
des Lenkers herauszuführen und unter dem Lenkerband zum Schalter legen. Evtl bohr ich ca 10mm vor dem Lenkerende ein Loch, ich denke, dass es dann nicht zu strukturelen Problemen kommen dürfte. So ungefähr: http://yfrog.com/0vfahrradlicht2j
Danke für den Link!

Hallo Uwi,
Hmm ja Schnapsidee…
Aber sagen wir mal, man würde es trotzdem in angriff nehmen (siehe oben)…

Wichtig ist mir eine relativ lange Leuchtdauer - weniger extreme Helligkeit.

Also das mit der Hochleistungs-LED von Cree hört sich gut an!
Ich schreibe Dir morgen noch mal! Bin total kaputt und muss in ein paar Stunden wieder raus…

Beste grüße

Hallo Fragewurm,

Hallo Peter,
ich verstehe die Bedenken, aber es geht mir hierbei auch nicht
darum den Fahrrad-TÜV zu bestehen. Hier in München gilt bei
der Polizei die Regel „Solange irgendetwas vorne weiß und
hinten rot leuchtet passts!“ Wurde mir so von einem
befreundeten Polizisten berichtet.

Gut, das betrifft das „einfangen“ eine Busse.

Falls es zu einem Unfall kommt, macht es den Unterschied ob du oder der welcher hinten aufgefahren ist, zahlen muss …

MfG Peter(TOO)

Hallo

Du hast natürlich recht, aber wenn das Autofahrer sagen, muß ich dagegen halten: Kein Autofahrer darf dahin fahren, was er nicht einsehen kann, bzw. er muß weit genug sehen, ganz egal ob beleuchtet oder nicht. Ich sage einem Autofahrer, du kannst da auf der Straße einen unbeleuchteten Kubikmeter Betonklotz liegen haben.

Empfehlen muß ich hier auch so diese Katzenaugen und diversen Reflektoren, einmal zur Seite und selbst eine vorschriftsmäßige Beleuchtung kann mal kaputt gehen.

Was ich gut finde, das sind fertige Lampen mit Leds, die man aufstecken kann. Das hat den Vorteil, das man ohne Lampen fahren kann, wenn es hell ist, und der Austausch der Batterien ist wesentlich leichter. Man kann auch gut extra Batterien mitnehmen und die Batterien halten lange. Was ich ausprobiert habe, war mir hell genug, nach vorne und nach hinten. Es gibt aber wahrscheinlich auch etwas leuchtschwache Kandidaten.

Es kann zwar sein, da gibts wohl auch schon verschiedene, das eine STVO-Zulassung für Led-Lampen fehlt, aber die zugelassenen mit Kryptonbirnchen und riesenschwerem Batteriekasten sind doch schon nicht mehr Up To Date und ich würde die nicht empfehlen.

Ach ja, eine Led in einen normalen Scheinwerfer einzubauen, kann zwar klappen, muß aber nicht, was den Leuchtkegel betrifft. Das wäre mir auch zuviel Arbeit, besonders, wenn es hinterher kapputter wie vorher ist.
MfG
Matthias