Jetzt frage ich mich, ob das überhaupt was bringt und vor allem ob das noch von anderen Stromanbietern angeboten wird? Ist ja schon recht teuer mit der monatlichen Gebühr. Bin bei sowas immer sehr skeptisch…
Ist ja schon recht teuer mit der monatlichen Gebühr. Bin bei
sowas immer sehr skeptisch…
Das Ding kostet 5€/Monat also 60€/Jahr.
Du sparst 1 oder 2 Cent/kWh je nach Zeit.
Wenn du nun davon ausgehst ein 3 Personenhaushalt verbraucht im
deutschen Durchschnitt etwa 4000kWh und du schaffst es davon
3000kWh in die günsitigen Tarife zu bekommen (0-8Uhr für 2 Cent,
hohoho)
Rechnen wir mal 1,5Cent gespart bei 3000kWh, das macht 45€ also
machst du 15€ Miese pro Jahr.
Wie soll das nützen?
… außer bei Nacktspeicherheizung.
Was nützt es, wenn der Durchlauferhitzer um 2 Uhr anspringt, ich aber morgens um 7 Uhr dusche?
Was nützt es, wenn mein Herd um 3 Uhr angeht und ich das Brutzeln nicht überwachen und steuern kann?
Was nützt es, wenn der Wasserkocher um 4 Uhr heisses Wasser für den Tee macht, den ich erst um 7 Uhr aufschütten möchte?
Warum sollte der Fernseher um 6 Uhr eingeschaltet werden, wenn das Bildungsfernsehen um 23:00 Uhr läuft?
Ich glaube da bringt mein konsequenter Einsatz von energiesparender Beleuchtung und 2-stufiger Beleuchtung (Aufenthalts-Dauerlicht und Putzlicht) mehr und ist dennoch flexibel zu handhaben.
Der angepriesene Vorteil soll u.a. sein,man kann seine Stromverbrauchsdaten selbst auf dem Computer auslesen,um so
planbare Verbräuche in die lastschwachen(und billigen) Tages(Nacht)zeiten zu legen.
Das wäre z.B. mit GS und WM zumindest denkbar.
Komfortabel wäre es so aber nur,wenn man die Einschaltzeit des Gerätes nicht selbst veranlassen muß. Dazu gehört aber weiteres Zubehör,von dem ich nicht weiss,ob schon erhältlich(außer gewöhnlicher Schaltuhr).
Es soll aber nach meiner Info der bisherige Zähler überall gegen neue „intelligente“ Typen getauscht werden(ohne extra Berechnung?).
der intelligente Stromzähler wird uns bald alle „beglücken“. Für sich alleine macht er aber wenig Sinn. Man sollte ihn eher als ersten Schritt und Bedingung auf dem Weg zu intelligenten Netzen und intelligenten Geräten sehen.
Im Sinne klassischer „Nachtstrom“-Geschichten bräuchte man solche Geräte nicht. Fixe Zeiten des Tarifwechsels kann man wunderbar durch Schaltuhren direkt am Gerät/klassische Mimik einer Nachtspeicherheizung nutzen.
Spannend wird die Geschichte erst dann, wenn es zu einer stärkeren Dynamisierung der Tarife kommen würde, die gerade bei Strom aus erneuerbaren Energien mit teilweise schlecht vorhersagbarer Ausbeute Sinn machen würde. D.h. wenn der Wind ordentlich bläßt oder die Sonne gerade herrlich scheint, könnte ein Anbieter von Strom aus Wind von jetzt auf gleich seinen anderweitig nicht absetzbaren Strom billig in den Markt drücken, und über den intelligenten Zähler und intelligente Endgeräte dann die in „Lauerstellung“ liegende Waschmaschine - programmiert auf „maximal x Cent/KWh“ und „spätestens bis morgen 08:00“ - sofort starten. Der Kühlschrank oder die Klimaanlage könnten sich auch sofort abschalten, wenn der Preis über ein gewisses Limit geht, und die Temperatur noch in einem vertretbaren Rahmen liegt. Die Dinger haben ja ohnehin eine gewisse Hysterese. Man kann sich auch überlegen, verschiedene Leistungsstufen an den Preis zu koppeln, also z.B. bei teurem Strom das Licht zu dimmen (was man dann manuell bei Bedarf trotzdem hoch regeln könnte). Spannend wird es auch in Bezug auf eine kommende, stärker dezentrale Stromerzeugung. Da kann ein intelligenter Zähler die Umschaltung zwischen verschiedenen Produzenten übernehmen, und so immer die günstigste Quelle nutzen. Z.B. die Brennstoffzelle im Keller produziert ja auch zu einem bestimmten Preis, und wenn der von einem anderen Versorger zeitweise unterboten wird, dann stelle ich das Ding eben ab, und beziehe für die nächsten zwei Stunden meinen Strom aus dieser Quelle, …
Also vernünftige Beispiele gibt es da schon genug, nur spielt der intelligente Stromzähler da nur eine von diversen Hauptrollen.
Unter dem Strich billiger wird die Sache für uns eher nicht, da sind die Energiekonzerne schon davor. Aber die Sache würde insbesondere die Nutzung erneuerbarer Energien vereinfachen, und das hätte zumindest ökologische Vorteile, lockert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, und könnte zumindest dem weiteren Preisanstieg etwas entgegen wirken.
Ein Blick auf die Strombörse in Leipzig zeigt, dass Strom extremen Preisschwankungen unterworfen ist.
Für regenerative Energien, die ja abgenommen werden müssen, kam es auch schon zu negativen Preisen.
Das Problem der Stromerzeugung aus regen. Energien ist die Unkalkulierbarkeit.
Wir müssen von dem Gedanken weg kommen, dass eine kWh einen Preis hat.
Wir müssen in Zukunft auch daran denken, dass für die Netzstabilisierung Entgelte anfallen und das Strompreise dynamisch sind.
Ein intelligenter Zähler bekommt aktuelle Strompreise.
Der Nutzer könnte dann automatisch sein E-Auto billig volladen lassen.
Und wenn der Preis hoch ist, kann das Auto ggf. sogar Energie zurückspeisen.
Oder es werden eigene Netzersatzanlagen schnell dazu geschaltet, um Engpässe zu überbrücken. Sowas nennt sich „Minutenreserve“.
Der hier verlinkte „intelligente“ Zähler ist dumm, das ist ein reiner Dreitarifzähler, der werbewirksam an den Mann gebracht werden soll.
Spannend wird die Geschichte erst dann, wenn es zu einer
stärkeren Dynamisierung der Tarife kommen würde, die gerade
bei Strom aus erneuerbaren Energien mit teilweise schlecht
vorhersagbarer Ausbeute Sinn machen würde.
Dafür sind die heutigen (und morgigen) Stromzähler mit SmartMetering
aber gar nicht gedacht. Der Stromerzeuger hat überhaupt kein Interesse
wenn die Verbraucher weniger Strom nutzen.
Sinn macht das Scenario sicher was du beschreibst, die Intention liegt
im Moment aber nur darin variable Tarife nutzen zu können. Ohne genaue
Angaben auf der Rechnung wann, wieviel Strom verbraucht wurde (sowas
wie beim Handy Einzelverbindungsnachweis) geht das nämlich nicht.