Ich persönlich habe z.B. bei Intelligentz-Tests
(Berufsberatung für Abiturienten / Studeinanfänger) damals
einfach mal ganz locker die mathematischen Aufgaben nicht
beantwortet, weil mich sowas nun überhaupt nicht interessiert
und ich eh keinen Beruf erlernen wollte bzw. ein Studium, in
welchem Zahlen eine große Rolle spielen.
Ich persönlich bin heilfroh, bisher jeglicher Art von Intelligenztest ausweichen zu können. Meine Zahlenverständnis liegt schon im Minusbereich! Als der FOCUS vor zwei Jahren (?) mal so einen Test veröffentlichte, habe ich das Heft nach der zweiten Frage verschämt zugeklappt *g. Jetzt stellt sich damit natürlich die Frage, ob dadurch auch jegliche Fähigkeit zu logischen Gedankengängen fehlt. Dem ist mitnichten so. Ich bin z.B. ein hervorragender Organisator, eine Fähigkeit, die sehr viel Log ist ik verlangt. Dies gelingt mir durch meine überdurchschnittliche Kreativität gekoppelt mit einem hohen Maß an Disziplin. Gleichzeitig kann ich sehr gut Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden. Hinzu kommt eine überdurchschnittliche Emotionale Intelligenz, die befähigt, Menschen zu motivieren (*protz, ja, muss aber in diesem Zusammenhang sein).
Danke Dir!
Anja
Intelligenz ist (nache „offizieller“ Definition) die Fähigkeit
zur Problemlösung. Interessanterweise ist es dabei egal, WAS
als Problem angesehen wird.
Auch Tiere haben die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Wie schafft
es wohl eine Spinne in ihrem Netz, eine Beute zu erreichen,
bevor sie verschwindet? Bei richtiger Beantwortung kann ein
Punkt gewonnen werden.
Die Spinne hat in puncto Problemlösung aber nur ein begrenztes Repertoire zur Verfügung, zum Beispiel wäre es ihr nicht möglich, ihr Netz aus alternativem Material zu knüpfen. Da liegt der wesentliche Unterschied zur menschlichen Intelligenz.
Hallo,
die Korrelation kann doch nur zwischen dem Meßergebnis der
IQ-Tests und den schulischen Leistungen bestehen. Ob der wie
auch immer zu definierende „Intelligenzbegriff“ nun gut durch
diese Tests erfaßt wird, ist die andere Frage. Korrelation
spiegelt ja nicht notwendigerweise Kausalität wieder. Es wäre
z.B. gut denkbar, daß diejenigen die schulisch gute Leistungen
vollbringen (in allen Fächern) auch gut vorbereitet einen
solchen Test absolvieren.
Sehe ich ähnlich, allerdings sage ich meinem (faulen, sich aber selber für intelligent haltenden) Sohn immer, daß Intelligenz auch beinhaltet, wie man seine Fähigkeiten nach außen ‚verkauft‘ und wie man in der Lage ist, sich zu organisieren.
Intelligenz ist (nache „offizieller“ Definition) die Fähigkeit
zur Problemlösung. Interessanterweise ist es dabei egal, WAS
als Problem angesehen wird.
Auch Tiere haben die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Wie schafft
es wohl eine Spinne in ihrem Netz, eine Beute zu erreichen,
bevor sie verschwindet? Bei richtiger Beantwortung kann ein
Punkt gewonnen werden.
Die Spinne hat in puncto Problemlösung aber nur ein begrenztes
Repertoire zur Verfügung, zum Beispiel wäre es ihr nicht
möglich, ihr Netz aus alternativem Material zu knüpfen. Da
liegt der wesentliche Unterschied zur menschlichen
Intelligenz.
Hi Maid,
die Spinne kann ihr Verhalten so ändern, dass sie von der Beute erst wahrgenommen wird, wenn es zu spät ist. Wie ist das möglich?
Intelligenz (to tell)
Hallo,
genauso ist es. Man muss seine Intelligenz zeigen nach dem Motto: „Tu Gutes und rede darüber.“
Franz
Sehe ich ähnlich, allerdings sage ich meinem (faulen, sich
aber selber für intelligent haltenden) Sohn immer, daß
Intelligenz auch beinhaltet, wie man seine Fähigkeiten nach
außen ‚verkauft‘ und wie man in der Lage ist, sich zu
organisieren.
hallo, muss ein wenig wiedersprechen. ich hab früher mal eine reihe matheolympiaden mitgemacht, immer mit recht guten ergebnissen (ging bis auf länderebene und eine „anerkennung“ ist min. rausgesprungen). die zeiten sind zwar jetzt vorbei (nun zieh ich das in sachen sprachen durch *G*), aber mit mathe ansich hatte ich noch nie probleme, einmal erklärt und für immer verstanden. jetzt hab ich mich interessenhalber mal neben einen klassenkamaraden gesetzt in mathe (ich bin 10. klasse, gym.), der eigentlich rundum ziemlich mies in der schule ist, in mathe dümpelt er so zwischen 4 und 5 rum. unsere lehrerin schreibt die aufgaben an, der betet mir den ansatz her, kriegts aber nicht auf die reihe, diesen zu verwirklichen, was aber daran liegt, dass ihm da grundlagen fehln (meiner und der lehrerin ihrer meinung nach). wenn der kerl nich so stinkend faul wäre, dann würde der in mathe und andern fächern küren aufs parkett legen, da würden alle staunen. das ist doch intelligenz, oder? obwohl die zeugnisnote das ganze gegenteil sagt.
gruß
yv
Liebe Anja
You’re welcome one more time!
Ja, und ich denke auch, dass sich Logik und mathematisches Verständnis nicht ganz und gar überlappen (wär ja schlimm wär das ja), vielleicht tun sie sich hier und da ein WENIG überschneiden, aber die gesamte gemeinsame Schnittfläche betrachtet, wäre dann…ähm…öh…blablabla…
Es grüßt Dich herzlich Branden
Also das stimmt meiner Meinung nach nicht wirklich…
Ich habe zbs die Matura nicht bestanden-und frage mich bei manchen leuten die meiner meinung nach wirklich dumm sind wie sie das wohl geschafft haben?
meinen IQ tests zufolge hätte ich es locker packen müssen aber es haben dann auch andere faktoren so eine grosse rolle gespielt (probleme) dass ich eben ‚versagt‘ habe …
tja und bin ich jetzt nicht intelligent?
stur etwas auswendigzulernen für eine prüfung hat für mich nichts mit Intelligenz zutun…
naja das wollt ich nur anbringen
Lg
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
1.Die Definition deiner Freundin dieses Begriffes ist eher zutreffend auf logisches Denken und nicht alleine auf Intelligenz.
zweitens unterscheidet man in der Psychologie zwischen der emotionelen und der geistigen Intelligenz.
Danke für dein Posting, das trifft das, was ich auch denke.
Der Satz
Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst!
bedeutet für mich, dass das Konstrukt Intelligenz so komplex ist und deswegen auch so schwer messbar, so dass die Diskussion darüber, wer wie intelligent ist und ob man dann auch entsprechend leistungsfähig/glücklich/erfolgreich ist, für mich wenig Bedeutung hat. Gerade WEIL eben die emotionale Intelligenz, strategisches Denken, eins sein mit sich selbst (stimmig sein), Intuition, Krearivität etc. so schlecht messbar, aber dennoch vorhanden und entscheidend sind.
ihn höchstens als kleine lakonische Spitze werten,
aus seiner damaligen Ära gleichsam mehrdimensional
verständlich, weil so eindimensional.
So war’s auch gemeint und nicht als eine allgemeingültige Definition. Das ist wohl nicht so deutlich geworden (sorry, Anja).
Grüße
Ulla
Die Jahrzehnte später einsetzenden Unterscheidung zwischen
„emotionaler Intelligenz“ und der eher „digitalen“ war da
schon hilfreicher.
Ich persönlich habe z.B. bei Intelligentz-Tests
(Berufsberatung für Abiturienten / Studeinanfänger) damals
einfach mal ganz locker die mathematischen Aufgaben nicht
beantwortet, weil mich sowas nun überhaupt nicht interessiert
und ich eh keinen Beruf erlernen wollte bzw. ein Studium, in
welchem Zahlen eine große Rolle spielen. Der Mann, der mich
respektive den Test dann beurteilen sollte, ist fast
ausgerastet damals, als ich (als Mann!) dann auch noch das
technische Gerät da nicht zusammenbauen konnte. Wenn ich beim
Test insgesamt als grenzdebil abgeschnitten hätte, wärs ja
(für ihn und mich) unproblematisch gewesen, aber das war ja
nun nicht der Fall. Was sollte man mir also vorschlagen, wo
doch gerade die technischen Berufe, Ingenieurs-Studium usw.,
da vielleicht „verkauft“ werden sollten an junge männliche
Abiturienten.
Also, mit anderen Worten, ich hab mich in the long run einfach
auf meine „emotionale Intelligenz“ verlassen und bin damit
ganz gut gefahren.
Gruss, Branden
Statistik
Hallo,
einzelne Bsp. widerlegen natürlich die Gesamtstatistik. Ich schneide in den Tests auch überdurchschnittlich gut ab, habe das Abi aber gerade mal mit 2.5 geschafft, da ich in nicht naturwissenschaftlichen Fächern eher selten erschienen bin und zu dieser Zeit auch keinerlei Interesse in diesem Bereich hatte. Gerade Abitur/Matura sind eher auf breites als Spezialwissen ausgerichtet und die damit verbundenen Probleme häufig von einfacher Natur.
die Korrelation kann doch nur zwischen dem Meßergebnis der
IQ-Tests und den schulischen Leistungen bestehen.
von dieser Korrelation spreche ich. Es handelt sich dabei aus testtheoretischer Perspektive um die (Kriteriums-)Validität.
Ob der wie
auch immer zu definierende „Intelligenzbegriff“ nun gut durch
diese Tests erfaßt wird, ist die andere Frage.
Sofern man irgendeine Nominaldefinition von Intelligenz vertritt, deren Operationalisierung nicht einen der üblichen Intelligenztests zur Folge hat, stimmt das. Bei der heutigen Praxis der operationalen Definition der Intelligenz über einen Test (Boring: „Intelligenz ist das, was der Test mißt“) stellt sich dieses Problem aber erst gar nicht. Es ist zudem unwahrscheinlich, daß jemand ausgehend von einer Nominaldefinition einen Test entwickelt, der mit den üblichen Tests nur niedrig korreliert und der trotzdem Anerkennung findet.
Korrelation spiegelt ja nicht notwendigerweise Kausalität wieder.
Ja, natürlich.
Es wäre
z.B. gut denkbar, daß diejenigen die schulisch gute Leistungen
vollbringen (in allen Fächern) auch gut vorbereitet einen
solchen Test absolvieren.
Klar, bloß würden in dem Fall die Testergebnisse immer noch hoch mit den Schulleistungen korrelieren, auch wenn eine Drittvariable für den Zusammenhang verantwortlich wäre. Das ist sowohl für die Höhe der Kriteriumsvalidität als auch für die Aussage, daß Schulleistungen gut die Intelligenztestergebnisse widerspiegeln oder vice versa, irrelevant.
Was die Statistik anbelangt: Eine Korrelation von 0,5 bedeutet nicht, daß der Zusammenhang perfekt ist. Die unaufgeklärte Varianz beträgt immer noch 75%, was natürlich die „Gegenbeispiele“ erklärt. Aber ich glaube diese Diskussion ist für den Thread zu sophisticated.
Die Spinne hat in puncto Problemlösung aber nur ein begrenztes
Repertoire zur Verfügung, zum Beispiel wäre es ihr nicht
möglich, ihr Netz aus alternativem Material zu knüpfen. Da
liegt der wesentliche Unterschied zur menschlichen
Intelligenz.
Hi Maid,
die Spinne kann ihr Verhalten so ändern, dass sie von der
Beute erst wahrgenommen wird, wenn es zu spät ist. Wie ist das
möglich?
Das ist mir ziemlich wurscht …ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß die Fähigkeit zur Problemlösung im Sinne menschlicher Intelligenz komplex zu sehen ist.
Wir können uns vor einem Feind verstecken, ungesehen Beute angreifen oder sie sogar selber züchten und sie anschließend lecker zubereiten und nebenher auch unseren Artgenossen von unserer Erfolgsstrategie berichten.
hallo, muss ein wenig wiedersprechen. ich hab früher mal eine
reihe matheolympiaden mitgemacht, immer mit recht guten
ergebnissen (ging bis auf länderebene und eine „anerkennung“
ist min. rausgesprungen). die zeiten sind zwar jetzt vorbei
(nun zieh ich das in sachen sprachen durch *G*), aber mit
mathe ansich hatte ich noch nie probleme, einmal erklärt und
für immer verstanden.
Das hat doch aber noch nicht viel sagen, ich habe das bis zur 8.Klasse ähnlich durchgezogen und irgendwann trotzdem meine Grenzen in der Abstraktionsfähigkeit erreicht, bei der Optimierung z.B. hat mein Hirn ausgesetzt . Zwar habe ich mein Abi noch anständig durchziehen können, was aber mit eher mit der einfachen Umsetzung vom Schulstoff zu tun hat.
Geblieben ist mir lediglich eine Affinität zu Logikrätseln und Denkaufgaben aller Art.
jetzt hab ich mich interessenhalber mal
neben einen klassenkamaraden gesetzt in mathe (ich bin 10.
klasse, gym.), der eigentlich rundum ziemlich mies in der
schule ist, in mathe dümpelt er so zwischen 4 und 5 rum.
unsere lehrerin schreibt die aufgaben an, der betet mir den
ansatz her, kriegts aber nicht auf die reihe, diesen zu
verwirklichen, was aber daran liegt, dass ihm da grundlagen
fehln (meiner und der lehrerin ihrer meinung nach). wenn der
kerl nich so stinkend faul wäre, dann würde der in mathe und
andern fächern küren aufs parkett legen, da würden alle
staunen. das ist doch intelligenz, oder?
Ohne Grundlagen kann man nun mal nichts leisten, klar. Die Frage, die zur Beurteilung nötig ist, wäre hier, warum ihm denn die Grundlagen fehlen. Ich habe es oben in Bezug auf meinen Sohn dargestellt, wer seine Intelligenz nicht anwenden kann. kann sich das (eigene) Wissen um dieselbe sonstwohin klemmen. Das ist wie mit einem Maler, der nicht malt.
Hallo,
ich finde die Boring Def. insofern interessant, da sie einerseits durch ihre Selbstbezüglichkeit trivialerweise richtig ist, andererseits dennoch durch die vielen Befürworter eines bestimmten Typs von Tests „stabil“ gehalten wird. Ansonsten würde diese Definition ja jegliches Testergebnis zulassen.
ich finde die Boring Def. insofern interessant, da sie
einerseits durch ihre Selbstbezüglichkeit trivialerweise
richtig ist, andererseits dennoch durch die vielen Befürworter
eines bestimmten Typs von Tests „stabil“ gehalten wird.
ja, das rührt m.E. daher, daß sich die Intelligenzforschung an sich selbst orientiert und daher Tests produziert, die sich ähneln und Ergebnisse produzieren, die hoch miteinander korrelieren.
Ansonsten würde diese Definition ja jegliches Testergebnis
zulassen.
Ja, jeglichen Test. Aber die scientific community paßt schon auf, daß das nicht geschieht. )
Vielleicht besteht diese sogenannte „Intelligenz“ in dieser pseudohastigen Zeit mal mehr,/mal weniger,wenn die Zeit dazu wäre, über sowas nachzudenken. Aber leider sind wir immer viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt.
Wir stellen noch immer Massenvernichtungswaffen her (scheissen in diesem Sinne auf Mutter Erde)
Ein Tier reisst sich das Schwächere, wärend wir Menschen Milliarden von Geldern ins All schiessen, obwohl auf der anderen Seite jeden Tag Hunderte an der Hungersnot krepieren. Intellegenz ist also, so wie ich es verstehe:Nur reiner Übermut!
Struwwel