hallo!
könnt ihr mir eine definition für obigen begriff liefern? vielleicht eine allgemein anerkannte und eure eigene?!
ne freundin von mir, macht intelligenz nämlich an schulischem erfolg OHNE zu lernen fest, und meinte daher, sie sei weniger intelligent als ihre banknachbarin. diese hat aber schlechtere noten als meine freundin. nun hab ich gesagt, intelligenz ist, zwischen dingen schnell zusammenhänge zu erkennen, und dass kann meine freundin nun weisgott besser als ihre banknachbarin.
Es gibt zur Intelligenz eine recht große Anzahl an Definitionen.
Gemeinsamkeiten:
es handelt sich um eine Begabung, die in höherem oder geringerem Maße besessen werden kann
diese Begabung ermöglicht die Lösung konkreter und abstrakter Probleme und damit die Bewältigung neuer Situationen
sie erübrigt das bloße Herumprobieren und Lernen an zufällig entstehenden Lösungen weitgehend
unterscheidet sich der Anwendung, Erfassung, Deutung und herstellung von Sinnzusammenhängen vor allem in drei Dimensionen der intellektuellen Ausstattung: Tiefendimension der Erfassung des Wesentlichen, Sinngehalt aus der Anschauung, Höhendimension des abstrakten, logischen Denkens und Breitendimension hinsichtlich der Mannigfaltigkeit der in Erwägung gezogenen Gegebenheiten.
Außerdem sollte man zwei Dinge beachten: den hohen Stellenwert, den die Intelligenz in der Philosophie einnimmt („göttliche“ Fähigkeit), und gleichzeitig ist sie eine Eigenschaft, die man in der empirischen Psychologie zu messen versucht. Am bekanntesten ist hier vielleicht der Wechsler-Intelligenztest.
Für mich persönlich immer maßgebend beteiligt: hohes Reflexionsvermögen, auch sich selbst gegenüber.
Vorstellung, Einsicht, Verstand
Interessanter ist der Unterschied zwischen Intelligenz und Klugheit.
vielleicht eine allgemein anerkannte und eure eigene?!
ne freundin von mir, macht intelligenz nämlich an schulischem
erfolg OHNE zu lernen fest, und meinte daher, sie sei weniger
intelligent als ihre banknachbarin. diese hat aber schlechtere
noten als meine freundin. nun hab ich gesagt, intelligenz ist,
zwischen dingen schnell zusammenhänge zu erkennen, und das kann meine freundin besser als ihre
während meines Studiums bin ich auf viele Definitionen der Intelligenz gestoßen, und ich habe seit meiner Mitgliedschaft bei Mensa einige sehr intelligente Menschen kennen gelernt.
Aber diese Menschen waren sehr unterschiedlich in Bezug auf ihre „Lebenstüchtigkeit“, ihre Auffassungsgabe, ihr Abstraktionsvermögen, und in Bezug darauf, ob sie intelligent wirken oder nicht. Von daher kann ich mich am ehesten der folgenden Definition (keine Ahnung, woher sie kommt) anschließen:
Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst!
Mit anderen Worten: Leute, die gut solche Tests lösen können, gelten als intelligent. Darauf kann man zwar schließen, dass sie in anderen Bereichen auch gut Lösungen finden, das muss aber nicht zutreffen, denn das Leben ist halt um einiges komplizierter und vielschichtiger als ein Intelligenztest.
macht intelligenz nämlich an schulischem
erfolg OHNE zu lernen fest
na das ist eher ein indiz für ein gutes kurzzeitgedächtnis. schulischer erfolg wird im üblichen schulsystem durch nachplappern von zuvor gehörtem erreicht, selten durch kreative spontanlösungen neuartiger probleme (ausnahme vielleicht mathematik). letzteres ist m.e. aber ein - und wenn nicht DAS - maß für intelligenz. jemand kann in der schule eine null sein (weil er faul ist, sich nicht dafür interessiert oder sich sachen schlecht merkt) und trotzdem fähig sein, ein plötzlich auftretendes problem durch neukombination von bekanntem zu lösen. die ERFINDUNG, z.b. zügige improvisation in einer notlage (zeitdruck, begrenzte resourcen), ist m.e. das glanzstück der intelligenz. abstraktes pendant: programmieren.
wirf doch einmal einen Blick in meinen Artikel „Was ist Intelligenz?“, der das Problem der Intelligenzdefinition beleuchtet und dabei u.a. 13 Definitionsversuche aufführt:
Auf den Seiten www.mensa.de und www.mensa.at findest du wohl einiges darüber, aber nicht die Definition schlechthin, denn bisher hat sich die „Intelligenz“ jedem Versuch einer Definition hartnäckig widersetzt.
Ich glaube, die Intelligenz besteht aus Fähigkeiten zum Erkennen von Zusammenhängen, Strukturen und Mustern in verschiedenen Bereichen: Sprache, räumliches Vorstellungsvermögen, Umgang mit Zahlen, Logik usw. (einen solchen Mix versuchen die üblichen Intelligenztests wie Hamburg-Wechsler, IST-70 usw. zu messen), während für andere Bereiche, die nicht so ohne weiteres durch Tests erfaßt werden können, Begriffe wie soziale Intelligenz, emotionale Intelligenz usw. aufgebracht worden sind. Die Intelligenztests bevorzugen also anscheinend Menschen mit eher technischer Begabung (die sind bei Mensa auch überproportional vertreten).
So stelle ich mir vor, daß jeder Mensch in sich eine Art Landkarte von Fähigkeiten verschiedener Art hat. Manche davon gut ausgeprägt, andere weniger. Nur ein Teil der Landkarte (leicht überprüfbar und vor allem für z. B. Techniker nützlich) wird von den Tests erfaßt, die von den Tests ermittelte Zahl (IQ) kann daher auch nur für diesen Teil repräsentativ sein. Abgesehen davon, daß der IQ alle individuellen Merkmale dieser Landkarte verwischt.
Es gibt noch die „figuralen Matrizentests“, bei denen es um Mustererkennung in Gruppen von Figuren geht. Dabei wird wohl unterstellt, es gebe eine allgemeine Fähigkeit zur Mustererkennung, die von solchen Tests als Intelligenz gemessen werden soll.
Hallo Yvette, hallo Ulla
ich wollte auch mit diesem Satz posten
Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst!
weil ich mich sofort erinnere, dass ich Anfang der 70er Jahre von meinem Psychologie-Prof diesen Satz gehört habe.
Natürlich würde (auch) ich dem heute keinesfalls mehr zustimmen, ihn höchstens als kleine lakonische Spitze werten, aus seiner damaligen Ära gleichsam mehrdimensional verständlich, weil so eindimensional.
Die Jahrzehnte später einsetzenden Unterscheidung zwischen „emotionaler Intelligenz“ und der eher „digitalen“ war da schon hilfreicher.
Ich persönlich habe z.B. bei Intelligentz-Tests (Berufsberatung für Abiturienten / Studeinanfänger) damals einfach mal ganz locker die mathematischen Aufgaben nicht beantwortet, weil mich sowas nun überhaupt nicht interessiert und ich eh keinen Beruf erlernen wollte bzw. ein Studium, in welchem Zahlen eine große Rolle spielen. Der Mann, der mich respektive den Test dann beurteilen sollte, ist fast ausgerastet damals, als ich (als Mann!) dann auch noch das technische Gerät da nicht zusammenbauen konnte. Wenn ich beim Test insgesamt als grenzdebil abgeschnitten hätte, wärs ja (für ihn und mich) unproblematisch gewesen, aber das war ja nun nicht der Fall. Was sollte man mir also vorschlagen, wo doch gerade die technischen Berufe, Ingenieurs-Studium usw., da vielleicht „verkauft“ werden sollten an junge männliche Abiturienten.
Also, mit anderen Worten, ich hab mich in the long run einfach auf meine „emotionale Intelligenz“ verlassen und bin damit ganz gut gefahren.
Gruss, Branden
Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst!
pragmatisch aber sicher eine Definition, die sich über die Zeit hinweg wandelt. Ich habe allerdings auch Zweifel, daß man eine „universelle“ Definition von Intelligenz findet.
Hallo,
Versuche den Begriff zu definieren, hast Du ja jetzt genug. Für Deine eigentliche Fragestellung, scheint mir diese Frage aber gänzlich irrelevant. Schulische Leistungen spiegeln selten Intelligenz wieder. Sie reflektieren eher das Interesse an der Materie oder die Disziplin das notwendige zu lernen.
es wird hier in diesem Thread behauptet, daß Intelligenz selten die schulischen Leistungen widerspiegelt. Das ist falsch. Intelligenz gemessen mit Intelligenztests spiegelt die Schulleistungen gut wieder. Der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Schulleistungen ist mit der höchste, der in der Psychologie gemessen wird. Die Korrelationen liegen um 0,5.
Intelligenz und Klugheit
Wer möchte lieber den Unterschied zwischen Intelligenz und Klugheit erörtern?
Franz
Versuche den Begriff zu definieren, hast Du ja jetzt genug.
Für Deine eigentliche Fragestellung, scheint mir diese Frage
aber gänzlich irrelevant. Schulische Leistungen spiegeln
selten Intelligenz wieder. Sie reflektieren eher das Interesse
an der Materie oder die Disziplin das notwendige zu lernen.
Intelligenz ist (nache „offizieller“ Definition) die Fähigkeit zur Problemlösung. Interessanterweise ist es dabei egal, WAS als Problem angesehen wird.
Intelligenz ist (nache „offizieller“ Definition) die Fähigkeit
zur Problemlösung. Interessanterweise ist es dabei egal, WAS
als Problem angesehen wird.
Auch Tiere haben die Fähigkeit, Probleme zu lösen. Wie schafft es wohl eine Spinne in ihrem Netz, eine Beute zu erreichen, bevor sie verschwindet? Bei richtiger Beantwortung kann ein Punkt gewonnen werden.
Franz
Hallo,
die Korrelation kann doch nur zwischen dem Meßergebnis der IQ-Tests und den schulischen Leistungen bestehen. Ob der wie auch immer zu definierende „Intelligenzbegriff“ nun gut durch diese Tests erfaßt wird, ist die andere Frage. Korrelation spiegelt ja nicht notwendigerweise Kausalität wieder. Es wäre z.B. gut denkbar, daß diejenigen die schulisch gute Leistungen vollbringen (in allen Fächern) auch gut vorbereitet einen solchen Test absolvieren.
another joke
Hallo!
Kennt ihr schon diesen Witz (etwas abgewandelt)?
Fragt ein Mann Gott: „Warum hast du mich so intelligent gemacht?“
Gott: „Damit du eine schöne Frau findest und sie heiratest.“
Der Mann fragt weiter: „Und warum hast du meine Frau so dumm gemacht?“
Gott: „Damit sie Dich heiratet.“
Franz
Allgemein anerkannte Definition:
Die Frau ist intelligent und stellt sich dumm.
Beim Mann, da ist es andersrum.
Die eigene:
Warum können Männer nicht gleichzeitig intelligent
und hübsch schein ?
Dann wären sie ja Frauen !
Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst!
pragmatisch aber sicher eine Definition, die sich über die
Zeit hinweg wandelt. Ich habe allerdings auch Zweifel, daß man
eine „universelle“ Definition von Intelligenz findet.
Ganz richtig, Enno!
Es gibt momentan tausende von Erklärungen, weil sich in jedem Menschen die Intelligenz anders auswirkt. Vor 3,7 Milliarden Jahren gab es nur zwei Begriffe für Intelligenz, nämlich die Fähigkeit, Beute zu machen, und die Fähigkeit der Flucht. Ohne Intelligenz würde es also gar kein Leben auf der Erde geben. Heutzutage hat Intelligenz viel mit Machtstreben, Gewinnmaximierung und Wohlstand zu tun, aber auch mit Anpassungsfähigkeit und Skrupellosigkeit.
Noch einen schönen Sonntag
Franz