interdisziplinär: Sprachtheorie-Kosmologie-Ontolog

@admins das’ schon mein zweites interdisziplinäres post (andere war Philosophie-Evolution) … eine neue Kategorie „Interdisziplinär“ wär’ doch ‚mal interessant, oder?
Bitte deswegen auch, ausnahmsweise ggf ein Doppelposting (sogar Tripelposting zuzulassen in Sprachen, Philosophie, Mathe-Physik), wenn’s möglich wär‘! (Ich fang’ mal in „Fremdsprachen“ an, und guck, was bei 'rauskommt …)

interdisziplinär: Sprachtheorie-Kosmologie-Ontologie
Mich interessiert, wie solche Sätze im Russischen (oder anderen Sprachen, in denen das Wörtchen - Voll- oder Hilfsverb - „sein“ schlichtweg fehlt), in der wir bei der Übersetzung in viele andere Sprachen das „sein“ ergänzen müssen, gedacht (!) werden.
zB > usw übersetzen wir ja mit >.
Könnte man nicht auch übersetzen: >? Oder würde das dann auf Russisch anders heißen?
Aber ohnehin muß man auch hier „ist“ ergänzen.
Oder wäre > eine theoretisch ‚erlaubte‘ Übersetzung?
Auch im Arabischen gibt es dieses fehlen (?) oder auslassen (?) von „sein, ist, bin, usw“ >, >. „sein“ gibt es trotzdem (kiäni? kaan? ksän? oder sowas - krieg’s nich’ richtig entziffert)
Wir können aber auch vielleicht übersetzen > Und statt > > und kommen dann auch deutsch ohne „sein, ist usw“ aus …

Was mich nun genau interessiert ist, ob dieses übersetzte „ist“ im Russischen bzw Arabischen) quasi mitgedacht wird, ob da sogar strenggenommen oder etymologisch (grammatisch-historisch) ein „jest“ ausgelassen wird, das immer praktisch mitgedacht wird, so daß o.g. Sätze eigentlich Kurzformen sind oder sich dazu entwickelt haben.
Oder, ob „sein, ist, bin, usw“ so sehr selbstverständlich ist, daß es gar nicht ‚explizit‘ mitgedacht werden muß? Oder es schlicht gar nicht als „sein usw“ vorkommt, sondern - wie beschrieben als Eigenschaft, als ‚Äquivalenz-Beziehung‘ oder so?

Hintergrund ist folgender:
unser überaus vielseitiges Wörtchen „sein“ (fast in jedem ca. 2. Satz zu finden) - denk’ ich - das grundlegendste Wort überhaupt. Über was nicht ‚ist‘, kann man a priori schonmal weder schreiben, noch sprechen, und nur bedingt denken.
Die Naturwissenschaften beschreiben die Welt, die sie vorfinden (beobachten und messen) und finden ihre Gesetze heraus (zumindest die Gesetze des der Beobachtung Zugänglichen). Dabei gehen sie von Gegebenem (=Seiendem, als Sein erkanntem) aus. Bloßes „Sein“, das Phenomen des Existierens von irgendetwas ist also nicht Gegenstand der Naturwissenschaft. > ist eine Frage, die wissenschaftlich gesehen absurd oder sinnlos ist.
> hat hingegen einen ziemlich konkreten Gegenstand der Untersuchung. In der Frage nach dem Ursprung des Universums treffen sich nun aber naturwissenschaftliches und metaphysisch-ontologisches Interesse, da das Universum die Gesamtheit allen Seins umfaßt. Jenem fehlt der Untersuchungsgegenstand „Sein an sich, Exitenz von überhaupt etwas“, dieses kann sich den Fakt, daß das Universum existiert schlecht erklären, begründen. Es fehlt der Ontologie eine praktische wissenschaftliche Handhabe.

Oder kommt womöglich das Universum, wie im Russischen oder Arabischen oder im gebrochenen Deutsch ganz ohne das Phenomen „sein“ aus??

Kosmos gutt. Alles andere ègal. ;o]]

nochmal kurz formuliert - Adjektiv oder Adverb?
ist in solchen russischen Sätzen, wie
>
oder arab. >
„dobro, krassiva, akhbar“ Adjektiv (also ohne mitgedachtes „jest“ oder Adverb (mit verstecktem, mitgedachtem „ist“)?