Hallo Tommy!
Habe schon viel im Forum gelesen das ein Internet Kaffee nicht
mehr so das wahre ist?
Das ist eine Frage der Zielgruppe und eine Frage geeigneten Marketings, um die geeignete Zielgruppe zu erreichen. Wer sich in Habitus und Ausdrucksweise an die junge Generation wendet, bekommt ein Problem, weil diese Gruppe überwiegend über eigene PCs samt Internetzugang verfügt.
Immer noch ist der Markt weit von einer Sättigung entfernt. Große Teile der älteren Generation merkten früher nicht rechtzeitig, wohin der Zug fährt und haben inzwischen den Anschluß verpaßt. Es ist nicht jedermanns Sache, sich von coolen Jugendlichen mit Kauderwelsch zudröhnen zu lassen und so unterbleibt der Kontakt zum Medium Internet.
Aber was ist wenn man das Internet um sonst…
Von umsonst kann man nicht existieren.
… wo die Leute Online
games spielen können zum Beispiel Counter Strike,Call of Duty
Die bisherige Hauptzielgruppe der Internet-Cafés hat inzwischen eigene PCs, eigenen Internetzugang und braucht auch für irgendwelche Spiele kein Café.
Wenn es gelingt, die geeignete Zielgruppe vorzugsweise etwas älterer Menschen anzusprechen (geht niemals mit Denglisch und Schlagworten) und zu interessieren, muß man nur noch für geeignete Anleitung im Internet-Café sorgen. Das wichtigste Utensil für den Betreiber: Ein schwerer Stiefel! Sobald nämlich das die Anleitung leistende Personal auch nur ein einziges englisches Wort und einen einzigen nicht allgemeinverständlichen Ausdruck verwendet, ist ein Tritt in den Allerwertesten fällig. Ganze Branchen kranken daran, daß sie durch eine blasiert-idiotische Insidersprache großen Kundenkreisen vor den Kopf stoßen. Diese Marketing-Analphabeten agieren derart beschränkt, daß sie lieber pleite gehen, als sich einer für jedermann verständlichen Sprache zu bedienen.
Also: Zielgruppe auswählen, verständlich ansprechen und anleiten und dann läuft der Laden.
Übrigens kann man auch heute noch ganz wunderbar vom PC-Handel leben und sehr auskömmliche Preise verlangen. Dafür muß man nichts weiter machen, als verständlich zu sprechen. Dazu gehört, nicht über bits und bytes, nicht über Megahertz und RAM zu schwadronieren. Es reicht, einen Mittelklasse-PC so zu konfigurieren, daß man damit einen Brief schreiben kann und nach Verbindung mit der Telefondose (am PC steht nicht com sowieso, da steht das Wort „Telefon“ in Klartext ausgeschrieben) ins Internet kommt. Dazu eine knapp geschriebene deutsche Anleitung in klarer Sprache. Die Zielgruppe dafür ist riesig.
Gruß
Wolfgang