Interessanter Artikel zum Thema Sozialstaat

Hallo Leute

diesen Artikel

http://www.jungle-world.com/seiten/2003/44/1923.php

habe ich kürzlich gefunden und finde ihn sehr interessant.
Da hat jemand die Fakten doch sehr gut auf den Punkt gebracht.
Was jetzt noch fehlt ist ne Vision, wie das zu ändern ist.
Habt Ihr eine?

Ich stell das hier einfach mal zur Diskussion

Beste Grüße

Pamela

Hallo Leutin :smile:

diesen Artikel

http://www.jungle-world.com/seiten/2003/44/1923.php

habe ich kürzlich gefunden und finde ihn sehr interessant.
Da hat jemand die Fakten doch sehr gut auf den Punkt gebracht.
Was jetzt noch fehlt ist ne Vision, wie das zu ändern ist.
Habt Ihr eine?

Schon, aber nicht in dieser Ökonomie. Die hat den Grundfehler, dass Wertbemessungen immer an Gegenständen erfolgen und mit dem Menschen nix zu tun haben direkt. Daher entwickelt sich letztlich prinzipiell eine Eigendynamik des künstlich geschaffenen ökonomischen Systems. Das muss richtig sein, da ich bislang wirklich so ziemlich alles im Ausschlussverfahren durchgegangen bin.
Würde anstatt Dingen ausschliesslich menschliche Arbeit bewertet, könnte man die Ökonomie dauerhaft stabilisieren, sie wäre auch wesentlich produktiver - aber man hätte keinen Kapitalismus mehr, weil die finanziellen Ketten fehlen.
Ist nunmal so.

Gruß
Frank

Hallo Leutin :smile:

Hallo Leuter :smile:

diesen Artikel

http://www.jungle-world.com/seiten/2003/44/1923.php

habe ich kürzlich gefunden und finde ihn sehr interessant.
Da hat jemand die Fakten doch sehr gut auf den Punkt gebracht.
Was jetzt noch fehlt ist ne Vision, wie das zu ändern ist.
Habt Ihr eine?

Schon, aber nicht in dieser Ökonomie.

Klar, der Artikel zeigt die Schwächen des Kapitalismus in Bezug auf den Humanismus. Beruht im Grunde auf den Grundprinzipien des Marxismus.

Die hat den Grundfehler,

dass Wertbemessungen immer an Gegenständen erfolgen und mit
dem Menschen nix zu tun haben direkt.

Entfremdung durch Arbeit. Nee, entfremdete Arbeit? Nee, der Mensch wird von dem Resultat seiner Artbeit entfremdet? Naja, ist schon spät, Du weißt sicher was ich meine, die anderen vielleicht nicht. Da muss ich mich dann doch noch mal in Ruhe an die marx’schen Theorien erinnern.

Daher entwickelt sich

letztlich prinzipiell eine Eigendynamik des künstlich
geschaffenen ökonomischen Systems. Das muss richtig sein, da
ich bislang wirklich so ziemlich alles im Ausschlussverfahren
durchgegangen bin.

Ja, künstlich geschaffen ist richtig. Wachstum um jeden Preis. Da baut man dann halt Schwachstellen in Geräte ein, die eigentlich ursprünglich „deutsche Wertarbeit“ waren und endlos lange halten. Da hat AEG dann ne Abteilung für, dass n Kühlschrank bestenfalls nach 10 Jahren seinen Geist aufgibt, damit der Käufer einen neuen Kühlschrank kaufen muss. Damit das Wirtschaftswachstum aufrecht erhalten bleibt. Wo kämen wir denn da hin, wenn sich jeder einmal im Leben einen Kühlschrank kauft und das war’s dann für den Rest des Lebens?
Das ist eine Absurdität des Systems. Es ist nicht nur theoretisch sondern auch praktisch möglich, unkaputtbare Glühbirnen oder Nylonstrumpfhosen herzustellen. Aber was wäre dann mit dem Wirtschaftswachstum?

Würde anstatt Dingen ausschliesslich menschliche Arbeit
bewertet, könnte man die Ökonomie dauerhaft stabilisieren, sie
wäre auch wesentlich produktiver - aber man hätte keinen
Kapitalismus mehr, weil die finanziellen Ketten fehlen.

Wie stellst Du Dir das vor, wie das sein würde, wenn nur die menschliche Arbeit bewertet wird? Damit könnte die Ökonomie dauerhaft stabilisiert werden? Spannend!!
„Das hast Du jetzt gut gemacht aber es ist nix bei rausgekommen?“ Mmh. Kein Produkt? Das wäre dann ja mehr ne ethische Diskussion. „Du hast da ein paar Jugendlichen was beigebracht, was ihnen ermöglicht, ein besseres Leben zu führen.“
Sowas wird ja durchaus noch von dem „Sozialstaat“ finanziert. Aber da wird ja gekürzt hoch zehn. Also wie kann man sich Deine Aussage in der Realität vorstellen? Wirtschaftlich gesehen? Nicht in diesem System sondern in einem anderen? Es ist ja allen klar, dass sich innerhalb des Systems was ändern muss. Sogar den Politikern. :wink:
Deine Vision erscheint mir spannend. Schreibe mehr darüber! :smile:

Päm

Hallo Leutin :smile:

Hallo Leuter :smile:

ganz kurz zum Problem: http://kds-nano.dyndns.biz/physik-live/physik/Kapita…

Hallo,

Da hat jemand die Fakten doch sehr gut auf den Punkt gebracht.

Das finde ich auch. Ist ne nette Art, ‚Sozialstaat‘ zu betrachten. Bisher bin ich noch nicht auf diesen Gedanken gekommen, obwohl er einleuchtend ist.

Was jetzt noch fehlt ist ne Vision, wie das zu ändern ist.
Habt Ihr eine?

Das schreibt er doch in gewisser weise zwischen den Zeilen. :wink: Das ‚Sozialsystem‘ muß überflüssig werden. Die Ursachen beschreibt er auch, sogar einschließlich der Hintergründe. Bleibt die Frage, ob und wie man das Problem angeht.
Zur Zeit wird sich in Deutschland noch nicht einmal eine Mehrheit finden, die das als Tatsache anerkennt. Da wird es mit Änderungen wohl nichts werden. Allenvalls wären Verbesserungen denkbar, um die Folgen zu mildern, aber beim derzeitigen Kurs der allgemeinen Politik, wird eher das Gegenteil passieren.
Die Globalisierung hat uns längst im Griff und wird uns auch nicht wieder los lassen. Die Unternehmen müssen mit Billiglohnländern konkurrieren, in denen unendliche Not herrscht. Die Unternehmer werden nicht ruhen, bis sie uns auch da haben. Das Ziel scheint zu sein, die Löhne weltweit anzupassen und sich dabei am niedrigsten level zu orientieren. Wir sind auf dem besten Weg dahin. Zum Glück bin ich schon so alt, daß ich das Ende der Entwicklung nicht mit erleben werde. An eine Umkehr glaube ich nicht, weil sich die Arbeitnehmer uneinig sind. Die vier größten Parteien fühlen sich ALLE dem Neoliberalismus verpflichtet. Die Nr. 5 hat aus ihrer Geschichte nichts gelernt, bleibt unwählbar.
Da würde doch nur helfen, eine neue Partei zu gründen! Aber wer kann das schon? Wer hat schon die nötigen Kenntnisse und Mittel, so etwas auf den Weg zu bringen?

Ich versuch mich in Resignation und schaue zu.

cu Rainer

Hi Frank,

Danke für den Link.
Ich werde mich da mal am WE hinein vertiefen. Vorher komme ich nicht dazu. Sieht jedenfalls schon erstmal spannend aus.

Beste Grüße

Pamela

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Hallo Rainer,

nur ganz kurz: Wir dürfen die Hoffnung nie aufgeben. Wenn es wirklich in die Richtung geht, die Du düster prophezeist, dann wird es hier Bürgerkrieg geben. Das werden sich die Menschen nicht gefallen lassen. Es ist absehbar - und das wissen auch die Politiker - dass, wenn die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, es Revolten geben wird. Zugespitzt würde es dann so sein, dass die „Reichen“ nicht mehr wissen in welchem Land sie sich noch sicher aufhalten können. Also die Globalisierung birgt auch Gefahren für die Konzerne, denn in bitterer Armut gibt es dann auch keine qualifizierten Fachkräfte mehr, die dringend gebraucht werden.
Sach ich jetzt einfach mal so. Also steck den Kopf nicht in den Sand. Du wirst wahrscheinlich 95 Jahre alt und wirst noch ne ganze Menge miterleben.

Ermutigende Grüsse

Pamela

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