Interesse am Haus

Hallo,

nehmt mal an ihr würdet ein Haus finden, das euch eigentlich ganz gut gefällt. Das Haus hat eine gute Raumaufteilung und liegt einfach recht günstig und die Lage gefällt euch.

ABER : Das Haus ist aus dem Jahr 1956 und es wurde wirklich rein garnix an dem Haus bisher gemacht, daher sieht es entsprechend aus. Ausser 1997 wurde wohl die Heizanlage erneuert.

Die Verkäuferin hat zu verstehen gegeben, dass der Kaufpreis verhandelbar ist, nachdem ihr gesagt habt, dass ja noch viel dran gemacht werden muss.

Beim Rundgang sagt euch die Verkäuferin dass bei der Fassadenverkleidung des Hauses mit Asbest gearbeitet wurde. Wahrscheinlich nicht ungewöhnlich für so ein Haus der 50ziger aber da kommen Kosten hinzu die man als Laie jetzt mal garnicht abschätzten kann weil evtl. Spezialfirma kommen muss etc.

Ihr könnt garnicht schätzen wieviel euch das alte Haus letzendlich kosten wird. Wäre es nicht jetzt sinnvoll einen Gutachter hinzuzuziehen um überhaupt zu erfahren was da auf einen zukommt, bevor ihr als potentieller Käufer überhaupt einen Preis vorschlagen könnt? Wenn ja, wie ist das mit den Gutachterkosten, ist es so, dass die Verkäuferin die zur Hälfte übernimmt?

LG

Hi,

wer die Musik bestellt muss sie bezahlen.
Wenn man den Gutachter kommt und das Haus dann nicht gekauft wird muss der „Käufer“ den Gutachter selber zahlen.
Wenn man das Haus kauft kann man natürlich die Kosten des Gutachters nehmen um bei den Preisverhandlungen den Preis zu drücken. Bezahlen tut aber der Käufer die Rechnung.

Gerade bei Asbest sind sehr hohe Kosten zu erwarten, die Investition in den Gutachter ist eine sehr sinnvolle. Selbst wenn man das Haus nicht kauft und auf den Kosten sitzen bleibt, ist dies viel besser als wenn man ein Geldgrab gekauft hätte.

MFG

wer die Musik bestellt muss sie bezahlen.
Wenn man den Gutachter kommt und das Haus dann nicht gekauft
wird muss der „Käufer“ den Gutachter selber zahlen.
Wenn man das Haus kauft kann man natürlich die Kosten des
Gutachters nehmen um bei den Preisverhandlungen den Preis zu
drücken. Bezahlen tut aber der Käufer die Rechnung.

Ok.
Und würdest du vorher kein Angebot machen bevor ein Gutachter kommt und sich die Sache ansieht?

Selbst
wenn man das Haus nicht kauft und auf den Kosten sitzen
bleibt, ist dies viel besser als wenn man ein Geldgrab gekauft
hätte.

Stimme ich zu.

Wäre es nicht jetzt sinnvoll einen
Gutachter hinzuzuziehen um überhaupt zu erfahren was da auf
einen zukommt, bevor ihr als potentieller Käufer überhaupt
einen Preis vorschlagen könnt?

Ja.

Wenn ja, wie ist das mit den
Gutachterkosten, ist es so, dass die Verkäuferin die zur
Hälfte übernimmt?

Nein.

gruß,
Max

Hi, Asbest zu entsorgen ist zwar um einiges teurer als sonstiger Bauschutt, aber trotzdem bezahlbar.
ich würde einmal feststellen lassen, wo er verbaut wurde.
dann sieht man ob dieser einerseits überhaupt entsorgt werden muss oder ob es nicht diese ohnehin hässlichen Fassadenplatten sind die leicht abzubauen sind, und bei denen sich das Gewicht (Entsorgungskosten) in Grenzen halten.
ansonsten sind oft versteckte Mängel: die Abflussverrohrung, die bedeuten dann die Entfernung des Bodenaufbaues, meist sind auch die WC- Spülungen senkrecht in den Boden.
Die Wasser und Elektroleitungen sind dann auch schon älter als 50 Jahre und höchstwahrscheinlich bald ein Sanierungsfall, bzw. sollten aus Sicherheitsgründen getauscht werden.
Wie sieht das Dach aus? Die Fenster? Fundamente und Wände?
Auch wenn sich meiner Erfahrung nach Bausachverständige bei mir immer geirrt haben und 100 Prozent daneben lagen, würde ich einen zu Rate ziehen.
Da du für den Kauf ohnehin einen eigenen Anwalt benötigst (nicht den vom Verkäufer vorgeschlagenen), würde ich den Fragen ob er einen fähigen SV weiss.

Ja und lass dich nicht davon beeindrucken, dass dir das Häuschen gefällt, die Substanz kann so sein dass ein Neubau billiger kommt. und nach der Sanierung von dem ursprünglichem Charme ohnehin nichts mehr übrig ist.
OL

Bei einem gebrauchten Haus einen Gutachter einzuschalten, ist IMMER der bessere Weg - unabhängig von Asbest.

wer die Musik bestellt muss sie bezahlen.
Wenn man den Gutachter kommt und das Haus dann nicht gekauft
wird muss der „Käufer“ den Gutachter selber zahlen.
Wenn man das Haus kauft kann man natürlich die Kosten des
Gutachters nehmen um bei den Preisverhandlungen den Preis zu
drücken. Bezahlen tut aber der Käufer die Rechnung.

Ok.
Und würdest du vorher kein Angebot machen bevor ein Gutachter
kommt und sich die Sache ansieht?

Ich würde dem Verkäufer sagen, dass ich Interesse am Objekt habe. Aber ich würde auf gar keinen Fall einen Geldbetrag nennen ehe ich nicht den Bericht des Gutachters hätte.

Entsorgung von Asbest
Moin, offline,

Hi, Asbest zu entsorgen ist zwar um einiges teurer als
sonstiger Bauschutt, aber trotzdem bezahlbar.

Asbest kostet nicht mehr als normaler Bauschutt, nur die staubdichten Säcke kommen hinzu, die gibt es aber für kleines Geld.

Stellt sich die Frage, ob überhaupt etwas entsorgt werden muss. Solange der Asbest gebunden ist, geht von ihm keine Gefahr aus.

Gruß Ralf

Stellt sich die Frage, ob überhaupt etwas entsorgt werden
muss. Solange der Asbest gebunden ist, geht von ihm keine
Gefahr aus.

Dann darf aber der Hausbesitzer nicht einmal ein Loch in die Fassadenverkleidung bohren, darf sie nicht mit dem Dampfstrahler reinigen usw. d.h. er darf NICHTS daran machen.
Tut er dies doch und er wird erwischt, wirds nicht nur teuer auch der Staatsanwalt interessiert sich dann dafür.

Krümelchen