Hallo,
wenn man eine CD hernimmt, dann hat man doch ein Interferenzbild von Farben, also blaue, grüne, gelbe, rote Farben sind getrennt auf der Unterseite sichtbar.
Jetzt wird ja auch Licht von einem weißen Stück Papier reflektiert, allerdings sind da ja diese Vertiefungen nicht regelmäßig angeordnet, wie auf einer CD (wenn sie nicht klein genug sind, um Beugungserscheinungen hervorzurufen, dann nehmen wir etwas weißes, dessen Vertiefungen im Bereich der Wellenlängen des sichtbaren Lichts sind.)
Sieht man also deshalb keine Interferenzmuster auf dem weißen Papier, weil durch die Unregelmäßigkeit der Beugungszentren sich diese Farben der einzelnen Interferenzmuster wiederum so überlagern, dass wieder weiß bei rauskommt?
Hallo,
die Unterseite einer CD funktioniert wie ein Beugungsgitter. Ähnliche Gitter werden auch in Spektrometern eingesetzt, die ja genau die Aufgabe haben, spektral breitbandiges Licht in die einzelnen Wellenlängen aufzuteilen.
Das funtkioniert in deinem Fall folgendermaßen:
Weisses Licht trifft auf die Rillen der CD, dies führt zur Beugung des Lichtes, welches schließlich interferieren kann. Der Beugungswinkel ist jedoch wellenlängenabhängig, sodass bspw. blaues Licht an einem räumlich anderen Punkt konstruktiv interferiert, als bspw. rotes Licht. Auf diese Weise wird das einfallende weisse Licht in seine spektralen Anteile aufgeteilt.
Entscheidend für die Sichtbarkeit der spektralen Zerlegung, also des Regenbogenmusters, ist die periodische Wiederholung der beugenden Struktur. Denn diese entscheidet über die konstruktive Interferenz, ohne die man die Farben nicht sieht. Bei einem Blatt Papier ist eben keine periodische Struktur vorhanden und das weisse Licht wird in alle Richtungen gebeugt und es gibt keine ausgezeichneten Richtungen für die einzelnen Farben. Die Überlagerung ergibt schließlich wieder Weisslicht.