Hallo,
ich hab da mal eine kniffelige Frage: habe gehört, dass der interne Zinsfuß auch als Kennzahl beim Immobilienportfolio gebraucht wird. Jetzt versteh ich aber nicht so recht, was er dann auf dieser Ebene aussagt bzw. ob er dann überhaupt anwendbar ist. Ich kenn ihn eigentlich nur als Kennzahl um eine einzelne Immobilie zu bewerten.
Es kommt immer drauf an , welche Rendite gemeint ist, und wie sie
berechnet worden ist.
Der interne Zinsfuss ist die (geometrische) Rendite, mathematisch gesehen da, wo der Kapitalwert = 0 ist.
Der interne Zinsfuss ist im allgemeinen nicht geeignet, um Investitionsentscheidungen auf ihre Vorteilhaftigkeit überprüfen zu
kommen, da der interne Zinsfuss dem Kapitalwertkriterium widerrsprechen
kann.
Es heißt doch, dass eine Investition vorteilhaft ist, wenn ihr interner Zinsfuß den Kalkulationszinsfuß übersteigt und umgekehrt. Das wäre doch durchaus eine Grundlage für eine Investitionsentscheidung oder? Frage ist eben, ob man das auch auf ein gesamtes Immobilienportfolio beziehen kann und ob dann der Total Return nicht besser geeignet wäre, bzw. ob er nicht ohnehin eine ähnliche Aussagekraft hat?
Frage:
„Es heißt doch, dass eine Investition vorteilhaft ist, wenn ihr interner Zinsfuß den Kalkulationszinsfuß übersteigt und umgekehrt. Das wäre doch durchaus eine Grundlage für eine Investitionsentscheidung oder?“
Das gilt nur für die projektindividuelle Entscheidung einer Normalinvestition auf einem vollkommenen Kapitalmarkt.
Vorteilskriterium in der Investitionsrechnung ist der Kapitalwert bzw.
der Vermögensendwert(differenz).
Sorry, das versteh ich nicht so recht. Den IRR findet man doch häufiger in Fondsprospekten als Renditekennzahl oder?
Ja,
aber man muss neuerdings gleichzeitig draufhinweisen, dass diese Kennzahl für
den Anleger nicht geeignet ist, auf die Vorteilhaftigkeit des Pojektes im Verhältnis zu einer anderen Anlage bzw. Geldanlage zu schliessen
(Prospekthaftungspflicht).
Gerade bei den geschlossenen Fonds mit hohen steuerlichen verlustzuweisungen wie Schiffsbeteiligungen hat sich
ja praktisch in der Vergangenheit die Unsinnigkeit dieser Kennzahl
gezeigt.
Da heute die Verlustzuweisungen stark begrenzt sind , wird sich dieses
Problem allerdings nicht mehr so stark auswirken.
Danke erstmal für die rege Beteiligung.
Ja stimmt, das der IRR zum Vergleich von mehren Anlagen nicht geeignet ist, scheint mir schlüssig. Ich meinte das auch eher fondsintern zur Beurteilung einer einzigen Investition (in diesem Fall eben ein Paket von mehrern Immobilien).
Auch fondsintern nicht, weils es keine Normalinvestition auf einem
vollkommenen Kapitalmarkt ist.
http://www.anlegerschutzauskunft.de/Renditetaeuschun…