Mein lieber Falke,
vielleicht hat sich Dein Adlerauge auch schon mal Gedanken gemacht, was z.B. bei einer Tauschbörse abläuft, nehmen wir mal Briefmarken. Da sitzen ja nicht Sammler beisammen, die untereinander Briefmarken tauschen, wie das vielleicht Schüler machen. Nein, sie kaufen und verkaufen. Freilich wird augenzwinkernd davon ausgegangen, dass sich Käufe und Verkäufe die Waage halten. Glaubst Du im Ernst, dass der Verkäufer die Märchensteuer rausrechnet und gegen seine Käufe vorsteuerverrechnet? Mitnichten! Und da sind sehr wohl reine Händler drunter (die kaufen und verkaufen ja auch), die nicht schlecht von den Papierschnippeln leben. Nur, die kann man halt schlechter erfassen als bei eBay.
ist doch nicht schlecht!! Ich persönlich halte derzeit eBay
sowieso für die größte „Steuerhinterziehungs-Plattform“, die
es gibt! Wenn der Staat hier mal ein wenig „aufräumen“ würde,
wäre es schon nicht schlecht!
Oder die echten Tauschbörsen, die auch unter Nachbarschaftshilfe laufen. Hilfst Du mir beim Dachdecken, repariere ich Dir die Heizung im Keller. Hilft Deine Tochter meinem Sohn in Latein, gebe ich Deinem Sohn Klavierunterricht.
Oder die vielen kleinen Flohmärkte in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, wo als Platzmiete der Kuchen mitgebracht wird, den die Muttis gegen Bares mit Tee oder Kaffee verkaufen. Miete wird freilich nicht an die Schule oder den Kindergarten bezahlt: ist ja alles nur zu irgendeinem wohltätigen Zweck. Der Erlös geht angeblich an…? Gewinn macht natürlich niemand, hä-hä.
In allen Fällen wird nicht abgerechnet. Wo also willst Du beginnen? Etwa im Bett bei der allgemeinen Lustbefriedigung, die ja auch auf Gegenseitigkeit beruhen sollte
??? Dein Weib die nicht versteuernde Prostituierte und Du der zur Steuerhinterziehung beihelfende Sexakrobat? Immerhin hat sie ja einen geldwerten Vorteil: Du gehst „anschaffen“ und blätterst das Haushaltsgeld auf den Tisch, und sie blättert dafür im Versandhauskathalog nach den Brillies. Ich führe diese Beispiele bewusst ad absurdum: in manchen Fällen ist es ja auch so.
Dieser Staat sollte sich mal lieber von seinen eigenen teuren Wasserkopf befreien, diesem faulen sesselfurzenden Beamtenapparat, dann müsste er nicht grübeln, woher er noch die letzten Steuergroschen eintreiben könnte (wie wär’s mit einer Luftsteuer zum Athmen?). Wenn der Fiskus so weitermacht, steuert er die letzten Aktiva, die er noch hat, ins steuerbilligere Ausland. Dann hat er übersteuert und schmiert ab wie ein übersteuertes Fluggerät. Nur wir alle sitzen mit an Bord.
Gruß Richard