ich baue zur Zeit eine Website zur Vermarktung und Vorstellungen eines Buches über Depressionen. Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht und ist aus gutem Grunde, da sehr persönlich, unter einem Pseudonym veröffentlicht.
Nun frage ich mich: Wie bringe ich den Autoren bzw. den Betreiber der Seite im Impressum unter? Die Anonymität sollte eigentlich auch weiterhin gewahrt bleiben.
Gar nicht! Im Impressum muss der Betreiber der Website stehen,
nicht die Personen, die in irgendwelchen Berichten genannt
werden.
Dann sei vielleicht nochmal nachgefragt, wer genau der Betreiber der Seite ist (bzw. wie definiert sich „Betreiber“).
Deine Kontaktdaten (bzw. je nach gesetzl. Vorschriften noch
Zusatzdaten) reichen daher aus.
Ich bin etwas überrascht, dass meine Daten in das Impressum sollen, damit habe ich nun gar nicht gerechnet.
Ich baue die Seite als Dienstleister und habe zwar das Konzept entworfen, bin aber nicht für die Inhalte verantwortlich. Ich werde später auch die technische Seite weiterhin betreuen, bin aber z.B. kein Kontaktpartner (es sei denn, ein Besucher der Seite möchte von mir eine Seite erstellt bekommen .
Wäre das nicht so, als würde man einen Buchsetzer mit in das Impressum eines Buchs aufnehmen?
Ich bin etwas überrascht, dass meine Daten in das
Impressum sollen, damit habe ich nun gar nicht gerechnet.
Ich baue die Seite als Dienstleister und habe zwar das Konzept
entworfen, bin aber nicht für die Inhalte verantwortlich.
Wenn Du ein Online-Forum Betreibst ist es ja ähnlich. Du stellst den Platz zur Verfügung und deine Gäste schreiben die Beiträge. Du musst allerdings immer darauf achten, dass die Inhalte gegen keine Gesetze verstossen.
Es gibt ein aktuelles Urteil, dass der Betreiber von Foren oder Gästebüchern mindestens einmal pro Woche die Inhalte kontrollieren muss. Wenn dort jemand etwas ungesetzliches Schreibt (z.B. ein link zu Kinderpornos, oder Angebote von gestohlenen Waren) musst Du es als Betreiber entfernen.
über einen umweg …
… kommst du zu dem was du dir denkst (ich hoffe das richtig verstanden zu haben)
hi,
also ins impressum muss das alles rein, passta, aber da es ja noch die pflicht gibt den autor des jeweiligen artikells mit anzugeben, kannst du das für dich ausnutzen ohne damit in die impressum/ autorfalle zu tappen,
also, du machst die site, schreibst ins impressum deinen tatsächlichen namen etc., (was halt nötig ist: http://www.digi-info.de/webimpressum/ ), und beschreibst das ganze dann so (o.ä.) ich bin der webmaster und stelle hier inhalte für versch. autoren zur verfügung etc. , bei fragen zum inhalt des jeweiligen artikel wenden sie sich bitte an den jeweeiligen autor - also zumindest so ähnlich,
so zu jedem artikel gibts du nun den jeweiligen autor (den künstlernamen von dir) mit entspr. link/ url/ mail adresse etc. an (z.b. autor: xyz - link an eine mailadresse - die meisten cms systeme machen das über [email protected] - die kannst du ja dann noch umlenken/ weiterleiten an wen auch immer)
dann machst du noch ein bisschen disclaimer etc. das du, als o der websitebetreiber nicht für inhalte des jeweiligen autors etc.
so jetzt hast du ne site, die der impressumpflicht entspricht, den autor nennt und in der du nicht direkt mit dem inhalt in kontakt gebracht wirst, je nachdem wie ichtig das ganze ist, kannst du ja das noch ein bisschen ausschmücken etc.
Natürlich muss in das Impressum nicht (!) alles rein. Der technische Ersteller braucht ebenso nicht genannt zu werden, wie der Autor der einzelnen Artikel!
Da du aber in deinem ersten Posting nicht gesagt hast, in welchem Rechtsverhältnis du zu der Website (oder dem Betreiber) stehst, ging ich von dem naheliegendsten Fall aus: du bist Ersteller und Betreiber der Seite.
Betreiber ist der Typ, auf dem die Domain registriert ist und unter dem das Informationsangebot im Netzt veröffentlicht wird.
Es ist ebenfalls nicht notwendig, dass die Schreiberlinge der einzelnen Artikel genannt werden. Warum auch? Letztendlich steht dann der Betreiber für den Inhalt gerade. Was Uwe also gesagt hat, ist nicht ganz korrekt!
Ebenso kannst du auf den Disclaimer verzichten, da dieser aus juristischer sicht absolut wertlos ist.
stelle Dir vor, Du hast ein gewöhnliches Ladengeschäft, wo jedermann einkaufen kann. An der Ladentür oder irgendwo deutlich sichtbar muß der Mame des Inhabers stehen, nicht der Name des Gestalters, nicht der Name des Vermieters und auch nicht die Namen der Hersteller vertriebener Produkte.
Bei der Webseite ist es nicht anders. Wer die Seite gestaltet hat und laufend betreut, geht den Betrachter nichts an. In wessen Namen die vertriebenen Bücher verkauft werden, wer also die Rechnung schreibt, wer kaufmännisch verantwortlich ist, muß erkennbar sein. Das ist nicht der Name des Buchautors. Der darf ein Pseudonym verwenden.
stelle Dir vor, Du hast ein gewöhnliches Ladengeschäft, wo
jedermann einkaufen kann. An der Ladentür oder irgendwo
deutlich sichtbar muß der Mame des Inhabers stehen, nicht der
Name des Gestalters, nicht der Name des Vermieters und auch
nicht die Namen der Hersteller vertriebener Produkte.
Exakt das ist es - meiner Ansicht nach bin ich der Gestalter des Ladens. Ein Dienstleister, der im Auftrag seines Kunden die Einrichtung übernimmt und ihn zwar berät, wie er das am besten macht und was gut aussehen würde, der aber im Endeffekt nicht entscheidet, welche Tapete die schönste und welcher Teppich der flauschigste ist.
Bei der Webseite ist es nicht anders. Wer die Seite gestaltet
hat und laufend betreut, geht den Betrachter nichts an. In
wessen Namen die vertriebenen Bücher verkauft werden, wer also
die Rechnung schreibt, wer kaufmännisch verantwortlich ist,
muß erkennbar sein. Das ist nicht der Name des Buchautors. Der
darf ein Pseudonym verwenden.
Das ist ja noch kniffliger, als ich dachte. Vielleicht habe ich mit „Vermarktung“ auch den falschen Begriff gewählt. Der Buchautor wäre imho der Inhaber - er wiederum vertreibt sein Produkt jedoch nicht selbst, sondern wirbt in seinem Geschäft nur für sein Produkt. Wenn sich ein „Kunde“ für das Buch interessiert und es kaufen möchte, schickt er ihn in ein anderes Geschäft.
Ich glaube, die Seite hat eigentlich eher den Charakter eines Plakates als den eines Geschäfts. Um die Sache mal einfacher zu machen, hier die Adresse der Seite: http://www.eine-seelische-gesundung.de/index.htm (Achtung, Baustelle!).
Da du aber in deinem ersten Posting nicht gesagt hast, in
welchem Rechtsverhältnis du zu der Website (oder dem
Betreiber) stehst, ging ich von dem naheliegendsten Fall aus:
du bist Ersteller und Betreiber der Seite.
Okay, ich gebe zu, mein Ausgangsposting war etwas schwammig. Sorry!
Betreiber ist der Typ, auf dem die Domain registriert ist und
unter dem das Informationsangebot im Netzt veröffentlicht
wird.
Das ist tatsächlich der Autor. Mehr zur gegebenen Situation (und das corpus delicti selbst) in meiner Antwort an Wolfgang.
einfach ausgedrückt: Der Autor wirbt auf seiner Webseite für sein eigenes Buch, verkauft es aber nicht über die Webseite, sondern verweist auf einen Händler. Der Autor schrieb das Buch unter Pseudonym.
Gleich vorweg: Ich bin kein Jurist.
Mit seiner Werbung bahnt der Webseitenbetreiber Geschäfte an, tritt als Vermittler auf. Ich sehe den Webseitenbetreiber in sicherer Position, wenn er mit ordentlichem Impressum unter vollem Namen auftritt. Das Pseudonym für das beworbene Buch ist davon unberührt.
Es ist vorstellbar, daß der Autor genau diese Verknüpfung des Buches mit seinem Namen nicht will, auch nicht über die Webseite. Dann sehe ich allerdings ein Problem, das irgendwann nach Abmahnung riechen könnte. Es sei denn, der Autor beauftragt einen Strohmann, als verantwortlicher Betreiber der Webseite aufzutreten. Irgend eine greifbare Person mit echtem Namen muß aus meiner Sicht im Impressum auftauchen.
Betreiber ist der Typ, auf dem die Domain registriert ist und
unter dem das Informationsangebot im Netzt veröffentlicht
wird.
Das ist tatsächlich der Autor. Mehr zur gegebenen Situation
(und das corpus delicti selbst) in meiner Antwort an Wolfgang.
Dann hat er sein Pseudonym eh schon aufgegeben und muß auch im Impressum erscheinen. Ich poste seinen echten Namen jetzt hier nicht, aber schau mal auf http://www.denic.de/servlet/Whois und gib die URL (ohne www.) ein. Und zack, da haben wir ihn. Also, ER muß rein, denn er ist schon mit seinem echten Namen drin!
Verhindern ließe sich so etwas tatsächlich nur mit einem Strohmann.
Dann hat er sein Pseudonym eh schon aufgegeben und muß auch
im Impressum erscheinen. Ich poste seinen echten Namen jetzt
hier nicht, aber schau mal auf http://www.denic.de/servlet/Whois und gib die URL (ohne www.)
ein.
Sowas dämliches, daran hab’ ich überhaupt nicht gedacht! Asche auf mein Haupt…
Natürlich muss in das Impressum nicht (!) alles rein. Der
technische Ersteller braucht ebenso nicht genannt zu werden,
wie der Autor der einzelnen Artikel!
Es ist ebenfalls nicht notwendig, dass die Schreiberlinge der
einzelnen Artikel genannt werden. Warum auch? Letztendlich
steht dann der Betreiber für den Inhalt gerade. Was Uwe also
gesagt hat, ist nicht ganz korrekt!
hm, in allem steckt ein bisschem wahrheit, aber so wie ich die website oder was auch immer das werden soll vorgeschlagen habe muss der autor rein, § 6 MDStV ( http://www.datenschutz-bayern.de/recht/mdstv.htm#nr6 )
Ebenso kannst du auf den Disclaimer verzichten, da dieser aus
juristischer sicht absolut wertlos ist.
hm, wzbw (was zu beweisen wäre), warum machen die (http://disclaimer.de/) dann sich solche mühe?
wollt das nochmal richtigstellen, auch wenns jetzt wahrscheinlich keiner mehr liest