Internetsucht

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Ich bin süchtig, und zwar nach dem Internet bzw. PC.
Insgesamt werden darunter sicher sehr viele Menschen in nächster Zeit darunter leiden bzw jetzt schon darunter leiden. Gibt es da eine bestimmte Methode, das ganze einzuschränken? Ich selber habe mir vorgenommen eine Woche lang nur Mails abzurufen und sonst nichts am PC zu machen. Kann das helfen?

Die ganze „Sucht“ kommt, wie alle, sehr schleichend, und so bemerkt man erst nach einiger Zeit, dass man süchtig ist.

Selber kann ich mir auch gar nicht vorstellen, wie ich die Zeit anders nutzen kann als mit dem PC und Internet.
Hab angefangen ein Buch zu lesen und Radio zu hören, aber das hält auch nur eine Weile. Jetzt im Herbst/Winter kann man auch nicht viel draussen machen…

Bitte helft mir ma Lösungen zu finden, bin grad in einem absoluten Tiefpunkt…

Freue mich auch über andere Opfer zu lesen, damit ich weiss, ich bin nicht allein mit dem Problem, THX

MiND

Hallo Mind,

in diversen Tageszeitungen habe ich gelesen, daß es an der Humboldt-Universität in Berlin ein Forschungsprojekt am Lehrstuhl für pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie dazu gibt und auch Beratungsmöglichkeiten.

Alles Gute und viele Grüße

Berlin

Mein persönlicher Suchtbefreiungs/Abnehmtipp
Hi,

sei immer irgendwo am Start! Immer was zu tun, aufräumen, rausgehen, einkaufen, zur Freundin / Freunden, Müll runterbringen, joggen, duschen, alten Omas über die Strasse helfen usw.

Telefonier viel! Das wärmt alte Kontakte wieder auf!

Back to real life heißt das Motto für Dich!

Ob es anderen genauso geht oder nicht, spielt keine Rolle!

Hallo,

Hi du

ich habe folgendes Problem: Ich bin süchtig, und zwar nach dem
Internet bzw. PC.

Woran erkennst du, süchtig zu sein?

Insgesamt werden darunter sicher sehr viele Menschen in
nächster Zeit darunter leiden bzw jetzt schon darunter leiden.

Ich hab davon gehört. Inwiefern leidest du?

Gibt es da eine bestimmte Methode, das ganze einzuschränken?
Ich selber habe mir vorgenommen eine Woche lang nur Mails
abzurufen und sonst nichts am PC zu machen. Kann das helfen?

Was machst du denn ansonsten am PC?

Die ganze „Sucht“ kommt, wie alle, sehr schleichend, und so
bemerkt man erst nach einiger Zeit, dass man süchtig ist.
Selber kann ich mir auch gar nicht vorstellen, wie ich die
Zeit anders nutzen kann als mit dem PC und Internet.

Ohne PC und Internet fühle ich mich nicht nur wie ein halber Mensch, ich bin nur ein halber Mensch.

Hab angefangen ein Buch zu lesen und Radio zu hören, aber das
hält auch nur eine Weile. Jetzt im Herbst/Winter kann man auch
nicht viel draussen machen…

Wie lange hast du schon PC und Internet? Als ich es neu hatte, war ich natürlich den ganzen Tag erstmal nur damit beschäftigt - alleine die Handhabung des PCs zu lernen ist schon sehr zeitintensiv. Aber es macht natürlich auch viel Spass, neue Welten zu entdecken. Ich bin damit auf wenig Verständnis und auf viele warnenden Hinweise bzgl. meines „Suchtverhaltens“ gestossen. Es hat auch viel Kritik und teils massive Auseinandersetzungen gegeben - allerdings waren die Menschen um mich herum nun auch kaum bis garnicht an PC und Internet interessiert. Ein Hauptargument derer mir meine „Sucht“ zu beweisen war, dass Internet nicht „real“ ist.

Bitte helft mir ma Lösungen zu finden, bin grad in einem
absoluten Tiefpunkt…

So nach 1 Jahr hat sich die intensive Beschäftigung wieder gelegt, ich hab auch nicht mehr das Gefühl, irgendwas verpassen zu können. Das schöne am Internet ist ja, dass du asynchron leben kannst.

Freue mich auch über andere Opfer zu lesen, damit ich weiss,
ich bin nicht allein mit dem Problem, THX

Mein Maßstab ist, dass alles okay ist, solange ich meinen Alltag noch auf die Reihe bekomme und ich mich selbst nicht vernachlässige.

gruss

MiND

Voy

Internet - das verblödende Gift? :wink:)
Hi!
Betrachte es einmal unter folgendem Gesichtspunkt. Bist du wirklich süchtig, oder nur interessiert?
Liebe Grüße
Irene

Zum Thema:

Meine Bekannten und Freunde haben Recht. Das Internet ist eine Erfindung des Teufels, man verblödet absolut dabei, hat keinerlei Interessen mehr und sitzt nur im finsteren Zimmer vor dem Bildschirm, mit rotumrandeten Augen, während draußen die Sonne scheint und das Leben an einem vorbeigeht.
Ich gehöre ebenfalls zu diesen verabscheuungswürdigen Menschen, die sich von der Internet-Sucht einfangen haben lassen. Dies hat man mir wiederholt während langer Spaziergänge durch den Maurer-Wald mit den Hunden versichert. Dies musste ich mir bei gemütlichen Heurigenbesuchen, bei Grillfesten im Garten, bei Freundinnen-Treffen in neuen Lokalen, beim Stadtbummel und Fetzen probieren, beim Kosmetik stöbern und im Kaffeehaus an den Kopf werfen lassen.

Gut, ich gebe es zu. Meine Freundinnen haben mich überzeugt. Das Internet ist völlig unnötig.

Wenn ich das nächste Mal mit meinen Kolleginnen beim Mittagessen sitze und eine erzählt,
dass sie im Flugzeug neben einer Inderin gesessen ist, die die Handflächen hennagefärbt hatte und wir uns fragen, was das wohl zu bedeuten hat und uns überlegen, wer uns denn da Auskunft geben könnte, werde ich nicht mehr in die Suchmaschine „Henna Indien Tradition“ eingeben und meine Kolleginnen anschließend über das Ergebnis informieren.

Wenn ich während meines Urlaubs in Bibione im Luna Park aus dem Lautsprecher des Ringelspiels ein altes, wohlbekanntes, vertrautes, italienisches Lied höre, das mich durch meine Teenagerzeit begleitet hat und das ich ganz aus der Erinnerung verloren hatte, werde ich nicht „Napster“ starten und „Un giorno insieme“ eingeben und erfahren, dass die Sänger „I Nomadi“ sind, mir das Lied runterladen und verträumt zuhören und mich freuen.

Wenn mein Schwiegersohn in spe zu mir kommt und mich am Sonntagabend fragt:
„Wie finde ich meine Bankleitzahl raus?“ Dann geh ich nicht auf mein online-banking
und mach „BLZ suchen“ und geb ihm in 2 Minuten die Antwort. Dann muss er halt bis
zum nächsten Tag warten und in der Bank anrufen. Genau! Das ist der „normale“ Weg.

Wenn ich etwas Näheres über ein Buch wissen möchte, werde ich nicht zu amazon.de gehen und mir die Rezensionen durchlesen. Ich nehm einfach einen halben Tag Urlaub und besuche verschiedene Buchhandlungen, bis ich jemanden finde, der mir etwas über das Buch erzählen kann.

Ja, so einfach ist es. Oder ich gewöhn mir möglichst schnell ab, mich für alles Mögliche zu interessieren. Das wär auch eine Möglichkeit. Das sollte ich meinen Freundinnen sagen!
Bei langen Spaziergängen durch den Maurer-Wald oder beim nächsten ausgedehnten Kaffeetratsch.

100% Zustimmung.
Man hört denselben fortschrittsfeindlichen Mist regelmäßig bei allen neuen Medien. Beim Telefon hieß es doch auch, das würde die Menschen vereinsamen, weil sie sich nicht mehr treffen. Und auch nach Bücherlesen kann man so süchtig werden, daß man keine Kontakte mehr hat. Aber wer jede Woche fünf Bücher (aus Papier!) verschlingt, der gilt als gebildet.

Gruß
datafox

Telefonier viel! Das wärmt alte Kontakte wieder auf!

genau. am telefon trifft man die person ja „in real life“, während in netmeeting das ja nicht der fall ist :wink:

gruß
datafox

Hallo Mind,

nicht, daß ich Dir die ‚Sucht-Idee‘ ausreden möchte, aber nicht alles, was sich wie Sucht anhört, muß auch wirklich eine sein… Internetsucht hat Symptome, die Du zum Beispiel hier nachlesen kannst:

http://www.medicine-worldwide.de/krankheiten/psychis…
http://www.internetsucht.de/ssi/
http://www.onlinesucht.de

Selber kann ich mir auch gar nicht vorstellen, wie ich die
Zeit anders nutzen kann als mit dem PC und Internet.

Warum? Weil Du ansonsten nichts mit Dir anzufangen weißt? Weil Dir jemand/etwas im wirklichen Leben fehlt? Weil Dir eine Idee fehlt? Weil es sooooo verdammt bequem ist, sich im Jogginganzug vor den Rechner zu pflanzen und draufloszusurfen? Och, auch ich habe Tage, an denen mir just danach ist…

Hab angefangen ein Buch zu lesen und Radio zu hören, aber das
hält auch nur eine Weile.

Vielleicht hast Du einfach das falsche Buch bzw. den falschen Sender erwischt. Ich habe mich mal durch 50 Seiten von ‚House of God‘ gequält, weil es ach so klasse sein sollte (das Buch landete in der Ecke) und Radio… Nun ja… Da wird meistens eh dasselbe rauf- und runtergedudelt. Aber es müssen ja nicht Buch & Radio sein: geh ins Planetarium oder ins Kino, triff Dich mit Freunden zu einem gemütlichen Kochabend, was-weiss-ich.

Jetzt im Herbst/Winter kann man auch
nicht viel draussen machen…

Das halte ich für ein Gerücht… :wink: Man kann sogar sehr viel machen:

• Mit den richtigen Klamotten ist Sport oder zumindestens ein Spaziergang immer drin.
• Hast Du schon einmal im Winter draußen gegrillt?
• Wenn es Dir liegt: zieh los und fotografiere.
• Mach mit Deiner Liebsten eine Kustsch- oder Schlittenfahrt.
• und, und, und…

Beste Grüße

Renee

Telefonitis :wink:
Hi Timekiller,

Telefonier viel!

Kein guter Tip… Das Telefon kann ebenso süchtig machen wie das Internet und - wie Datafox bereits erwähnte - es ist nicht besonders hilfreich, um die Internetsucht zu bekämpfen. Das wäre ja wie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. :wink:

Kaffeeschlürfende Grüße

Renee

Möglichkeit a): Surfen und Chatten bis zum Pupillenstillstand, danach tritt ein Sättigungseffekt ein :smile: (relativ ernst gemeint).

Möglichkeit b): Du bist Täter, nicht Opfer. Kontrollierter Umgang hilft, habe ich auch ne Weile versucht.

Möglichkeit c): Eine Therapie wegen der tieferliegenden Ängste und Sehnsüchte, um den Mut zu finden, sie zu leben.

Ich wünsch Dir ne spannende Suche!

und, zu den anderen antworten: internet ist so praktisch und gut, wie es einen natürlich auch vom Leben als solchen abhalten kann; eine nutzung, die einem noch das erleben anderer dinge gestattet braucht doch nicht limitiert zu werden; ich vermute hinter der anfrage ja auch stark einen psychologiestudenten im 3. semester mit seiner seminararbeit… :smile:

Hallo,

ich habe folgendes Problem: Ich bin süchtig, und zwar nach dem
Internet bzw. PC.
Insgesamt werden darunter sicher sehr viele Menschen in
nächster Zeit darunter leiden bzw jetzt schon darunter leiden.

ohoh… das kenne/kannte ich auch. Vor ein paar Jahren habe ich mich megaheftig im Internet bewegt. Stundenlang, halbenächte durch, mit verschlafen…
Ich habe darüber meine realen sozialen Kontakte vernachlässigt.
Bis ich irgendwann erkannte, so kann das einfach nicht weitergehen. Irgenwann habe ich mir einfach gedacht, das kanns doch nicht gewesen sein… arbeiten, essen, internet, schlafen. Da muss es doch noch mehr geben.
Ich habe angefangen wieder meine zwischenmenschlichen Kontakte zu pflegen, und zu erkennen, dass es wichtiger ist reale Kontakte zu haben, als sich tagelang im Internet zu verlieren.
Ich gehe schon regelmäßig ins Internet. Aber mein Umgang damit hat sich grundlegend verändert. Früher habe ich Familienfeiern, z.B. lieber frühzeitig verlassen, um mich anschließend im Internet rumzutreiben. Virtuelle Freunde waren mir wichtiger, als der Umgang mit lebendigen Menschen.
Dass Du erkannt hast, etwas ist nicht mehr so ganz okay, das ist schon der erste Schritt.

Gibt es da eine bestimmte Methode, das ganze einzuschränken?
Ich selber habe mir vorgenommen eine Woche lang nur Mails
abzurufen und sonst nichts am PC zu machen. Kann das helfen?

Ich kenne ja deine bisherigen Gewohnheiten nicht, weiss nicht, wie schlimm es schon bestellt ist. Machst Du auch schon Sachen, die Deinen Alltag gefährden? z.B. verbotener Weise am Arbeitsplatz surfen?
Je nachdem, wie schlimm es ist. Ich denke, Du musst das nicht ganz einschränken. Überprüfe einfach mal Deine Gewohnheiten und frage Dich, was daran nicht mehr okay ist. Fällt es Dir schwer, wenn Du mal einen Tag nicht ins Netz kannst? Bestimmt Dein Internet Dein Leben? dass Du z.B. Treffen absagst wegen Internet?

Selber kann ich mir auch gar nicht vorstellen, wie ich die
Zeit anders nutzen kann als mit dem PC und Internet.
Hab angefangen ein Buch zu lesen und Radio zu hören, aber das
hält auch nur eine Weile. Jetzt im Herbst/Winter kann man auch
nicht viel draussen machen…

Wichtiger als Internet, ist die Realität. Ich hatte damals das Gefühl… jetzt muss ich nur noch übers Internet einkaufen (Lebensmittel) und dann fehlt mir nix mehr. Am Anfang fand ich das auch noch spannend… aber mal ganz ehrlich gesagt… ich habe in einem chat meinen jetzigen Mann kennengelernt und das Internet hat den riesigen Reiz verloren. Klar, ich gehe auch noch online, aber bei weitem weniger und die Realität hat jetzt Vorrang.

Bitte helft mir ma Lösungen zu finden, bin grad in einem
absoluten Tiefpunkt…Wenn Du so großen Druck hast, dann solltest Du Dir vielleicht hilfe von aussen suchen?

Drück dir die Daumen und Kopf hoch

Herzliche Grüße

Sarah

da muss ich dich leider enttäuschen :wink:
Ich bin noch Schüler am Gymnasium und befasse mich nur hobbiemäßig mit der Psychologie.
Ich finde dies ein sehr interessantes Thema und denke es geht auch Richtung Philosophie.
Gerade bin ich am überlegen, ob ich vielleicht Psychologie studieren werde.

Vielen Dank für eure Antworten, sind wirklich sehr hilfreiche dabei!
MiND

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Hallo,

ich habe folgendes Problem: Ich bin süchtig, und zwar nach dem
Internet bzw. PC.
Insgesamt werden darunter sicher sehr viele Menschen in
nächster Zeit darunter leiden bzw jetzt schon darunter leiden.

ohoh… das kenne/kannte ich auch. Vor ein paar Jahren habe
ich mich megaheftig im Internet bewegt. Stundenlang,
halbenächte durch, mit verschlafen…
Ich habe darüber meine realen sozialen Kontakte
vernachlässigt.
Bis ich irgendwann erkannte, so kann das einfach nicht
weitergehen.

An diesem Punkt bin ich auch angelangt.

Irgenwann habe ich mir einfach gedacht, das kanns
doch nicht gewesen sein… arbeiten, essen, internet,
schlafen. Da muss es doch noch mehr geben.
Ich habe angefangen wieder meine zwischenmenschlichen Kontakte
zu pflegen, und zu erkennen, dass es wichtiger ist reale
Kontakte zu haben, als sich tagelang im Internet zu verlieren.
Ich gehe schon regelmäßig ins Internet. Aber mein Umgang damit
hat sich grundlegend verändert. Früher habe ich
Familienfeiern, z.B. lieber frühzeitig verlassen, um mich
anschließend im Internet rumzutreiben. Virtuelle Freunde waren
mir wichtiger, als der Umgang mit lebendigen Menschen.
Dass Du erkannt hast, etwas ist nicht mehr so ganz okay, das
ist schon der erste Schritt.

Gibt es da eine bestimmte Methode, das ganze einzuschränken?
Ich selber habe mir vorgenommen eine Woche lang nur Mails
abzurufen und sonst nichts am PC zu machen. Kann das helfen?

Ich kenne ja deine bisherigen Gewohnheiten nicht, weiss nicht,
wie schlimm es schon bestellt ist. Machst Du auch schon
Sachen, die Deinen Alltag gefährden? z.B. verbotener Weise am
Arbeitsplatz surfen?
Je nachdem, wie schlimm es ist. Ich denke, Du musst das nicht
ganz einschränken. Überprüfe einfach mal Deine Gewohnheiten
und frage Dich, was daran nicht mehr okay ist. Fällt es Dir
schwer, wenn Du mal einen Tag nicht ins Netz kannst? Bestimmt
Dein Internet Dein Leben? dass Du z.B. Treffen absagst wegen
Internet?

Nein so extrem ist es bei mir nicht. Also ich habe festgestellt, dass ich nicht wirklich „süchtig“ sondern nur in einer bestimmten Weise „abhängig“ bin bzw. das Internet als Hilfestellung bzw. Austausch mit anderen Leuten zu haben, die ich nicht in der Bahn oder auf der Straße treffe.

Selber kann ich mir auch gar nicht vorstellen, wie ich die
Zeit anders nutzen kann als mit dem PC und Internet.
Hab angefangen ein Buch zu lesen und Radio zu hören, aber das
hält auch nur eine Weile. Jetzt im Herbst/Winter kann man auch
nicht viel draussen machen…

Wichtiger als Internet, ist die Realität. Ich hatte damals das
Gefühl… jetzt muss ich nur noch übers Internet einkaufen
(Lebensmittel) und dann fehlt mir nix mehr. Am Anfang fand ich
das auch noch spannend… aber mal ganz ehrlich gesagt… ich
habe in einem chat meinen jetzigen Mann kennengelernt und das
Internet hat den riesigen Reiz verloren. Klar, ich gehe auch
noch online, aber bei weitem weniger und die Realität hat
jetzt Vorrang.

Das mit dem Chat und Kennenlernen kenn ich. Genau so hat meine Mutter ihren jetzigen Freund kennengelernt. Sie war früher auch (hauptsächlich) chatsüchtig, und hat jetzt damit auch den Reiz verloren.

ich habe einmal zu ihr gesagt, dass das chatten nur für Leute gut ist, die mit ihrer „umgebenden“, realen Welt nicht zufrieden bzw. flüchten wollen.
Dies hat sie mir nachdem sie nicht mehr süchtig war bestätigt.

Bitte helft mir ma Lösungen zu finden, bin grad in einem
absoluten Tiefpunkt…Wenn Du so großen Druck hast, dann solltest Du Dir vielleicht hilfe von aussen suchen?

Hab ich eigentlich schon gefunden :wink:
Ich denke jetzt einfach anders darüber. Internet an sich ist in der heutigen (zukünftigen) Welt einfach unabdingbar. Man kann es vielleicht vergleichen mit Alkohol: Eigentlich jeder trinkt etwas, aber gilt deswegen nicht gleich als Alkoholiker. Manche wehren sich auch strikt gegen diese Droge, wie auch beim Internet.
Es bietet eine sehr große Anzahl an Informationen, das Internet, man muss nur im Stande sein, einen Filter (im Kopf) einzusetzen, um die unwichtigen Dinge auszublenden.
Es ist also gleich wie im normalen Leben, wo auch einfach ein Filter eingeschaltet wird, wenn ein Thema unwichtig, bzw. uninteressant erscheint.

Will mich an der Stelle noch bedanken, bei dir Sarah, für deine Offenheit und den anderen postings.

THX
MiND