Hi,
eine Frage an alle die sich im Online-Handel auskennen.
Wenn ich im Internet einkaufe und mir die Ware per Nachnahme an eine Packstation schicken lasse, bin ich dann trotzdem verpflichtet meine Adresse anzugeben? Oder mache ich mich sogar strafbar wenn ich falsche Daten angebe?
Es ist doch so, daß die Bezahlung der Ware durch die Nachnahmesendung garntiert ist und im Geschäft werde ich doch auch nicht nach meinen persönlichen Daten gefragt.
Außerdem gehen manche Onlinehändler nicht gerade sorgsam mit Kundendaten um.
Es wäre schön wenn sich jemand mit der rechtlichen Seite auskennt.
Gruß und Dank im Voraus!
maja
Hi,
…und mir die Ware per Nachnahme an eine Packstation schicken lasse,
Und wie kassiert der Postbote von dem Automaten das Geld ein???
Es ist doch so, daß die Bezahlung der Ware durch die
Nachnahmesendung garntiert ist
Ja - bei persönlicher Übergabe wird abkassiert.
und im Geschäft werde ich doch auch nicht nach meinen persönlichen Daten gefragt.
Dies ist auch der klitzekleine Unterschied zum Versandgeschäft, dass hier eine Adresse benötigt wird. *kopfschüttel*
Außerdem gehen manche Onlinehändler nicht gerade sorgsam mit
Kundendaten um.
Sicherlich richtig! Aber eben nur „manche“. Dabei sind die Händler noch die harmlosesten. Facebook, google & Co. sind da viel schlimmer. Wie hat so schön einer gesagt: Bei der Volkszählung damals wurden 18 Fragen gestellt und alle haben sich tierisch aufgeregt. Facebook fragt über 90 Fragen und alle machen schön mit. *lol*
Gruß
Falke
Und wie kassiert der Postbote von dem Automaten das Geld
ein???
Gar nicht, da in der Packstation kein Geld lagert. Sämtliche Bezahlvorgänge werden mit EC-Karte plus Geheimzahl vorgenommen.
Ja - bei persönlicher Übergabe wird abkassiert.
Die Packstation wurde ja eben deshalb erfunden, damit man den Zusteller *nicht* mehr persönlich antreffen muss.
Dies ist auch der klitzekleine Unterschied zum
Versandgeschäft, dass hier eine Adresse benötigt wird.
*kopfschüttel*
Vielleicht haben Sie es einfach überlesen, aber die Frage bezog sich auf die RECHNUNGSADRESSE, nicht auf die Versandadresse. Die Rechnungsadresse ist obsolet, wenn das Paket per Nachnahme an eine Packstation geschickt wird. Trotzdem wollen viele Händler nicht auf diese kostbaren Daten verzichten, denn eine Adresse wie „Herr XY, 87654322, Packstation 102, 12345 Musterhausen“ lässt sich marketingtechnisch nicht verwerten - man kann ja nichtmal Werbebriefe an so eine Adresse verschicken.
Facebook, google & Co. sind da
viel schlimmer. Wie hat so schön einer gesagt: Bei der
Volkszählung damals wurden 18 Fragen gestellt und alle haben
sich tierisch aufgeregt. Facebook fragt über 90 Fragen und
alle machen schön mit. *lol*
Ich sehe einen erheblichen Unterschied darin, ob man nur seine Interessen preisgibt oder seine reale Adresse. Sie nicht? Bei Facebook kann ich maximal online genervt werden, aber wenn jemand meine Adresse hat, hört der Spaß auf.
Hallo,
Rechtsfragen gehören ins Rechtsbrett, dann aber bitte FAQ:1129 beachten.
Kommt auch darauf an, was man bestellt hat. Bei den meisten Dingen besteht für den Verkäufer kein Grund die Adresse abzufragen. Das schlimmste, was imo passieren kann, wenn man keine (normale) Adresse angibt, ist, daß man nichts bekommt (Vertragsfreiheit).
Da man bei der Packstation persönlich registriert ist, könnte ein Gericht im Streitfall jederzeit die Identität des Empfängers bei der Post abfragen. Das sollte genügen die Interessen des Verkäufers zu wahren.
Cu Rene
Hallo,
Das schlimmste, was imo passieren kann, wenn man
keine (normale) Adresse angibt, ist, daß man nichts bekommt
(Vertragsfreiheit).
Das ist richtig, ich denke ich werde das einfach mal testen.
Warum sollte ein Händler der mehr am verkaufen als am sammeln von Daten interessiert ist sich darauf nicht einlassen.
Jedenfalls danke für die Antworten!
maja
Hallo!
Gar nicht, da in der Packstation kein Geld lagert. Sämtliche
Bezahlvorgänge werden mit EC-Karte plus Geheimzahl vorgenommen.
OK, korrekt. Solange der Betrag nicht über 1500 Euro steigt eine Lösung.
Trotzdem wollen viele Händler nicht auf diese kostbaren Daten
verzichten, denn eine Adresse wie „Herr XY, 87654322,
Packstation 102, 12345 Musterhausen“ lässt sich
marketingtechnisch nicht verwerten - man kann ja nichtmal
Werbebriefe an so eine Adresse verschicken.
Eine „echte“ Adresse hat nicht nur den Zweck einer nachgelagerten Werbung, sondern dient auch zur Validierung des Kunden sowie der Überprüfung seines Bonität.
Ich sehe einen erheblichen Unterschied darin, ob man nur seine
Interessen preisgibt oder seine reale Adresse. Sie nicht? Bei
Facebook kann ich maximal online genervt werden, aber wenn
jemand meine Adresse hat, hört der Spaß auf.
Eher anders herum. Daher sind auch unerlaubte eMails Spam und vom Gesetzgeber verboten, während der normale Werbebrief immer noch erlaubt ist. Das eine ist ein unerlaubtes Eindringen in die Privatsphäre und kostet zudem noch Geld und Zeit. Ein Werbebrief kann ohne größere Aufwände gleich ins Altpapier entsorgt werden.
Gruß
Falke