Intranet als Weißkittel-Schleuse

Hi ihr,

Wie viel Informationsspielraum räumt ihr selektierender Software bei Zeitdruck ein? Wem vertraut ihr dann mehr: Der Geräte- oder der Stimmungs-Stabilität eurer Gegenüber? Welches Digitalisieren von Biographischem lehnt ihr prinzipiell ab? Wärt ihr unter der Option unabhängige kindsseitige Vaterschaftsbestimmung (a la Jesus Superchrist) mit dem Aufbau einer Gendatenbank einverstanden? Welche Zugangsbeschränkungen müsste diese Datenbank für welche Personengruppe haben? Nach welchen Kohabitationen würdet ihr der entsprechenden Frucht dieses Informationsrecht verwehren?

Neugierig,

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Hi ihr,

Hallo Biggi, liebe Christine,

geht es bei Deinen Fragen um ein Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft, an dem Du (als Ärztin, wie deine frühere ViKa verriet) tätig bist ?

Wie viel Informationsspielraum räumt ihr selektierender
Software bei Zeitdruck ein?

Was genau bitte meinst Du mit „selektierender Software“ ?
Willst Du wissen, was wir davon halten, ob Maschinen oder Menschen auf der Intensivstation eines Krankenhauses unter Zeitdruck über die weitere Behandlung von Kranken entscheiden sollen/dürfen ?!

Wem vertraut ihr dann mehr: Der

Geräte- oder der Stimmungs-Stabilität eurer Gegenüber? Welches
Digitalisieren von Biographischem lehnt ihr prinzipiell ab?

Hast Du einen „moriturus“/bald sterbenden Patienten vor Dir ?

Wärt ihr unter der Option unabhängige kindsseitige
Vaterschaftsbestimmung (a la Jesus Superchrist) mit dem Aufbau
einer Gendatenbank einverstanden?

Kinder wollen wissen, wer ihr Vater ist, ohne dass der Vater davon etwas mitbekommt und ohne dass er seine Zustimmung dazu gegeben hat ? Das Ganze soll irgendwo gespeichert werden ?! Ist es das ? Evtl. Sohn bzw. Tochter wollen jetzt ganz schnell mal wissen, ob der Patient der Vater ist ?!

Welche Zugangsbeschränkungen

müsste diese Datenbank für welche Personengruppe haben?

Im Krankenhaus sollten nur die Behandelnden Zugriff bekommen; den Rest regelt wohl die juristische Fakultät.

Nach

welchen Kohabitationen würdet ihr der entsprechenden Frucht
dieses Informationsrecht verwehren?

Mit „Frucht“ meinst Du das Kind des Patienten, oder ?!
Sprich mit den Ober-/Chefmedizinleuten oder wie die heissen und frag´ sie.

Neugierig,

Ich hoffe, ich habe verstanden, worum es Dir ging.

Schöne Grüße !

Martin