Intranparenz von Fremdspesen bei Wertpapierhandel

Hallo liebe Wissensgemeinde,

gibt es eine Möglichkeit, sich über die so genannten „Fremdspesen“, die die einzelnen Börsenplätze den Wertpapierbrokern in Rechnung stellen und vom Kunden zu zahlen sind,zu überprüfen?

Es gibt Fälle, da sollen für einen (!) Trade (ca. 7.400,-- €) neun (!) Schlussnoten - ohne Teilausführungen - gezahlt werden. Kalkuliert wird dann noch mit einem Faktor, so dass allein die Fremdspesen bei über 28,-- € liegen. :frowning: Der Discountbroker vertritt die Rechtsposition, dass er damit nicht zu tun habe und er dioe Kosten nur durchreiche. Na super!

Die daraus resultierende Frage ist, wie geschrieben, ob es Möglichkeiten gibt, hier Licht ins Dunkel zu bringen bzw. sich irgendwo über dieses Gebahren der WP-Händler oder des Börsenplatzes zu beschweren. Im www habe ich dazu leider nichts Brauchbares gefunden.

Vielen Dank für die Antworten - viele Grüße
Mike

Hallo,

gibt es eine Möglichkeit, sich über die so genannten
„Fremdspesen“, die die einzelnen Börsenplätze den
Wertpapierbrokern in Rechnung stellen und vom Kunden zu zahlen
sind,zu überprüfen?

Das habe ich auch schon mal erfolglos versucht, denn meine Recherche ergab, dass die Banken/Broker nicht jede einzelne Transaktion mit der Börse abrechnen, sondern einen Pauschalbetrag bezahlen.

Gruß
Pontius

Hallo,

man kann nicht davon ausgehen, dass alle Banken bei allen anderen Anbietern / Brokern etc. die gleichen Kosten u. Gebühren haben.
Die Wege der Wertpapierabwicklung sind unergründlich.

Letztlich sind solche Gebührenmodelle oft Verhandlungssache zwischen den Vertragspartnern. Manchmal sind Abwickler auch auf bestimmte Geschäfte nicht gut eingestellt. Dann haben sie damit einen hohen manuellen Aufwand, den sie sich natürlich entsprechend vergüten lassen.

Wenn Du die Kosten bei bestimmten Geschäften als zu hoch empfindest, bleibt Dir nur die Bank zu wechseln und auszuprobieren, ob es woanders besser ist.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo Pontius,

besteht die Möglichkeit, dass - zumindest auf den ersten Blick) sehr günstige Disountborker wie Flatex damit zusätzlich Umsatz generieren bzw. selbst schlechte Konditionen mit den einzelnen Börsenplatzen ausgehandelt haben? Ich habe selbst bei deutlich größeren Orders bei anderen Brokern noch nie so hohe Fremspesen bezahlt.

Grüße
Mike

Hallo Money-Schorsch,

da überschnitten sich unsere Postings. Konkret geht es um Flattex, die eine Flat Fee bieten, aber durch dei Fremspesen teurer werden als bspw. eine Targobank, ING DiBa etc.

Hintergrund bei mir war eingentlich, bei kleinen Oders Geld zu sparen, da die Targobank flat 9,99 € zzgl. minimaler Fremdspesen berechnet. das scheint in Summe ziemlich daneben gegangen zu sein.

Viele Grüße
Mike

Hallo Mike,

besteht die Möglichkeit, dass - zumindest auf den ersten
Blick) sehr günstige Disountborker wie Flatex damit zusätzlich
Umsatz generieren

Ja, das wäre auch meine Vermutung.

bzw. selbst schlechte Konditionen mit den
einzelnen Börsenplatzen ausgehandelt haben?

Ich glaube nicht, dass die Konditionen verhandelbar sind. Aber so viel ich weiß, sind die Pauschalpreise gestaffelt. je nachdem in welchem Rahmen sich die Umsätze der Broker bewegen.

Ich habe selbst bei deutlich größeren Orders bei anderen Brokern :noch nie so hohe Fremspesen bezahlt.

Ich glaube, es ist aussichtlos erfolgreich dagegen vorzugehen, sondern besser - wie "Money-Schorsch - es vorschlug, den Broker zu wechseln, wenn das „Gesamtpaket nicht stimmt“.

Gruß
Pontius

Hallo Mike,

man sollte sich immer der Tatsache bewusst sein, dass der Anbieter mit seinem Geschäftsmodell immer irgendwie Geld verdienen muß.

Das Geschäft mit der Wertpapierabwicklung ist aufwändig, risikoreich und von sehr niedrigen Margen geprägt.
Letzten Endes kann einem hier niemand etwas schenken.

Dennoch viel Glück bei der Suche.

Money-Schorsch