Intriege gegen Gerster

Gerster behauptet, einer Intriege zum Opfer gefallen
zu sein.

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

Gruss, Marco

Gerster behauptet, einer Intriege zum Opfer gefallen
zu sein.

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

Hallo,
ohne die Behauptung Gersters nun werten zu wollen:
Sollte es eine Intrige gewesen sein, so ist das Wesen einer solchen, dass man sich idR nicht dagegen wehren kann. Wenn bei Intrigen mehrere Stellen kooperieren, so ist man als einzelner ziemlich machtlos.

Ciao
Kaj

Hi Marco (ein Gruß macht sich immer gut),

wenn jemand gemoppt oder gegen jemanden intrigiert wird heißt das weder daß derjenige fachlich noch daß er menschlich unfähig gewesen ist.

Ich halte Gerster inzwischen für glaubwürdig und denke daß er in der Tat von einer geballten Gruppe Lobbyisten weggemoppt wurde, deren Pfründe er angegriffen hat.
Man muß Gerster ja persönlich nicht mögen, man kann auch einiges an seiner Amtsführung kritisieren, aber einen wirklich trifftigen Grund für seine Ablösung habe ich bisher nicht gehört, geschweige denn Beweise vernommen.

Ich hoffe daß Frau Engelen-Kefer als Rädelsführerin und andere, die da im Hintergrund die Strippen gezogen haben, am Ende auf die Nase fallen. Sie haben es verdient.

Übrigens: Intrige schreibt man nur mit 1 „e“.

Gruß,

MecFleih

Ein Leben ist kurz
Tach,

Gerster behauptet, einer Intrige zum Opfer gefallen zu sein.

Je präziser er eingrenzt, was er als Intrige einordnet, um so einfacher wird es, das Bauernopfer zu verstehen, das da angeblich grad nötig war.

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

Mir fiel die gleichzeitige Adelung von Gates in England und das NonPlacet für IBM-Verträge in Deutschland auf. Vielleicht ist da ein Interessenkonflikt Deutschlands mit Microsoft, der auf Arbeitsamts-Ebene Struktur bekommt.

Gruss,

Hallo,

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

das ist Quatsch. Nur weil man sich nicht gleichzeitig gegen massive interne und externe Angriffe wehren kann, heißt das nicht, daß man unfähig ist.

Fassen wir mal einige Dinge zusammen: Es hat kräftige Kürzungen bei den Weiterbildungsmaßnahmen gegeben. Die drei größten Weiterbilder in Deutschland sind Tochtergesellschaften der SPD, des DGB und Bayerns. Alle drei sind seit Jahrzehnten im Verwaltungsrat vertreten und von den drei ging auch die Kampagne gegen Gerster aus.

Gerster sagt, daß der Verwaltungsrat am Samstag über keine Informationen verfügte, die man bei der letzten Sitzung im Dezember nicht auch gehabt hätte. Bisher hat ihm keiner widersprochen, also habe ich keine Veranlassung, daß nicht zu glauben.

Einige Personen haben rasante Verhaltensänderungen an den Tag gelegt. Heute bedingungslos für gerster, morgen schon volle Breitseite.

Was wird ihm vorgeworfen?

  1. Vergabe von Aufträgen ohne Ausschreibung. Kommt täglich hunderte male vor.

  2. Vermerke wurden zwei Tage vor der Agenda-2010-Rede geschrieben. Wer glaubt ernsthaft, daß Schröder seine Pläne nicht mit dem Leiter der für das Projekt wichtigsten Behörde vor der Rede zumindest diskutiert hat?

  3. Vergabe eines Auftrages an Roland Berger, der zufälligerweise in der Kommission saß. Natürlich hatte RB einen Informationsvorsprung, aber dadurch wird er für die Aufgabe eher qualifizierter als ungeeignet.

  4. Nach Definition von Medien und Volk wurden „große“ Summen für Berater zum Fenster rausgehauen. Niemand kennt bisher die genauen Beratungsaufträge und jedes Unternehmen der Größe der BA würde über Beraterhonorare dieser Größenordnung nur müde lächeln.

Intrige? Weiß nicht. Kampagne? Auf jeden Fall.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

bei Deiner meiner Meinung nach sehr treffenden Analyse fehlt noch zumindest ein weiterer wichtiger Punkt, für den Gerster nichts kann, außer einen Aufhänger geboten zu haben:

Die Beschädigung der Schröder-Regierung über die Demontage seines „besten“ und von ihm hochgelobten Mannes in der Agentur

Und dies ist meines Erachtens derzeit ein gemeinsames Interesse sowohl der Opposition (zwangsläufig), aber auch z.B. der Gewerkschaften, deren größter Freund Schröder sicher nicht ist…

Es ist für mich wirklich traurig, wie einfach eine Sau unter dem Johlen des Pöbels durchs deutsche Dorf getrieben werden kann…

Grüße
Jürgen

Legendenbildung
Hi,

es ist ja ganz interessant anzuschauen, wie Herr Gerster seit Sonntag abend an seiner eigenen Legende strickt. Richtig ist sicherlich, dass er am Samstag keine Chance mehr hatte.

Richtig ist aber auch, dass Herr Gerster in den letzten knapp zwei Jahren kaum ein Fettnäpfchen ausgelassen hat. Ich erinnere mich an eine Aussage aus dem vergangenen Jahr, dass er gegenüber den Abgeordneten des Bundestags nicht auskunfts- und rechenschaftspflichtig sei. Formal sicher korrekt, aber so was kommt eben nicht besonders gut an, und das war ja auch kein Einzelfall.

Interessant ist auch die Einschätzung von Frau Engelen-Käfer. Offenbar sind viele Konservative und Liberale der Meinung, dass Frau Engelen-Käfer gleich unter dem lieben Gott steht und im Alleingang über Wohl und Wehe Deutschlands im Allgemeinen und der deutschen Wirtschaft im Besonderen verfügt. Nur zur Erinnerung: Im Verwaltungsrat der BA ist die Entscheidung mit 20 zu einer Stimme gefallen, wobei die Gewerkschaften nur ein Drittel dieser Mitglieder stellen.

In meinen Augen ist Herr Gerster in erster Linie an sich selbst gescheitert. Herr Gerster wollte halt unbedingt nicht nur Präsident einer Bundesanstalt, sondern „Vorstandsvorsitzender“ der Bundesagentur, eben ein richtiger Manager, sein. Jetzt hat er Zeit, um sich für einen richtigen Manager-Posten zu bewerben.

lennie

Hallo MecFleih,

Übrigens: Intrige schreibt man nur mit 1 „e“.

richtig, und Mobbing ohne p.

Gruß

Johannes

Intrige gegen Gerster
was ist keine Intrige?
HH

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ja, so ist das bei dieser Regierung: Wenn mal etwas klappt, dann war das ganz alleine Schörders Verdienst (und vielleicht noch der Verdienst des einen oder anderen Ministers oder Behördenchefs). Und wenn mal etwas schief geht (was weitaus häufiger vorkommt), dann sind immer die anderen Schuld (irgendwer).

Dass Herr Gerster erstaunt ist, daß man erstaunt ist über seine Beratervertärge, erstaunt schon weniger, wenn man sich vor Augen hält, daß dergleichen ja mittlerweile allgemein üblich geworden ist in der Politik. So leistet sich das Verteidigungsministerium externe Berater für schlappe € 14.000.000,- (und ein paar Zerquetschte); darunter natürlich auch wieder Berger. Da fragt man sich doch, wofür die sich die ganzen Staatssekretäre und Generäle halten, wenn sie dann doch Leute von außerhalb nehmen müssen.

Bleibt natürlich die Frage, was da eigentlich beraten wird außer vielleicht Selbstdarstellung, und wann Herr Berger den Titel eines Geschäftsführers der Bundesrepublik Deutschland endlich offiziell verleihen bekommt, und ob wirklich jeder Arbeitsvermittler seinen eigenen Dienst-BMW braucht?

kleiner Überblick über die Gerster-Affäre
Hallo,

noch als Nachtrag: Auf der HP des Bundesagentur sind die Pressemitteilungen abzurufen. Interessant ist u.a. dies:
https://www.arbeitsagentur.de/vam/?content=/content/…

Die Problemfelder waren damals schon bekannt und niemand hat den Rücktritt von Gerster gefordert. Insbesondere schreibt man, daß zukünftig sichergestellt werden soll, daß Auftträge über T€ 200 ausgeschrieben werden sollen.

Hier ist der Ton dann - entsprechend der aufgekommenen öffentlichen Debatte - schon etwas schärfer und man kümmert sich um alte Aufträge unter T€ 200, über die man seinerzeit zwar gemeckert hatte, aber für die man Gerster nur aufs Pfötchen geklopft hatte.
https://www.arbeitsagentur.de/vam/?content=/content/…

Und schwuppdiwupp ist hier das Vertrauensverhältnis (gem 382 SGB III) gestört:
https://www.arbeitsagentur.de/vam/?content=/content/…

Komischerweise stellte sich die SPD am 15.1. noch voll hinter Gerster
http://www.welt.de/data/2004/01/15/223454.html und betrachtet die Sache sogar als erledigt.

Hier sieht das dann schon anders aus:
http://www.welt.de/data/2004/01/22/226710.html
wohlgemerkt: Bis zu diesem Zeitpunkt und auch letztlich auch auf der Sondersitzung des Verwaltungsrates am 24.1. gibt es eigentlich keine wirklich neuen Erkenntnisse.

Wenn man dann überlegt, wer die Debatte mit aller Gewalt in den Medien gehalten hat, scheint mir der Gedanke, daß die ungeliebten Kürzungen beim Fortbildungsetat eine Rolle gespielt haben, nicht wirklich fern aller Möglichkeiten.

Gruß,
Christian

Hi!

Gerster behauptet, einer Intriege zum Opfer gefallen
zu sein.

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

Ich wünsche dir von Herzen, selbst einmal Opfer eines Mobbings zu werden (ich weiß, wovon ich spreche, ich habe das zwei Jahre lang am eigenen Leib erlebt), dann wirst auch du feststellen, wie wenig man dagegen machen kann, egal ob man es früh oder spät erkennt.

Grüße
Heinrich

Mobben–Intrige Normalbürger–Amtsleiter

Hi!

Gerster behauptet, einer Intriege zum Opfer gefallen
zu sein.

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

Ich wünsche dir von Herzen, selbst einmal Opfer eines Mobbings
zu werden (ich weiß, wovon ich spreche, ich habe das zwei
Jahre lang am eigenen Leib erlebt), dann wirst auch du
feststellen, wie wenig man dagegen machen kann, egal ob man es
früh oder spät erkennt.

Mobben ist was anderes als Intrigieren.

Einen einzelnen Sündenbock zu finden und den
neudeutsch zu „mobben“ ist zwar total verwerflich
und schlecht, erleichtert aber trotzdem ganz
ungemein und macht den mobbenden oft Spass.
Sündenböcke wird es geben, so lange
es Menschen gibt.

Aber das Thema war Intrige.

Eine Intrige ist normalerweise einer gegen einen, oder
einer gegen mehrere, wobei der Eine der Akteur ist.

Eine Intrige zu spinnen, und zu sehen, wie die
Fäden sich langsam zusammenziehen kann wirklich
Spass machen, und ist sogar ein ganz effizientes
Mittel *gegen* Mobbing.

Meine Meinung zur Intrige war nicht für den
Ottonormalbürger, sondern für einen Menschen,
der im Licht der Öffentlichkeit steht und
eine große Behörde leitet. Ein solcher Mensch
muss besondere Qualitäten aufweisen, von denen
eine zumindest ein gewisses Fingerspitzengefühl
und gutes Einfühlungsvermögen ist.

Bei vielen Beispielen hat Gerster gezeigt, dass
Gerster „in knapp zwei jahren kaum ein
Fettnäpfchen ausgelassen hat“ (gelungene
Formulierung lennie), und somit in Puncto
Fingerspitzengefühl ein „ungenügend minus mit
Knöllchen“ verdient.

Gruss, Marco

Wenn man dann überlegt, wer die Debatte mit aller Gewalt in
den Medien gehalten hat, scheint mir der Gedanke, daß die
ungeliebten Kürzungen beim Fortbildungsetat eine Rolle
gespielt haben, nicht wirklich fern aller Möglichkeiten.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

guckst du hier… :wink:) aus newsgroup vom 25.01.

"Nun ist er weg, der Florian Gerster. War es nötig? Ja, aber trotzdem sollten
man sich die Vorgänge etwas näher betrachten. Und das tue ich aus meinem mir
eigenen, persönlichen Blickwinkel.

Als Persönlichkeit ist der Florian in meinen Augen kein besonders
integrativer Faktor. Er ist zu sehr von sich überzeugt, selbstherrlich, ein
Egomane, wenig kritikfähig und zu sehr auf Selbstdarstellung bedacht. Kein
Mensch für den ich gerne arbeiten würde.

Als Vorstandvorsitzender hat er handwerkliche Fehler bei der Vergabe von
Aufträgen gemacht, die zwar als nicht besonders schlimm gewertet werden
können, aber auch als Untreue. Und das ist eine Straftat. Passt aber zu
seinen Persönlichkeitsbild „Ich bin der Chef und ich mache was ich will“

Vermutlich am schlimmsten war aber wohl sein Bestreben seine Arbeit zu
machen, wie auch immer. Da wollte er doch glatt eine effiziente Behörde
schaffe, eine Organisation, die sich auch einer Qualitätskontrolle im
Bereich der Investitionen unterzieht.

Nun, die alte BA investiert vorallem in eines, in die Klienten. Und das in
Form von ABM, Qualifikations- und Weiterbildungsmassnahmen.

In der Vergangenheit hat es in diesen Bereich nie eine echte Kontrolle
geben, eine Kontrolle auf Erfolg der Massnahme mit Sicht auf die Integration
in den ersten Arbeitsmarkt, eine Kontrolle mit Sicht auf generellen Kosten
Nutzen.

Es wurde einfach Geld ausgegeben. Das sollte andres werden. Damit war ein
ganzer Zweig von Unternehmen bedroht, den die lebten ganz gut vom „zweiten
Arbeitsmark“.

Erst Auswirkungen zeigten sich sofort als die ersten Massnahmen aus dem
Paket zur Reformierung der BA an der Basis umgesetzt wurden.

In diesem Zusammenhang muss man sich mal die „Jammerer“ genauer ansehen.
70% der Bildungsträger, die mit der BA zusammen gearbeitet haben und so
sinnvolle Kurse wie "Urschreitherapie im Thüringer Wald - stärkt das
Selbstbewusstsein; Ausbildung zur EDV Kontoristin - das Berufsbild gibt es
garnicht, was ist das also???, sind in der Hand der Gewerkschaften oder
gewerkschaftsnaher Organisationen.

Die Unternehmen sind für diese Organisationen eine lukrative Einnahmequelle,
die sie bei schwindender Mitgliederzahl auch brauchen. Wie gesagt, wir reden
von einem Multimillionen Geschäft. Und das wollte der Florian etwas mehr
kontrollieren, auf Effizienz hin überprüfen.

Und wenn wir schon soweit sind, dann sollten wir noch einen Blick auf den
Verwaltungsrat der BA werfen. Dort sitzen die Vertreter der Gewerkschaften
und vertreten die Arbeitnehmer. Frage: Welche, die arbeitenden oder die
arbeitslosen.

Da wird also eine Behörde, die die Pfründe der Gewerkschaften beschneiden
will, von Gewerkschaftlern mehrheitlich kontrolliert.

Tja und wenn man dann noch so von sich eingenommen ist wie der Florian, dann
kann das nur schief gehen.

Und wenn diese Annahme von mir auch nur ansatzweise stimmt, das zeigt sie
deutlich, das die Idee der Selbstverwaltung ebenfalls zwingend
reformbedürftig ist, den wenn dort nur eigenen Interessen vertreten werden
und nicht allgemeine Interessen, dann macht sie keinen Sinn mehr.

Das dem so ist, das zeigt ja auch die Gesundheitsreform. Die Regeierung
erschafft ein Gesetz, einen Rahmen, und die Organe der Selbstverwaltung, in
diesem Fall Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung, füllen den
Rahmen. Ziemlich naive Vorgehensweise, wenn man bedenkt, das das Gesetz die
Kosten reduzieren sollte.

Ich bin sehr für Gewerkschaften, für Arbeitnehmervertretungen, aber ich mag
keine Funktionäre, die die Bodenhaftung verloren haben, denen es nicht mehr
um die Interessen des Arbeiters geht, denen es nur um ihre Pfründe geht."

so sehe ich das auch

hallo Jürgen,
das hat mich besonders hellhörig gemacht, als ich mitbekam, dass Schröder sich nicht hinter Gerster stellt.
Ich frage mich, wer da Sau wer Pöbel und wer Treiber ist - es stinkt jedenfalls gewaltig.

grüße
grilla

Gerster behauptet, einer Intriege zum Opfer gefallen
zu sein.

Gibt er dadurch nicht indirekt zu, nicht aufmerksam
genug gewesen zu sein, und ganz allgemein unfähig
für seine ehemalige hohe Anstellung?

Hi Marco,

es dürfte hier wohl zwei Schuldige geben. Eimal Gerster selbst, der nicht das notwendige Fingerspitzengefühl hatte. Man kann nicht von Arbeitslosen verlangen, dass sie sparen müssen, dass die Bundesanstalt kein Geld hat, lässt sich dann jedoch ein übermässig teures Büro einrichten. Dann kam der 2. Lapsus. Während man anderen das Sparen predigt, langt man beimn eigenen Gehalt zu. Das war niemand zu vermitteln. Wobei es in dieser Bundesregierung aber keine Rolle spielt, was dem Volk zu vermitteln ist, denn in der Zwischenzeit scheint mir ausser Clement kein seriöser Minister mehr vorhanden zu sein. Aber da in dieser Bundesregierung ohnehin jeder in die eigene Tasche wirtschaftet.

Trotzdem mache ich weder der ex-kommunistischen Fraktion in der Bundesregierung, nóch der EX-Gewalt-Fraktion einen Vorwurf. Sie haben schon 1978 angekündigt auf den Weg durch die Instanzen zu gehen und das System der Bundesrepublik zu zerstören. Sie haben - wie einst Hitler - ihre Pläne in ihrer Form umgesetzt.

Der zweite Bereich ist die unseelige Allianz der früheren Bundesanstalt mit der heutigen Gewerkschaft ver.di, die der größte Geldempfänger für Kurse und sogenannte Schulungen für Arbeitslose ist, sodann der DGB, der als der zwietgrößte Geldempfänger auch über die Bundesanstalt finanziert wird vbei seinen Kursen und dann kommt der Arbeitgeberverband, der als drittgrößter Geldempänger für Schulungen sich von den Arbeitnehmern finanzieren lässt. Dieses Pack muss nun auf einen Teil des Geldes verzichten, wenn sich ein Gerster durchsetzt. Am besten setzen die Hund und Rogowski an die Spitze. Dann ist sicher, dass zwar Arbeitslose kaum noch Geld bekommen, aber die Herren mit Frau Engelen-Käfer sich das Geld gegenseitig in den Allerwertesten blasen. Selten gebe ich dem Westerwelle recht. Aber Gerster, der Rfeormer musste gehen, damit die Blockierer bleiben können. Nein, Hund, Engelen-Käfer, der jaulende Professor Lauterbach, er ist auch Mitgled der Rürup-Kommission gewesen und verteilt seine „gesitige moralische Sintflut“ unter das Volk, sie müssen aus dem Vorstand geprügelt werden, wenn sie nicht gehen.

Letztlich war Gerster aus Rücksicht auf die BA nicht mehr zu halten. Es gibt keine Zweifel, Gerster wurde mit üblen Methoden gemobbt.

Gruss Günter

Hi,

es fällt mir schwer, diese Dame nicht als eine der größten Intrigantinnen in Gremien dieses Staates zu betiteln. Über den Kaäfer mag sich jeder sein eigenes Bild machen. Merkwürdig ist nur, überall wo sie ist, geht es schief.

Gruss Günter

Nun ja, Freundschaft…
… in der Politik galt noch nie viel, wenns ums Überleben (oder zumindest um die Opportunität:wink:) geht.

Hallo Grilla,

Ich frage mich, wer da Sau wer Pöbel und wer Treiber ist - es
stinkt jedenfalls gewaltig.

In der Tat, die Sau richt fischig. Obs ein Meerschwein war?:wink:

Grüße
Jürgen

*lach* :smile:))) o.T.
.

Hi!

Mobben ist was anderes als Intrigieren.

Einen einzelnen Sündenbock zu finden und den
neudeutsch zu „mobben“ ist zwar total verwerflich
und schlecht, erleichtert aber trotzdem ganz
ungemein und macht den mobbenden oft Spass.
Sündenböcke wird es geben, so lange
es Menschen gibt.

Aber das Thema war Intrige.

Eine Intrige ist normalerweise einer gegen einen, oder
einer gegen mehrere, wobei der Eine der Akteur ist.

Eine Intrige zu spinnen, und zu sehen, wie die
Fäden sich langsam zusammenziehen kann wirklich
Spass machen, und ist sogar ein ganz effizientes
Mittel *gegen* Mobbing.

Sehe ich - und das von mir benutzte Lexikon (www.net-lexikon.de) etwas anders:

„Mobbing steht für Schikanen und Intrigen gegen Personen am Arbeitsplatz. Jemanden lächerlich machen, ihr/ihm Informationen vorenthalten, Gerüchte verbreiten, und das über Wochen und Monate. Durch Mobbing kann das Opfer erheblichem psychischen Druck ausgesetzt werden, der sogar zu chronischen Erkrankungen führen kann.“

Die Intrige/das Mobbing wurde ja auch nicht von einem allein gegen Gerster betrieben, vielmehr war da eine größere Gruppe am Werk. Und Auslöser waren nicht die immer wieder propagierten Beraterverträge, Büroeinrichtungen oder Gehaltswünsche Gersters. Die 12-Millionen-Beraterverträge waren das, was die Masse am schnellsten und einfachsten über den Weg der Bild-Zeitung geschluckt haben. Gerster ist ein SPD-Mann und sollte die BA umstrukturieren. Dass er dabei „Arbeitgebermethoden“ anwenden wollte (Reduzierung der Mitarbeiterzahl, Druck auf Arbeitslose, Einsparungen beim Weiterbildungsetat), brachte die Gewerkschafter im Verwaltungsrat gegen ihn auf - allen voran Engelen-Kefer. Die Arbeitgeber und CDU-nahe Verwaltungsratmitglieder standen jedoch zu Gerster. Bis die CDU-Spitze registrierte, dass ein Fall Gersters der Bundesregierung Imageschaden zufügen würde. Also pfiff die Bundes-CDU ihre Leute im Verwaltungsrat zurück (in persona Verwaltungsratmitglied Clever), übte Druck auf die Arbeitgebervertreter aus und lancierte Gerücht um Gerücht in der Presse.

Meine Meinung zur Intrige war nicht für den
Ottonormalbürger, sondern für einen Menschen,
der im Licht der Öffentlichkeit steht und
eine große Behörde leitet. Ein solcher Mensch
muss besondere Qualitäten aufweisen, von denen
eine zumindest ein gewisses Fingerspitzengefühl
und gutes Einfühlungsvermögen ist.

Bei vielen Beispielen hat Gerster gezeigt, dass
Gerster „in knapp zwei jahren kaum ein
Fettnäpfchen ausgelassen hat“ (gelungene
Formulierung lennie), und somit in Puncto
Fingerspitzengefühl ein „ungenügend minus mit
Knöllchen“ verdient.

Der „Fall Gerster“ hat mit Fingerspitzengefühl sehr wenig zu tun. Selbst wenn es die Fettnäpfchen nicht gegeben hätte, die Ankündigung der Personalreduzierung, besonders aber die Absenkung der Mittel für Weiterbildungmaßnahmen (und nur um diese fetten Töpfe geht es wirklich) hätten so oder so die „Personalgegenmaßnahmen“ des Verwaltungsrates herbeigeführt. Egal, wer Gersters Nachfolger wird, eine Kostenreduzierung zu Lasten der gewerkschaftsnahen Weiterbildungsinstitute wird es vermutlich nicht geben. Dafür sorgt Engelen-Kefer & Co. schon! Das Verbrennen von Milliarden wird weitergehen.

Grüße
Heinrich