Investment-Sparplan oder Fondsgebundene RV?

Hallo,
in der letzten Zeit habe ich mich viel mit Sparen über Aktienfonds bzw. fondsgebundene Rentenversicherung beschäftigt.
Mir wird nur noch nicht ganz klar welches die Unterschiede sind.
Ich bin der Meinung beim Sparplan kann bis zum Totalverlust alles drin sein.
Bei einer fondsgebundenen RV habe ich hohe Kosten, da halt Versicherung, aber es gibt eine „Beitragsrückzahlungsgarantie“.

Das Problem ist für mich halt, das man nirgendwo vergleichen kann, ob sich eher ein Sparplan mit Gebühren rechnet oder eine RV. Fast alle Versicherer werben ja mit dem Kauf von Fondsanteilen ohne Depotgebühren, Ausgabeaufschlägen etc. Gibt es irgendwo ein Programme mit denen man einfach errechnen kann, was man nach 20 oder 25 Jahren angespart hat, abzüglich aller Kosten?

Für eure Antworten schon vorab Danke Schön!
Michael

Hallo Michael,
wenn es nur auf den Spareffekt ankommt, dann nur einen Investmentsparplan. Hierbei mußt Du aber aufpassen, wenn Du eine hohe Sparrate wählst mit einer langen Laufzeit, daß Du keine Probleme mit dem Sparerfreibetrag bekommst. Aber das läßt sich ja organisieren mit etwas Talent.
Wenn Du das Geld ausschließlich zur Altersversorgung verwenden willst und Dich auch gegen das Risiko Berufsunfähigkeit versichern willst, dann bist Du bei der Fondsgebundenen Rentenversicherung richtig. Vergleiche aber trotzdem mit einer Fondsgebundenen Lebensversicherung. Meist bekommst Du hier für die in etwa gleiche Ablaufleistung die Todesfallabsicherung noch obenauf. Und bei den meisten Menschen treten irgendwann im Leben Situationen ein, die auch so etwas für sinnvoll erachten.
Wenn Du aber einen Rat ganz auf Deine Situation bezogen suchst, dann kannst Du ja auch direkt anfragen.

Boris

Hallo Michael,
wenn es nur auf den Spareffekt ankommt, dann nur einen
Investmentsparplan.

Du kannst Investmentfonds wählen, die eine geringere Risikoklasse haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit alles zu verlieren geringer. Z.B.: Geldmarktfonds oder Rentenfonds und gemischte Fonds. Klar, dass dann auch die Rendite nicht so hoch ist. Wobei gerade bei langfristigen Anlagen auch bei Aktienfonds die Wahrscheinlichkeit des Totalverlustes seeehr gering ist.

Es gibt auch speziell für die Altersvorsorge AS-Fonds.

Wenn Du das Geld ausschließlich zur Altersversorgung verwenden
willst und Dich auch gegen das Risiko Berufsunfähigkeit
versichern willst, dann bist Du bei der Fondsgebundenen
Rentenversicherung richtig. Vergleiche aber trotzdem mit einer
Fondsgebundenen Lebensversicherung.

Die Stiftung Warentest rät von dieser Variante ab. Nur für ganz bestimmte Zielgruppen und Situationen ist das geeignet. www.stiftung-warentest.de

Boris

Hallo Michael,

beim langfristigen Fondssparen brauchst Du keinerlei Angst vor einen Totalverlust zu haben ließ Dir hierzu mal folgende Studie durch:

Sparen ohne Risiko

Aktien sind riskant. Das denken die meisten Anleger, insbesondere nach dem mageren Aktienjahr 2000. Das stimmt aber nur auf kurze Sicht. Eine Studie der Universitaet Frankfurt beweist: Das Risiko eines Aktienfonds-Sparplans liegt nach 15 Jahren nahe null.

Jetzt hat es ein Wissenschaftler eindeutig nachgewiesen: Mit zunehmener Dauer eines Sparplans geht die Gefahr, daß am Ende des Einzahlungszeitraums das angesparte Vermoegen unterhalb der eingezahlten Beitraege liegt, immer staerker zurueck. Ab einem bestimmten Zeitpunkt iat es so gering, daß man dieses Risiko im Grunde vernachlaessigen kann.

Der Bundesverband deutscher Investment-Gesellschaften (BVI) hatte diese Studie bei Professor Dr. Raimond Maurer, Inhaber des Lehrstuhls fuer Investment, Portfolio Management und Alterssicherung an der Johann Wolfgang Goethe-Universitaet Frankfurt, in Auftrag gegeben.

Maureres Untersuchungen geht von einem Investmentsparplan auf der Basis eines thesaurierenden, also wiederanlegenden Investmentfonds aus, der eine Vermoegensstruktur aus 75 Prozent Aktien-, 20 Prozent Renten- und 5 Prozent Immobilienwerten aufweisst. Die Berechnungen basieren auf der Simulation von drei Millionen Daten zur moeglichen Wertentwicklung der jeweiligen Fondsanteile und beziehen sich auf den Zeitraum der Jahre 1980 bis 1998.

Auf der Grundlage der so ermittelten Daten hat Maurer ein fuer die Zukunft wahrscheinliches Wertentwicklungszenario errechnet, das drei Varianten umfasst: eine minimale, eine mittlere und eine maximale Wertentwicklungs-Variante. Danach liegt sogar schon bei der mittleren Variante die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesamtdepotstand nach Ablauf von 15 Jahren unter die Einzahlungssumme rutscht, bei nahezu null Prozent (0,16 Prozent).

Selbst bei der Variante mit der schlechtesten Wertentwicklungs-Annahme beträgt das Verlustrisiko nach 15 Jahren nur noch 1,7 Prozent.

Am erfreulichsten schneidet naturgemaess die Variante mit der besten angenommenen Wertentwicklung ab. Das Verlustrisiko liegt hier schon nach 10 Jahren bei nur noch 1 Prozent. Hier koennen Anleger also schon 5 Jahre frueher davon ausgehen, dass ihr eingezahltes Kapital auf jeden Fall erhalten bleibt.

Ciao,
Andreas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]